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„Ein schlagkräftiges Team für die EM aufbauen“
Ex-Profi Dietmar Schacht wird Breuers Nachfolger

(Essen, Duisburg, 24.08.2007) Am heutigen Freitag hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) Dietmar Schacht als neuen Cheftrainer der Nationalmannschaft der Menschen mit geistiger Behinderung offiziell bekannt gegeben. Der ehemalige Fußball-Profi des MSV Duisburg und des FC Schalke 04 und heutige Trainer der Frauen-Bundesligamannschaft des SC Bad Neuenahr-Ahrweiler tritt am 1. September die Nachfolge des zurückgetretenen Kölners Willi Breuer an. Seine Tätigkeit beim Frauen-Bundesligisten bleibt von seinem Engagement als DBS-Honorartrainer unberührt. In einem Telefonat mit FUBA-NET äußerte sich der 42-jährige zu seiner neuen Aufgabe.
 

FN: Hallo Dietmar Schacht, die Gerüchteküche brodelte lange genug - nun ist es amtlich. Sie werden der neue Nationaltrainer des Teams der Menschen mit geistiger Behinderung und Lernbehinderung.

Dietmar Schacht: Ja, seit heute ist es amtlich. Ich wusste es schon etwas länger, aber habe mich da ganz nach dem Zeitplan des DBS gerichtet, der mit der Veröffentlichung bis heute gewartet hat. Ich bin froh, dass man sich wohl schon vor gut zwei Wochen für mich entschieden hat.

FN: Gibt es eine Erklärung warum es solange gedauert hat?

Schacht: Das ist ja eigentlich klar. Man hat sich für einen neuen Weg entschieden. Für einen Weg erstmals mit einem Trainer zusammenzuarbeiten, der keine Erfahrungen mit Fußballern mit einer geistigen Behinderung hat, dafür aber in professionellen Strukturen seit längerer Zeit tätig ist. Da musste man beim Verband sicherlich abwägen, viele Gespräche führen und sich auch mit der Entscheidung etwas Zeit lassen. Für mich ist das vollkommen in Ordnung und im Sinne der Spieler auch wichtig.

FN: Wie sehen die Konditionen und der Umfang des Vertrages aus?

Schacht: Dazu möchte ich zum heutigen Zeitpunkt noch nichts sagen, da es noch einige wenige Details gibt, die man in den nächsten Wochen besprechen wird. Erst wenn alles spruchreif ist, wird es dazu Informationen geben.

FN: Wie wird der Trainerstab aussehen mit dem Sie zusammenarbeiten werden?

Schacht: Auch hierzu möchte ich erst zu gegebenem Zeitpunkt Konkretes äußern. Es ist natürlich klar, dass ich entsprechend meinem Konzept gewisse Vorstellungen habe. Es gibt eine Person, die ich gerne mitbringen würde aber erst bekannt gebe, wenn ich mit dem alten Trainerstab bzw. den Interimstrainern gesprochen habe und ihnen meine Philosophie erklärt habe. Wichtig ist mir außerdem die Zusammenarbeit mit den Landestrainern der einzelnen Landesverbände und den im Behindertensport erfahrenen Übungsleitern beim Verband. Hier stehen eine Reihe von wichtigen Gesprächen an.

FN: Was sind ihre Ziele als Nationaltrainer?

Schacht: Ich habe bereits beim letzten Interview mit FUBA-NET geäußert, dass es für mich eine äußerst reizvolle und sehr spannende Aufgabe ist, bei der die Vorbereitung auf die EM in England im kommenden Jahr absolut im Vordergrund steht. Natürlich möchte ich dort mit dem Team gut abschneiden, ohne das zum heutigen Zeit zu konkretisieren. Ich muss mir erst einmal ein genaues Bild vom Team und dem gesamten Umfeld machen.

FN: Wie sehen Ihre nächsten Aufgaben aus?

Schacht: Natürlich ist die Vorbereitung des kommenden Leistungslehrgangs am 14. bis 16. September in Duisburg vorrangig. Dann werde ich den Spielern vorgestellt und lerne sie umgekehrt kennen. Darauf freue ich mich und bin in allen Belangen zuversichtlich. In Abstimmung mit den Landestrainern muss ich mir in der Vorbereitung Gedanken machen, ob man nicht den einen oder anderen Spieler, der mir beim Länderpokal im Juni besonders positiv auffiel, erstmals in den Kader beruft. Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben und möchte gemeinsam mit den erfahrenen Kräften bei den Verbänden eine schlagkräftige Truppe für die EM aufbauen.

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"Die Alemannia ist eine neue Herausforderung"
Aachens neuer Jugendkoordinator Willi Breuer im Interview

Ende Juli verdichteten sich die Gerüchte um eine neue Trainertätigkeit des ehemaligen Chefcoachs der Nationalmannschaft der Menschen mit Behinderung. Seit Anfang August ist es amtlich: Willi Breuer übernimmt ab dem 01. September 2007 die Leitung des Nachwuchszentrums des Zweitligisten Alemannia Aachen. Er beerbt somit den ehemaligen Profi Thomas Hengen, der seit Beginn dieser Saison das Oberliga-Team der Aachener trainiert. Gegenüber FUBA-NET äußerte sich der 52-jährige Kölner zu seinem neuem Aufgabengebiet und seinem Verhältnis zum DBS.
 

FUBA-NET: Willi Breuer, als medialer Wegbegleiter der letzten zwei Jahre gratuliert FUBA-NET natürlich herzlich zum neuen Job. Wie geht es Ihnen?

Willi Breuer: Zunächst vielen Dank. Mir geht es sehr gut, denn ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich sehr freue, startet am 1. September. Die Alemannia ist eine neue Herausforderung.

FN: Wie kam es zu dem Kontakt nach Aachen?

Breuer: Sicherlich war etwas Glück dabei, dass mit dem Saisonstart die Position des Jugendkoordinators in Aachen frei wurde. Über meine guten Beziehungen zum SV Straelen wurde ein Kontakt zur Alemannia hergestellt. Nach einem intensiven Gespräch mit Manager Jörg Schmadtke, war sicherlich auch meine Erfahrung als Jugendtrainer beim 1.FC Köln mitentscheidend.

FN: Welche Konditionen wurden für die Zusammenarbeit vereinbart?

Breuer: Es war klar, dass ich mich bei meinem fortgeschrittenen Alter auch etwas absichern wollte. Am Ende haben wir uns auf einen Drei-Jahres-Vertrag mit einer Option auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt.

FN: Nun wirkt es ein Jahr nach der WM so, als sei Willi Breuer der einzige Gewinner. Das Team wurde Dritter aber nachträglich disqualifiziert und steht immer noch ohne neuen Trainer im Abseits des öffentlichen Interesses.

Breuer: Als Gewinner empfinde ich mich nicht - ganz im Gegenteil: Da es mir nicht gelungen ist, die intakte Gemeinschaft der Nationalmannschaft zu erhalten, sehe ich mich eher als Verlierer. Der Trainerstab ist gegangen, nachdem unsere oder besser meine Forderungen für die Zukunft kein Gehör beim DBS fanden. Die Mannschaft weiß bis heute nicht wie es weitergeht. Sicherlich fühle ich mich da immer noch ein wenig mitverantwortlich.

FN: Andererseits ging es Ihnen aber doch auch immer darum, ihre Fußball-Leidenschaft zum Beruf zu machen. Das ist Ihnen ja nun erfolgreich gelungen.

Breuer: Natürlich denke ich, dass ich es nach all den Jahren auch irgendwie verdient habe. Aber es bleibt beim Gedanken an die Nationalmannschaft immer noch ein fader Beigeschmack.

FN: Sie wirkten in den letzten Monaten im Kontakt mit den Medien sehr verbittert. Ist der Unmut nun verflogen?

Breuer: Die Monate nach der WM waren nicht einfach. Ich habe für die Sache gekämpft und bin mir dabei immer treu geblieben. Meine Gradlinigkeit und Prinzipientreue war sicherlich sehr unbequem für den DBS. Sicherlich habe ich nun Abstand gewonnen, aber ich hänge immer noch sehr an den Jungs. Die stehen allein wegen der unsicheren Trainersituation immer noch im Regen. Das ist sehr bitter. Es sieht den Gerüchten nach so aus, als ob Dietmar Schacht meine Nachfolge antritt. Aber sicher ist das offensichtlich immer noch nicht. Ich frage mich, warum das solange dauert und bereits ein weiterer Lehrgang lediglich mit Interimstrainern am letzten Wochenende stattfand.

FN: Mit Ihrer neuen Tätigkeit stehen Sie nun auf der Seite des Fußballgeschäfts, von der Sie immer Unterstützung für den Behindertenfußball gefordert haben. Werden Sie versuchen, das DBS-Nationalteam aus dieser neuen professionellen Position heraus zu fördern oder ist der Kontakt zum DBS gänzlich abgebrochen?

Breuer: Nein, es gibt noch sporadisch Kontakte. Man ist vor einiger Zeit von DBS-Seite an mich herangetreten, in der Trainerausbildung, die neu aufgebaut werden soll, beratend tätig zu werden. Selbstverständlich bin ich dazu bereit. Natürlich eröffnen sich darüber hinaus neue Möglichkeiten im Aachener Umfeld. Wie das konkret aussehen kann, muss man zu gegebenem Zeitpunkt besprechen. Es bleibt die Frage, ob es erwünscht ist und zum Konzept und zu den Ansprüchen des neuen Trainerstabes passt. Das steht allerdings auf einem anderen Blatt - nun freue ich mich in erster Linie auf die neuen Aufgaben am Tivoli.

 

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„Der Willi Lippens ist der absolute Hammer!“
Sondertraining für FUBA-NET Team aus Rees

(Rees, 03.07.2007) Am vergangenen Wochenende kam die Behinderten-Sportabteilung des SV Rees 1945 in den Genuss einer ganz besonderen Trainingseinheit. Die Alt-Internationalen Willi „Ente“ Lippens und Vlado Saric, Trainer der Klaus-Fischer-Fußballschule, nahmen sich einen Tag Zeit für die 20 Fußballer mit Behinderung und absolvierten mit ihnen mehrere Trainingseinheiten.
Hintergrund für ihr Engagement war der zweite Platz des SV Rees beim landesweiten, integrativen Fußballturnier ::: FUBA-NET Cup 2006. Als Sonderpreis erhielt Rees ein „Trainingspaket“ der Klaus-Fischer-Fußballschule. Nun lösten die Kicker vom Niederrhein ihren Gewinn ein und waren von den beiden Trainern hellauf begeistert: „Die Art und Weise, wie Willi und Vlado mit unseren Spielern umgehen, die Ansprache, die Anpassung der Trainingsinhalte und spezifischer Anforderungen haben mich sehr beeindruckt. Sie zeigten überhaupt keine Berührungsängste – so muss es sein, wenn man Menschen mit Behinderung fördern und integrieren will“, meinte Betreuer Edwin Irro und strahlte: „Der Willi Lippens ist schon der Hammer. Diese Sprüche und die Lockerheit haben sich auf alle übertragen. Es hat mich sehr gefreut, dass ich am Ende nur leuchtende Augen bei unseren Jungs und Mädels sah.“
Die Klaus-Fischer-Fußballschule unterstützt das FUBA-NET-Projekt, das sich der Integration von Menschen mit Behinderung über den Fußball verpflichtet fühlt. „Für uns war es das erste Mal, dass wir im Behindertensport aktiv wurden. Es hat sich gezeigt, dass hier vor allem hinsichtlich der gesellschaftlichen Integration große Potentiale liegen. Wir schätzen daher die Bemühungen von FUBA-NET sehr und werden auch in Zukunft dem Projekt verbunden bleiben“, erklärte Jürgen Wilhelm, Leiter der Klaus-Fischer-Fußballschule.
 

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Deutschlands Blindenfußballer trafen sich in Essen
DBS mit ersten Schritten zur Bildung eines Nationalteams

(Essen, 02.07.2007) Da rieb sich der ein oder andere Zuschauer schon verwundert die Augen, als er am vergangenen Samstag im Essener Goalfever-Center dem Treiben auf den drei Plätzen zuschaute. Fußballer mit Augenbinden jagten dem Ball hinterher und sehende Torhüter gaben Anweisungen, wo der rasselnde Ball hingespielt werden soll. Blindenfußball heißt der weithin unbekannte Sport, der bei den paralympischen Sommerspielen 2004 in Athen erstmals als Demonstrations-Wettbewerb eine breitere Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machte...
::: Mehr lesen Sie hierzu in unserer Rubrik Blindenfußball
 

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FUBA-NET Liga-Teams testen Form beim Turnier der Heimstatt
Caritas Oberhausen als bester FN-Ligist am Ende Zweiter

(Gelsenkirchen, 23.06.2007) Gut zwei Wochen vor dem Start der FUBA-NET Liga im Wattenscheider Lohrheidestadion nutzten alle fünf Mannschaften der neu gegründeten FUBA-NET Liga das Turnier der Heimstatt zur Standortbestimmung. Neben dem Gastgeber selber waren auch die vier übrigen FN-Teams, Caritas Oberhausen, Fliedner Werkstätten Mülheim, Lebenshilfe Solingen und Haus Baasstraße der Diakonie Essen, in Gelsenkirchen am Start. Die Caritas aus Oberhausen schnitt unter den FN-Ligisten am Besten ab. Scheiterten sie doch erst im Finale an der Lebenshilfe Bocholt (Foto) knapp im Neunmeterschießen mit 1:3.
Zur FUBA-NET Liga und dem Stand der Vorbereitungen gibt's hier ::: mehr
 

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S04-Supporters spenden 2.000 Euro an Heimstatt
Benefiz-Turnier für Heimstatt Engelbert e.V. ein voller Erfolg

Für FUBA-NET berichtet Ben Neumann aus Gelsenkirchen

(Gelsenkirchen, 23.06.2007). 35 Mannschaften kickten beim zweiten „Benefiz-Soccer-Cup“ des Essener Heimstatt Engelbert e.V. auf der Gelsenkirchener Sportanlage „Auf der Reihe“ für den guten Zweck. In vier Einzelgruppen gingen Teams für Spieler mit Behinderung, Betriebssportmannschaften, Hobbyfußballkicker und Schalke 04 Fan Clubs an den Start und spielten den Sieger untereinander aus.
Das Ziel der Charity-Veranstaltung war das Sammeln von Spenden für die Mannschaft der Spieler des „Heimstatt Engelbert e.V.“. Diese plant mit insgesamt 20 Mann am internationalen Fußballturnier für Menschen mit geistiger Behinderung in Spanien im Oktober 2007 teilzunehmen. Allerdings sind die Gesamtkosten für dieses Unterfangen sehr hoch, insgesamt werden knapp 10.000 Euro benötigt. Durch die beim „Benefiz-Soccer-Cup II“ erzielten Einnahmen sollen die Kosten für die Mitreisenden etwas reduziert werden. Dabei gingen die kompletten Erlöse aus der Tombola und des Verkaufs von Speisen und Getränken an die Mannschaft für die Spanienfahrt im Herbst. Einen großen Batzen Geld gab es dafür von vier Organisationen. So unterstützten neben der Franz Beckenbauer Stiftung und der Sepp Herberger Stiftung auch die Deutsche Bank mit einem Scheck über 500 Euro die Mannschaft. Auch der Supporters Club e.V., die Interessenvertretung passiver Mitglieder des FC Schalke 04, spendete einen Scheck über 2,000 Euro an die Organisatoren. „Etwa 50 Prozent der Kosten für die Reise sind nun schon gedeckt”, freut sich Telly Kourdouvelis von Heimstatt Engelbert.
In der Fanclub-Gruppe des Turniers setzten sich der einzige Nicht-Schalke Starter durch. Die „Spurs Supporters“, ein Gelsenkirchener Fanclub der Tottenham Hotspurs, gewann mit vier Siegen und einem Unentschieden den Pokal.
Spannend ging es im Finale bei den Mannschaften der Spieler mit Behinderung zu. Dort gewann die Lebenshilfe Bocholt im Neunmeterschießen gegen die Caritas Oberhausen, einem Team der neuen FUBA-NET Liga, mit 3:1, nachdem es nach der regulären Spielzeit 1:1 stand. Unter großem Jubel und mit sichtlich viel Stolz über das Erreichte nahmen die Spieler anschließend den Pokal für den 1. Platz entgegen. Auch für alle anderen Teams dieser Gruppe gab es einen Pokal von den Veranstaltern. Bei den Betriebssportmannschaften setzte sich im Endspiel die St. Elisabeth Stiftung Essen mit 2:1 gegen Opta Data durch, während sich die Hattinger Blue White Dragons bei den Hobbykickern den Pokal holten.
 

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Yves im Dienst der Integration
Schirmherr Yves Eigenrauch verstärkt FUBA-NET Team beim CTC

"Eine Ehrensache für Yves" könnte man meinen, wenn er ehrenamtlich für die FUBA-NET Ideen aktiv wird. Aber Ehre hin und her - Yves geht's beim Fußball in erster Linie um zwei Dinge: "Respekt voreinander und Spaß miteinander, alles andere ist nebensächlich!" Aus diesem Grund unterstützte er einmal mehr das FUBA-NET-RevierSport Team, das am gestrigen Samstag immerhin bis ins Viertelfinale des integrativen CTC-Ruhr 2007 der Aidshilfe Essen kam. Ob sein Fehlen bei der knappen 1:2 Niederlage gegen die Essener Feuerwehr ausschlaggebend für das Ausscheiden war, erfährt man unter anderem unter ::: FN-SPIDERS
 

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Bunte Vielfalt auf der Schillerwiese
Essens Entsorger räumen CTC ab, „Amicas“ gewinnen bei Frauen

(Essen, 17.06.2006) Die zweite Auflage des Come-Together-Cups Ruhr auf den Essener Schillerwiesen am gestrigen Samstag war ein Erfolg auf breiter Ebene. Integration und Fußball bildeten ein glänzendes Tandem beim Fußballturnier der Aids-Hilfe Essen e.V.. Sportliche Sieger waren am Ende die Entsorgungsbetriebe der Stadt Essen bei den Männern und die "Amicas Duisburg" bei den Frauen. Mehr zum Benefiz-Fußball-Show-Event, das von FUBA-NET und RevierSport aktiv unterstützt wird, gibt's unter ::: CT-Cup.
 

BSNW-Auswahlteam gewinnt Fußball-Länderpokal 2007
Nordrhein-Westfalens Fußballer mit geistiger oder Lernbehinderung erneut erfolgreich

(Duisburg, 15.06.2007) Die Fußball-Landesauswahl der Athleten mit geistiger und Lernbehinderung des Behinderten-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen hat auch in diesem Jahr wieder den Fußball-Länderpokal des Deutschen Behindertensportverbandes DBS gewonnen. Und dieses ohne Gegentor. Das Team um den Landestrainer Erwin Mischkin-Herbrügger stärkt damit seine Position als Seriensieger des bundesweit bedeutendsten Wettbewerbes.
Der knappe 1:0 Sieg im gestrigen Finale gegen das Team aus Schleswig-Holstein zeigt aber auch, dass das Leistungsvermögen der insgesamt 8 teilnehmenden Landesverbände deutlich angestiegen ist.Im kleinen Finale hat das Team des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen gegen das Team aus Mecklenburg-Vorpommern mit 4:0 für sich entscheiden können. Auf den weiteren Rängen konnten sich die Landesauswahlen aus Bayern, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland platzieren.
Zu einem der Höhepunkte des Rahmenprogramms zählte die Präsentation des Films von Andreas Kramer (WDR), über die 4. INAS-FID Fußball WM 2006 für Menschen mit Behinderung, der die Emotionen der Teilnehmer auch noch neun Monate nach der Veranstaltung hochleben ließ.
In der Abschlussbesprechung zeigten sich die Mannschaftsleitungen zuversichtlich, dass es gelingen wird, noch mehr Landesauswahlen zu motivieren, an dem in der Zeit vom 2. bis 5. Juni stattfindenden nächsten DBS-Fußball-Länderpokal 2008 teilzunehmen.
 

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"Die EM 2008 wäre eine reizvolle Aufgabe"
Dietmar Schacht konkretisiert seine Bewerbung beim DBS

(Duisburg, 13.06.2007) Der ehemalige Profi des MSV Duisburg und des FC Schalke 04, Dietmar Schacht, hat sich offiziell für die Position des Cheftrainers der Fußballnationalmannschaft der Menschen mit geistiger und Lernbehinderung beim Deutschen Behindertensportverband (DBS) beworben (FUBA-NET berichtete). Warum er das Erbe von Willi Breuer antreten möchte, erläuterte er im Gespräch mit FUBA-NET.

FUBA-NET: Herr Schacht, zunächst schien es ein Gerücht zu sein, aber nun ist ihre Bewerbung für den Posten des DBS-Nationaltrainers wohl offiziell?

Dietmar Schacht: Ja es stimmt, ich gehöre zu den Kandidaten, die zur Auswahl stehen. Ich habe mich am Dienstag beim DBS in Duisburg vorgestellt und verschiedene Gespräche geführt.

FN: Wie kam es überhaupt dazu?

Schacht: Ich habe natürlich die Berichterstattung über die INAS-FID WM im letzten Jahr verfolgt. Die großartige Leistung des Teams um Willi Breuer hat mich schon sehr beeindruckt. Nach seinem Rücktritt wäre ich bereit, die von ihm begonnene Pionierarbeit fortzusetzen.

FN: Würde eine Honorar-Tätigkeit beim DBS nicht in einen Konflikt geraten mit ihrer hauptamtlichen Tätigkeit? Sie sind ja schließlich Trainer des Frauen-Bundesligisten SC 07 Bad Neuenahr.

Schacht:Nein, da gibt es überhaupt kein organisatorisches Problem – ganz im Gegenteil. Die Belastung eines Chefcoachs beim DBS ist nicht groß, denn sie umfasst ja gerade einmal vier Leistungslehrgänge im Jahr. Inwieweit Umfeldarbeit hinzukommt, wird man sehen, wenn überhaupt erst einmal eine Entscheidung steht. Meine Trainertätigkeit bei den Damen von Bad Neuenahr wird davon nicht berührt. Es ist doch ein Vorteil, weil so die Nähe zum DFB und professioneller Infrastruktur gegeben ist.

FN: Was hat sie denn tatsächlich zu einer Bewerbung beim DBS motiviert?

Schacht:Was mich bei den DBS-Spielern während der WM beeindruckt hat, ist der Ehrgeiz und der Wille etwas erreichen zu wollen. Und wenn ich es nicht gewusst hätte, dass es sich um Spieler mit einer geistigen Behinderung handelt, wäre es mir nicht aufgefallen. Der Erfolg des dritten Platzes gibt der Arbeit von Breuer Recht. Ich bin bereit hier anzusetzen und zu helfen. Natürlich wäre die EM 2008 in England ein Ziel und eine sehr reizvolle Aufgabe.

FN: Haben Sie denn überhaupt Erfahrung mit der Klientel geistigbehinderter Menschen?

Schacht:Nein, ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte schon einmal Menschen mit Behinderung trainiert. Ich denke, dass dies nicht unbedingt ein Nachteil ist. Ich arbeite sehr gerne mit Menschen und habe auch in meiner Fußballschule schon Kontakte zu Personen gehabt, die hyperaktiv oder verhaltensauffällig waren. Dies setze ich gar nicht erst in den Fokus. Irritiert war ich eher, dass die Eltern vorab unsicher waren und fragten ‚darf mein Junge überhaupt mitspielen?’ Aber genau das ist doch Integration.

FN: Ein neues ungewohntes Umfeld wäre für Sie nicht problematisch?

Schacht:Überhaupt nicht! Ich bin grundsätzlich für alle Seiten offen. Als ich vor zwei Jahren in den Frauenfußball wechselte, haben mir das nur Wenige zugetraut. ‚Nach einer Woche ist der wieder weg’ wurde geunkt. Ich bin noch da und wir haben eine tolle Saison trotz sechs schwerverletzter Spielerinnen absolviert. Mich reizt eine mögliche Tätigkeit beim DBS sehr und ich glaube ich passe vom Typ her gut zum Team.

FN: Wie geht es nun weiter, wovon gehen Sie aus?

Schacht:Mit mir ist nun erst einmal persönlich am Dienstag gesprochen worden. Es gibt noch zwei Mitbewerber, wie ich hörte, wovon einer aus dem Verband selber kommt. Ich habe meine Arbeitsweise deutlich gemacht. Beide Seiten haben sich beschnuppert. Schau’n wir mal, wie sich der DBS in den nächsten Wochen entscheidet und dann sehen wir weiter.
 

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Ex-Profi Dietmar Schacht im engeren Kreis
Wer wird Nachfolger von DBS-Bundestrainer Willi Breuer?

(Duisburg, 12.06.2007) In die Nachfolgeregelung des zurückgetretenen DBS-Bundestrainers Willi Breuer kommt drei Tage vor Ende des Bewerbungsverfahrens langsam Bewegung. Nachdem der Deutsche Behindertensportverband (DBS) den Cheftrainerposten für die Fußball-Nationalmannschaft der Menschen mit geistiger Behinderung und Lernbehinderung Mitte Mai öffentlich ausgeschrieben hatte, gibt es nun nach Auskunft aus dem DBS-Umfeld drei Bewerbungen, die in eine engere Auswahl kommen. Unter Ihnen ist ein in Fußballkreisen durchaus bekannter Name.
Der 44-jährige Dietmar Schacht, ehemals Bundesligaprofi bei den Ruhrgebietsvereinen MSV Duisburg und Schalke 04 gab nach FUBA-NET Recherchen am heutigen Dienstag seine Bewerbungsunterlagen am Sitz des Verbandes in Duisburg-Wedau ab. Schacht, der hauptberuflich als Trainer der Frauen-Bundesligamannschaft des SC Bad Neuenahr-Ahrweiler tätig ist, verband den Termin mit einer Stippvisite beim Länderpokal der Fußballer mit geistiger Behinderung, der zurzeit in der Sportschule Wedau ausgetragen wird.
Auf Anfrage von FUBA-NET bestätigte Schacht am Abend sein Interesse am Job des Nationaltrainers: „Es ist richtig. Ich gehöre zu den Kandidaten, die zur Auswahl stehen.“ Schacht sieht die Tätigkeit als besonders reizvolle Aufgabe gerade im Hinblick auf die bevorstehende Europameisterschaft 2008 in England. Ob die Wahl auf den ehemaligen Abwehrspieler, der in Fachkreisen als gradliniger Hardliner beschrieben wird, oder einen der zwei Mitbewerber fällt, bleibt bis mindestens Ende Juni offen. FUBA-NET erfuhr, dass sich neben Schacht auch der Landestrainer Fußball des Behindertensportverbandes Nordrhein-Westfalen (BSNW), Erwin Mischkin-Herbrügger, für das Amt beworben habe. Wer die dritte Person im Rennen um die vakante Stelle ist, wurde bislang nicht bekannt.
Aus fußballerischer Sicht wäre Schacht ideal. Aufgrund seiner Trainertätigkeit beim Bundesligisten in Bad Neuenahr, die laut Schacht „überhaupt kein organisatorisches Problem – eher im Gegenteil“ mitbringt, wäre die Nähe zu professionellen Strukturen und auch zum DFB gewährleistet. Demgegenüber steht Mischkin-Herbrüggers Nähe zum Behindertensportverband verbunden mit pädagogischen Kompetenzen aufgrund seiner Haupttätigkeit in den Bielefelder Bodelschwing’schen Anstalten Bethel. Es scheint als stünde der DBS vor einer personellen Grundsatzentscheidung im begonnenen Reformprozess um eine Neuorientierung des Behindertenfußballs. Eine professionelle, leistungssportorientierte Ausrichtung steht einer eher strukturerhaltenden Option gegenüber. Vielleicht verkörpert der unbekannte Dritte am Ende beides und garantiert so einen Aufbruch in die Zukunft, der allen Beteiligten genügen kann. Willi Breuer wird’s bei weiterhin „nur“ vier Lehrgängen im Jahr eher egal sein. Über einen progressiven Ansatz würde er sich sicherlich dennoch freuen.
 

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Uhlsport wird Ausrüster und Sponsor der FUBA-NET Liga
Sportartikelhersteller unterstützt das neue FUBA-NET Angebot auf breiter Ebene

Zum Start der neuen FUBA-NET Liga für Menschen mit geistiger Behinderung kann FUBA-NET erstmals einen Sportartikelhersteller als Ausrüster und Sponsor vermelden. Das im süddeutschen Balingen ansässige Unternehmen fördert die neue Liga-Idee auf breiter Ebene.

Neben Turnier- und Trainingsbällen in hoher Anzahl für alle teilnehmenden Mannschaften stattet der Ausrüster des MSV-Duisburg auch den ersten Champion der FN-Liga mit einem Trikotsatz aus. Als besonderes Schmankerl lädt Uhlsport das "AllStar-Team" der Liga, welches nach Saisonabschluss nicht nur die besten sondern u.a. auch die fairsten Spieler und größten Pechvögel kürt, zu einem Bundesligaspiel in die Uhlsport-Loge der MSV-Arena ein. "Das ist für die Spieler eine Riesensache - ein toller Preis, der stärker den Gedanken von Gemeinschaft als den Wert der sportlich besten Leistung in den Vordergrund stellt. Das ist es ja gerade, was wir mit der neuen Liga im Sinne der Spieler erreichen wollen", sagte Dennis Loss, einer der Initiatoren der FN-Liga und Trainer der teilnehmenden Fliedner Werkstätten aus Mülheim an der Ruhr.
::: Mehr zur neuen FUBA-NET Liga
 

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Adolf Blum krönt Abschiedsspiel mit eigenem Tor
Horst Hrubesch beobachtet deutschen 4:1-Sieg über Vizeweltmeister Holland

(Süderneuland, 27.05.2007) Einen schöneren Abschied hätte sich Routinier Adolf Blum wohl kaum vorstellen können. In seinem letzten Spiel für das deutsche Fußball-Nationalteam der Menschen mit geistiger Behinderung brachte er seine Mannschaft mit seinem 1:0 in der 13. Minute schon früh auf die Siegerstraße. Dass ausgerechnet er als Innenverteidiger in seinem Abschiedsspiel im eigenen Stadion als Torschütze gefeiert wird, hatten sich die meisten der rund 1.000 Zuschauer im friesischen Süderneuland sicherlich erhofft. Es sollte wahr werden und war insgesamt das I-Tüpfelchen eines rund um gelungenen Events, das der Süderneulander SV zu Ehren seines wohl berühmtesten Vereinsmitglieds am heutigen Pfingssonntag veranstaltete.

Schon vor dem Spiel wurde Blum gebührend verabschiedet. Gast-Coach Willi Breuer überreichte stellvertretend für Bayern-Star Lukas Podolski ein von ihm persönlich signiertes Trikot. Als Vertreter des DFB war Horst Hrubesch angereist, um die Verdienste des Abwehrrecken zu würdigen. Mit persönlichen Worten und Präsenten ehrte er die Verdienste Blums und bereitete ihm so eine besondere Freude - ist für Blum als bekennendem HSV-Fan doch der ehemalige Stürmer der Hamburger ein persönliches Vorbild. "Es war ein stimmungsvoller Abschied, der nicht besser hätte insziniert werden können", konstatierte ein sichtlich zufriedener Teamchef Wolfgang Warnke. Als Blum zwei Minuten vor dem Abpfiff von Willi Breuer ausgewechselt wurde, brannte Jubel und Applaus im weiten Rund des VGH-Stadions auf. Breite Anerkennung für einen Spieler, der als Teilnehmer bei drei Weltmeisterschaften und drei Europameisterschaften seit 1994 viel für den Fußballsport der Menschen mit geistiger Behinderung geleistet hat.

Sportlich überraschte das deutsche Team, das auf zahlreichen Positionen neu besetzt war. Gegen den amtierenden Vizeweltmeister, der ebenfalls auf sieben Positionen Debütanten einsetzte, zeigten die Spieler um den Essener Rekordnationalspieler Andreas Timm eine gute Leistung mit einer hervorragenden kämpferischen Einstellung. Auch wenn der deutsche Trainerstab Revanchegefühle aufgrund der 0:5-Niederlage im INAS-FID WM-Halbfinale im letzten Jahr gar nicht erst aufkommen lassen wollte, begann das Spiel ruppig und war in der ersten Hälfte von vielen Nicklichkeiten geprägt. Vor Blums 1:0 hätten die Niederländer in Führung gehen können, trafen jedoch zweimal nur Pfosten und Latte des Gehäuses von Dirk Müller. "Die Rivalität zwischen beiden Teams äußert sich auf dem Platz und ist eine Herausforderung für den Schiedsrichter. Heute schien die Schiedsrichterin in der ersten Hälfte überfordert zu sein, bekam aber in Halbzeit zwei das Spiel in den Griff", meinte Warnke nach dem Spiel. Timm (18.) und Neuling Daniel Horn (36.) erhöhten auf 3:0 bevor den Holländer kurz vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer gelang.

In der zweiten Hälfte kontrollierte das deutsche Team die Partie weitestgehend. Der Bottroper Wissam El Hamadi sorgte dann in der 78. Minute für die Entscheidung. Auf Seiten des Vizeweltmeisters machte sich vor allem das Fehlen von WM-Torschützenkönig Danny Schreurs bemerkbar, der unglücklicherweise in seiner ersten Profisaison beim niederländischen Zweitligisten Fortuna Sittard einen Kreuzbandriss erlitt. "Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Beide Mannschaften sind allerdings mit jenen bei der WM nicht mehr vergleichbar. Es war eigentlich wie immer: Bei Welt- oder Europameisterschaften verlieren wir gegen das Team von Rene Bouma und in Testspielen, wenn es um fast nichts geht, haben wir die Nase vorn. Heute ging es um was. Wir haben alle für Adolf gespielt und verdient gewonnen", resümierte Warnke.
 

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Deutschland gegen Holland zum Abschied von Adolf Blum
DBS-Nationalteam empfängt den Vizeweltmeister am Sonntag in Süderneuland

(Essen, 25.05.2007) Am Pfingstsonntag werden noch einmal Erinnerungen an das zweite deutsche Sommermärchen aus dem vergangenen Jahr wach. Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft der Menschen mit Behinderung im ostfriesischen Süderneuland auf Vizeweltmeister Holland trifft, werden vor allem die deutschen Kicker das verlorene WM-Halbfinale gegen den Rivalen aus dem Nachbarland im Kopf haben und auf eine Revanche brennen.

Im Mittelpunkt des Spiels steht jedoch die Verabschiedung eines Urgesteins des deutschen Behindertenfußballs. Adolf Blum war in den letzten zehn Jahren als Innenverteidiger eine feste Größe in der deutschen Hintermannschaft. Mit seiner Teilnahme an jeweils drei Welt- und Europameisterschaften ist die "deutsche Eiche", wie ihn Ex-Bundestrainer Willi Breuer in Anbetracht seiner Robustheit und Zuverlässigkeit nannte, einer der Rekordnationalspieler neben dem Essener Andreas Timm und Keeper Dirk Müller aus Aachen.

Seinen Abschied aus dem deutschen Nationalteam möchte ihm nun die Behindertensportabteilung seines Heimatvereins Süderneulander SV versüßen. Als Veranstalter und Ausrichter lädt die BSA ins VGH-Stadion in Süderneuland ein: Am Pfingstsonntag, den 27. Mai 2007 um 14:00 Uhr wird der Anpfiff zum "Re-Match" gegen die starken Niederländer erfolgen. Rein sportlich betrachtet stehen die Chancen der deutschen Mannschaft eher schlecht. Gut 50% des WM-Kaders steht dem Übergangs-Trainerstab der Nationalmannschaft nicht zur Verfügung. Ahmet Demir fehlt weiterhin aus disziplinarischen Gründen und auch auf die starken Offensivkräfte Rodel Schmitz, Patrick Schwandt, Sipan und Joan Miro sowie Roberto Oliveira muss das Team verzichten. Ob Kapitän Guido Skorna und Keeper Dirk Müller anreisen werden, war am heutigen Freitag noch unklar. "Wir sind klarer Außenseiter", stellt Interimscoach und Teammanager Wolfgang Warnke klar, "man muss allerdings mal abwarten, welches Team die Holländer aufbieten können."

Ex-Bundestrainer Willi Breuer, der Warnke ehrenamtlich ein letztes Mal zur Seite stehen wird, will beim Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen Adolf Blum im Mittelpunkt des Geschehens sehen. Gegenüber FUBA-NET äußerte er sich heute: "Ich bin bestrebt die Schärfe einer Revanche aus der Veranstaltung zu nehmen. Es soll ein großartiger Abschluss für Adolf werden, denn seine Verdienste sind groß. Darum geht es am Sonntag in erster Linie!" Zur Verabschiedung Blums im hohen Norden hat sich mediale Prominenz angekündigt. Neben einem Team des WDR-Fernsehens wird auch der ehemalige HSV-Star Horst Hrubesch in Süderneuland erwartet. Lukas Podolski überreichte Willi Breuer stellvertretend am Donnerstag ein Geschenk für Blum und machte damit erneut seine Verbundenheit zum DBS-Team deutlich. "Es gibt einige Persönlichkeiten im Sport und bei den Medien, die Wort gehalten haben und das Nationalteam weiterhin begleiten. Das freut mich persönlich sehr", sagte Breuer, der die Veranstaltung in Süderneuland als einen seiner letzten öffentlichen Auftritte im Zusammenhang mit dem DBS-Team sieht. "Ich bin ja offiziell nicht mehr im Trainerstab, aber die Bindung ist halt noch sehr stark und wird es auch bleiben. Zu Adolfs Ehren möchte ich natürlich noch einmal gerne an der Seitenlinie mitfiebern."
 

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Nachfolger für Breuer gesucht
DBS schreibt Cheftrainer-Posten für Nationalmannschaft aus

(Duisburg, 23.05.2007) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS e. V.) besetzt zum nächstmöglichen Termin die Position des Cheftrainers/-in Fußball für die Nationalmannschaft der Sportler mit geistiger und Lernbehinderung. Nach dem Rücktritt des über 14 Jahre tätigen Kölners Willi Breuer, forciert der DBS damit die Suche nach einem Nachfolger, um das Team gezielt auf die EM 2008 in England vorzubereiten.

Erwünscht sind: Qualifikation des DFB (sofern möglich), Erfahrungen in der Trainertätigkeit, frühere Tätigkeiten im Behindertensport, Studiengang „Rehabilitationssport“. Die Aufgaben umfassen u. a. Betreuung der Nationalmannschaft bei internationalen Veranstaltungen, Planung und Durchführung zentraler Lehrgangsmaßnahmen, Erstellung von Trainingsplänen, Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, Talentsichtung, Mitarbeit bei der Erstellung von Konzeptionen sowie kooperatives Wirken in den Gremien des Verbandes und der Abteilungsleitung. Die Vergütung erfolgt nach der gültigen Honorarordnung des DBS.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juni 2007.

Kontakt:
Deutscher Behindertensportverband e. V.
Ralf Kuckuck
Friedrich-Alfred-Str. 10
47055 Duisburg
Tel.: 0203/7174 167/Fax: - 178
Email: kuckuck@dbs-npc.de
 

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"Das Spiel nicht um jeden Preis mitspielen"

(Gelsenkirchen, 12.05.2007) Yves Eigenrauch, Schirmherr des FUBA-NET Cup, bezieht nach seiner Schalke-Kritik und der Derby-Niederlage Stellung. Im Interview mit FUBA-NET erläutert er exklusiv seine Aussagen in der RevierSport Kolumne SPORTYVES und seine Wahrnehmung von Fußball, Kommerz und sozialem Engagement.
 


FUBA-NET: Yves, die letzten Wochen waren turbulent, zumindest die in der Öffentlichkeit ausgetragene Diskussion um Deinen offenen Brief an Gerd Rehberg und Olaf Thon. Wie geht es Dir heute an dem Tag, wo Schalke den Titel wohl verspielt hat?

Yves Eigenrauch: Soweit gut, danke – schließlich freue ich mich schon auf das Zelten mit meiner Frau und meiner Tochter. Die Diskussion um meinen offenen Brief und die damit verbundenen Reaktionen waren durchaus verständlich, wenngleich mir die Interpretationen hier und da recht abenteuerlich erschienen.
Die Situation, am vorletzten Spieltag die Tabellenführung verloren zu haben, ist schon hart, zumal das Spiel gerade gegen den BVB verloren wurde. Doch auch hier gilt: Die Meisterschaft wird im absoluten Sinn nicht an den letzten beiden Spieltagen vergeben. Leider wurden auch in dieser Saison einige Chancen vertan, frühzeitig von den Niederlagen der Konkurrenten zu profitieren.
 
FN: Heißt das, Du bist schadenfroh nach all den Querelen und dem von Dir angeprangerten Ausverkauf der Schalker Tradition an die vielen Nutznießer im kommerziellen Haifischbecken?

Eigenrauch: Warum sollte ich schadenfroh sein? Dafür gibt es keinen Anlass. Mir ist es nach wie vor egal, wer Deutscher Meister wird. Der Sport definierte sich für mich nie über Siege und Erfolge, sondern über das Spiel, wobei Schalkes Deutsche Meisterschaft für Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet schon schön gewesen wäre. Aber noch besteht ja die Chance auf den Titel. Außerdem ging es in meinem offenen Brief nicht darum, einen vermeintlichen Ausverkauf der Schalker Tradition populistisch anzuprangern! Es ging mir nur darum, möglichst viele Leute zum Nachdenken anzuregen und meine Verwunderung über die Art der Einladung zum Ausdruck zu bringen.
 
FN: Fragen wir einmal direkt: Wem rund um Schalke würdest Du den Titel tatsächlich nicht gönnen, denn gerade der letzte Satz Deiner RevierSport-Kolumne Anfang Mai hat enormen Wirbel an der Basis ausgelöst und die Fans gespalten?

Eigenrauch: Es geht nicht um das Nicht-Gönnen. Dieses Wort impliziert, dass ich verärgert wäre. Bin ich aber nun einmal nicht. Formuliert habe ich "Wünschen tue ich es euch jedenfalls bei Allem, was ich sehe, höre und lese nicht wirklich. Sorry, so spielt das Leben nun mal." Von Schalke sehe, höre und lese ich nun einmal mehr als von anderen Vereinen. Eigentlich hätte der offene Brief grundsätzlich an alle Erstligisten gerichtet sein können.
 
FN: Worum geht es Dir konkret, denn viele Fans, die Deine Ansicht teilen, sagen zu Recht, dass der gesamte Fußball der Maschinerie des Konsums unterworfen ist. Selbst bei unserem FUBA-NET Projekt für Fußballer mit Behinderung, welches Du als Schirmherr begleitest, ginge ohne Sponsoren wenig.

Eigenrauch: Nicht alles, "was nun mal so ist", ist gleichzeitig auch richtig. Es ist für Menschen wichtig ein Korrektiv zu haben. Das gilt für alle Bereiche des Lebens. Insbesondere die Sportpolitik und die Wirtschaft bedürften mehr Menschen, die gemeinsam sagen: So geht es aber nicht! Dass sich die Endscheider bei vielen Endscheidungen in einer schwierigen Situation befinden, steht außer Frage. Ich denke jedoch, dass es wichtig ist, das Spiel nicht um jeden Preis mitzuspielen. Und der Konsument sollte sich darüber im Klaren sein, dass er oftmals irregeführt wird. Ich möchte unterstellen, dass soziales Engagement bzw. Sponsoring in vielen Fällen nicht um der Sache Willen durchgeführt wird, sondern ob der Wirkung. Schließlich kommt es nicht von ungefähr, dass gerade Energieunternehmen -diese wurden ja durchaus heftig kritisiert- in den letzten Jahren verstärkt soziale oder kulturelle Projekte finanziell unterstützen. Dieses scheint ob der Wirkung auf die Öffentlichkeiten klar abgewogen. Eine diesbezügliche notwendige Sensibilität wünsche ich auch den Verantwortlichen des FUBA-NET Projekts – auch wenn es nicht immer der bequemste Weg ist.
 
FN: Hermann Bredenfeld und Hans Hülsmann, zwei Spieler der legendären 67er Fast-Aufstiegsmannschaft von Schwarz-Weiß Essen, machten kürzlich in einem Gespräch mit RevierSport deutlich, dass früher alles anders war. Kaum ein Spieler in der heutigen Zeit spiele noch aus ideellen vielmehr nur noch aus finanziellen Gründen für seinen Klub? Bist Du der Ansicht, dass 1997 die Mehrheiten noch anders verteilt war?

Eigenrauch: Anders war sicherlich einiges, aber nicht unbedingt besser. Auch damals lag bei vielen Spielern das geschäftliche Kalkül im Vordergrund. Dennoch kann man bei den Verweilzeiten in den Vereinen davon ausgehen, dass augenscheinlich eine stärkere Bindung zum Verein gegeben war.
 
FN: Du konntest direkt mitverfolgen, dass sich RWE und Gazprom um das FUBA-NET Cup Sponsoring eine Battle geliefert haben. Macht es für Dich einen Unterschied, dass RWE statt Gazprom nun das Projekt auch über einen längeren Zeitraum, so wie Du es Dir immer für die Idee an sich gewünscht hast, fördern will?

Eigenrauch: Eigentlich nicht. Ich wünsche mir allerdings, das RWE nicht in der klassischen "ach wie toll und engagiert wir doch sind"-Form das Projekt begleitet, sondern uns auch die eigene Firmenpolitik allgemeinverständlich und ehrlich zu vermitteln versucht. Es wäre schön, wenn man den Aussagen glauben schenken könnte und nicht nur Business gemacht würde ...
 
FN: Es geht Dir um die Menschen, das Prinzip und die Sache: nämlich den puren Fußball – Spaß, körperliche Fitness und die menschliche Begegnung auf Augenhöhe. Auf den Punkt gebracht: um "Zusammenspiel". Was hältst Du von dem Konzept rund um den FUBA-NET Cup NRW 2007, das ja unter diesem Titel steht?

Eigenrauch: Nicht irgendwelche Konzepte sind im Eigentlichen entscheidend, sondern die Aufnahmebereitschaft der Menschen. FUBA-NET bietet eine außergewöhnliche Möglichkeit, sich der Problematik der unbegründeten Diskriminierung anzunähern. Das ist toll! Ich kann nur immer wieder einen Satz von Marie von Ebner-Eschenbach, Schriftstellerin des 19./20. Jahrhunderts, zitieren, der besser nicht hätte formuliert werden können: "Immer wird die Gleichgültigkeit und die Menschenverachtung dem Mitgefühl und der Menschenliebe gegenüber einen Schein von geistiger Überlegenheit annehmen können."

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Blindenfußball auf dem Vormarsch in Deutschland
Cheftrainer/in-Stelle ausgeschrieben - 1. Leistungslehrgang in Essen geplant

(Duisburg/Essen, 27.04.2007) Die paralympische Sportart Blindenfußball ist auf dem besten Weg auch in Deutschland Strukturen rund um ein konkurrenzfähiges Team zu bilden. Nachdem im Mai 2006 erstmals ein internationales Turnier für Gastmannschaften aus Brasilien, England, Italien und Spanien in Berlin veranstaltet wurde, hat der Deutsche Behindertensportverband DBS sukzessiv daran gearbeitet, den Blindenfußball in Deutschland zu organisieren. Im Hinblick auf die kommenden paralympischen Spiele 2008 in Peking soll eine deutsche Nationalmannschaft aufgebaut werden. Aus diesem Grund schreibt der DBS die Stelle eines Cheftrainers oder einer Cheftrainerin offiziell aus. Die Ambitionen der bislang bestehenden Trainingsgruppen in Berlin, Würzburg, Stuttgart und Essen sollen auf diesem Wege gebündelt und koordiniert werden.
Erstmals veranstaltet der DBS einen Leistungs- und Sichtungslehrgang am letzten Juniwochenende im Essener goalfever center. DBS-Koordinator Ralf Kuckuck äußert sich begeistert: "Blindenfußball ist ein ungemein spannender Sport, sehr faszinierend für Sportler und Zuschauer. Das goalfever bietet mit der gesamten Infrastruktur, einer Rundumbande, dem Kunstrasen und dem Gästehaus hervorragende Bedingungen für einen ersten Lehrgang."
Beim Blindenfußball spielen vier Feldspieler und ein Torwart pro Team mit einem Rasselball, dessen Geräusche als Orientierung für die Spieler dienen. Die Feldspieler tragen Augenbinden, damit Menschen mit einem Restsehwert keinen Vorteil haben, während die Torhüter als Sehende mitspielen. In Südamerika ist der Sport, der 2004 erstmals in Athen bei den Paralympics vertreten war, (noch) weitaus verbreiteter als in Europa.
 

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Gazprom würdigt erneut den FUBA-NET Gedanken
Waldschule Hünxe zum Spiel gegen Cottbus eingeladen

(Gelsenkirchen, 21.04.2007) Zehn Spieler der Waldschule Hünxe für Menschen mit geistiger Behinderung waren begeistert von dem Besuch des Spiels Schalke gegen Cottbus in der Gelsenkirchener Arena. Der russische Energiekonzern und Schalke-Hauptsponsor Gazprom hatte bereits zum zweiten Mal (::: Heimstatt Engelbert in Hannover) ein Team des FUBA-NET Cups eingeladen, um stellvertretend die Anerkennung für das innovative Projekt deutlich zu machen. Für Christopher Tadday und seine Mannschaftskameraden war es ein überwältigender Nachmittag nicht zuletzt aufgrund des 2:0-Heimsieges seiner Schalker: „Ich war noch nie in der Arena – das ist total geil! Schalke hat gewonnen und wird nun bestimmt auch Deutscher Meister“, prophezeite der Schüler aus Hünxe.
"Der FUBA Net Cup ist für uns ein vorbildliches Beispiel, wie Menschen mit Behinderungen tatsächlich integriert werden können. Und all das spielerisch durch die schönste Nebensache der Welt. Darüber hinaus waren wir begeistert von der Leidenschaft und der Zielstrebigkeit der Organisatoren", erläuterte Gazprom-Vertreter Robert Scheller im Rahmen des gestrigen Spiels gegen Cottbus.
Gazprom hatte in den letzten Wochen verstärktes Interesse an einem Hauptsponsoring des FN-Cups NRW 2007 gezeigt, möchte aber nun aufgrund der Zusage von RWE das Engagement mit der gestrigen Aktion zugunsten der Waldschule Hünxe abschließen. „Natürlich fühlten wir uns geehrt, dass unsere Idee gleich bei mehreren, potentiellen Partnern eine solche Resonanz erfährt. Letztlich mussten sich beide Energiekonzerne einigen“, erklärte Thomas Wein von FUBA-NET. Scheller meinte hierzu: "Da RWE ein langfristiges Engagement im Behindertensport nun durchgesetzt hat, stand es für uns außer Frage unsere Bemühungen zurückzustellen. Das wichtigste hierbei sind nicht die jeweiligen Unternehmen, sondern das Wohl des Behindertensports und die Zielstellung der Integration der Menschen mit Behinderungen.“
 

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"Wenn nicht jetzt, wann dann?"
Ex-Nationaltrainer Breuer hat DBS-Kapitel abgeschlossen

(Duisburg 21.04.2007) Im Vorfeld des Lehrgangs der Nationalmannschaft der Fußballer mit geistiger Behinderung an diesem Wochenende in der Sportschule Wedau, traf der zurückgetretene Nationaltrainer Willi Breuer noch einmal zu einem Gespräch mit Vertretern der Behinderten-Sportverbände BSNW und DBS zusammen. Auf der Grundlage eines neuen Konzeptes wollte man noch einmal den zukünftigen Bundesverdienstkreuzträger überzeugen, in der bewährten Form für den Fußball der Menschen mit Behinderung tätig zu sein.
Gegenüber FUBA-NET und RevierSport machte der Sportlehrer allerdings deutlich, dass es keine Option für ihn sei. „Ich halte das Konzept grundsätzlich für gut. Aber viel geändert hat sich nicht. Vier Lehrgänge und ein Länderspiel pro Jahr entspricht nicht meinen Ansprüchen einer professionellen Trainerarbeit“, schilderte Breuer seine Beweggründe zur Ablehnung des Angebotes. „Es handelt sich ja gar nicht um ein neues Angebot. Im Kern bleibt alles beim Alten. Da grundsätzlich nur Honorartrainer zukünftig für den DBS arbeiten sollen, stehe ich nicht zur Verfügung. Punktuell bin ich aber gerne bereit, den Aufbau eines Trainerstabs als Berater zu begleiten.“
Auf die Frage wie es denn nun sportlich weitergehe, antwortete der Bergheimer optimistisch: „Ich bin nach allen Seiten offen. Ich kann mir durchaus vorstellen für einen Amateurverein tätig zu werden. Nach den Erfahrungen als Jugendtrainer beim 1.FC Köln und nicht zuletzt beim DBS habe ich gezeigt, dass ich Einfühlungsvermögen in komplexe Sozialstrukturen habe. Warum sollte ich nicht als Trainer auf einer anderen Ebene als dem Behindertensport aktiv sein.“ Ohne Groll und Enttäuschung blicke er auf die 14-jährige Tätigkeit beim DBS zurück. Durch seine massive öffentlich vorgetragene Forderung nach einer hauptamtlichen Anstellung habe er eigennützig gehandelt und sicherlich für Aufregung gesorgt. Durchaus selbstkritisch meinte Breuer: „Bestimmt habe ich mich ein Stück weit selber disqualifiziert, aber ich habe halt meine Vorstellungen im Sinne des Sports und im Sinne der Aktiven, wenn man beim DBS die Ziele für die kommenden Meisterschaften so hoch hängt.“
Die nachträgliche Disqualifikation des deutschen Teams bei der WM 2006 im eigenen Land kommentierte er aus seiner Sicht gelassen: „Der Trainerstab hat sich nichts vorzuwerfen. Es ist letztlich ein Kompromiss zugunsten unserer Spieler, denn die psychologischen Tests waren ebenso in Ordnung wie die sportliche Leistung und das ist gut so. Die Spieler dürfen ihre Medaillen behalten, das ist wichtig. Leider wurde auf der Geschäftsstelle nicht dynamisch genug gearbeitet. Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen.“ Auf die Zukunft und das eigene persönliche Befinden angesprochen schmunzelt Breuer: „Mir geht es einfach gut. Mit dem dritten Platz bei einer WM kann ich das Kapitel DBS gut abschließen. Ich möchte es mit der Kölner Band „De Höhner“ sagen: Wenn nicht jetzt, wann dann?“
 

DBS rudert nach Teilerfolg in Tunis zurück
INAS-FID hält Disqualifikation aufrecht – Spieler dürfen Medaillen behalten

(Duisburg/Tunis 20.04.2007) Der Einspruch des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gegen die nachträgliche Disqualifikation der Nationalmannschaft der Fußballer mit geistiger Behinderung bei der WM hatte nicht den erhofften Erfolg. Das am gestrigen Donnerstag in Tunis tagende Exekutivkomitee des Weltverbandes INAS-FID behält die im November 2006 gefällte Disqualifikationsentscheidung aufrecht, aufgrund einer unzureichenden Dokumentation der Registrierungsunterlagen. Demnach bleibt der dritte Platz Deutschlands formell aberkannt, während hingegen die deutschen Kicker ihre Bronze-Medaillen behalten dürfen.

Bereits am gestrigen Abend schien sich eine Niederlage abzuzeichnen, als DBS-Präsident Karl Hermann Haak auf telefonische Anfrage von RevierSport online Auskünfte über den Ausgang der Verhandlungen in Tunis verweigerte und auf eine offizielle Pressemitteilung am heutigen Freitag verwies. In dieser wertet Haak die Verhandlungen nun als Erfolg und zeigt sich erleichtert von der Entscheidung der Generalversammlung, da erreicht werden konnte, „dass sowohl die Spieler als auch unsere nationalen Sachverständigen rehabilitiert sind“.

Offen bleibt somit die Frage, wo die Fehler gemacht wurden, die nun die Disqualifikation aus formellen Gründen endgültig macht. Wenn die psychologischen Tests den internationalen Kriterien zu entsprechen scheinen, werden den Offiziellen nun offensichtlich entscheidende Versäumnisse bei der formellen Registrierung und organisatorischen Abwicklung vorgeworfen. INAS-FID macht in seiner Begründung deutlich, dass die organisatorische Verantwortlichkeit des ausrichtenden DBS mitentscheidend für die Aufrechterhaltung der Disqualifikation war. Dass dies dem Ausrichter einer WM nicht gut zu Gesicht steht, dürfte allen Beteiligten klar sein Folgerichtig gibt Präsident Haak in der Pressemitteilung des DBS offiziell zu Protokoll: „Dieses Ergebnis bestätigt mich darin, dass der begonnene Konsolidierungs- und Reformprozess innerhalb unseres Verbandes konsequent fortgeführt werden muss. Dazu muss der gesamte Vorgang, der zur Disqualifikation geführt hat, präzise aufgearbeitet werden.“

Auf telefonische Nachfrage von RevierSport am heutigen Vormittag bekräftigt Haak diese Haltung: „Es sind unbestritten Fehler gemacht worden. Während der Organisation der WM geriet das operative Geschäft und die Supervision der Registrierung in Konflikt. Uns war es im Verlauf der Verhandlung in Tunis wichtig, im Sinne der Betroffenen, der Spieler mit geistiger Behinderung, unsere Strategie zu ändern. Dies ist aus sportpolitischer Sicht richtig und sehr wichtig.“ Haak nimmt hiermit Bezug auf eine angestrengte Klage des Weltverbandes INAS gegen das Internationale Paralympische Komitee (IPC), mit der eine Integration der Sportler mit geistiger Behinderung bei den nächsten Paralympischen Spielen in Peking 2008 erreicht werden soll. Vor diesem Hintergrund müsse man die konsequente Linie von INAS-FID sehen. Eine Anrufung des internationalen Sportgerichtshofes CAS in Lausanne wird laut Haak nun nicht mehr angestrengt. Neben dem deutschen Team wurden auch die Nationalmannschaften Mexikos und Nordirlands aufgrund formeller Registrierungsfehler nachträglich disqualifiziert.

DBS-Präsident Haak: „Es besteht Klärungsbedarf“
Verhandlung des Einspruchs gegen Disqualifikation in Tunis

(Duisburg, 18.04.2007) Am morgigen Donnerstag wird das Exekutivkomitee des Weltverbandes der Sportler mit geistiger Behinderung INAS-FID den Einspruch gegen die nachträgliche Disqualifikation der deutschen Fußballnationalmannschaft verhandeln. Der dritte Platz bei der WM 2006 im eigenen Land war den Kickern um Coach Willi Breuer im November aberkannt worden. Als Gründe wurden vom Weltverband formale Fehler sowie nicht anerkannte diagnostische Testverfahren in der Beurteilung einer geistigen Behinderung bei deutschen Athleten angeführt. Der deutsche Behindertensport-Verband (DBS) entsendet mit Präsident Karl-Hermann Haak und Vizepräsident Lutz Worms die Führungsspitze zur Anhörung nach Tunesien. Vor seiner Abreise nach Tunis sprach FUBA-NET mit Haak über die aktuelle Situation, die Strategie des DBS und Zukunftsperspektiven.

FUBA-NET: Herr Haak, der morgige Tag ist richtungsweisend für den leistungsorientierten Wettkampfsport von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland. Unter welchen Vorzeichen reisen Sie nach Tunesien?

Karl-Hermann Haak: Die Situation ist nicht einfach. Der Weltverband ist auf zahlreiche Anfragen und Eingaben von unserer Seite im Vorfeld nicht eingegangen. Diese Vorgehensweise ist nicht nachvollziehbar.

FN: Im Raum stehen formale Fehler sowie falsche Registrierungsunterlagen. Inwiefern können diese Vorwürfe entkräftet werden?

Haak: Die formalen Fehler sind vom Tisch. Diese bezogen sich auf Fristen, die unter anderem auch von Nordirland, Mexiko, Ungarn, Südafrika, Frankreich und dem Weltmeister Saudi-Arabien nicht eingehalten wurden. Eine Verlängerung auf den 15. Dezember 2006 wurde nun eingehalten. Dies ist nicht mehr Gegenstand der Verhandlung. Gravierender ist der Hauptgrund der Disqualifikation. INAS erkennt unseren Einsatz der Test- und Diagnoseverfahren als nicht ausreichenden Nachweis der vorliegenden Behinderung unserer Athleten. Dies ist aus unserer Sicht völlig abwegig.

FN: Haben die deutschen Psychologen nicht zugelassene Verfahren angewendet?

Haak: Aus unserer Sicht ist dies natürlich nicht der Fall. Wir haben uns an das Regelwerk des Weltverbandes gehalten. INAS gibt Beispiele aber keine normierten Verfahren vor. Eine regionale und wissenschaftliche Kongruenz muss gewährleistet sein. Dies haben wir getan. Nach Prüfung unserer Testverfahren verweist INAS plötzlich und ausschließlich auf englischsprachige Instrumentarien. Diese sind aber nicht ohne weiteres auf den deutschsprachigen Raum übertragbar. Die aus wissenschaftlicher Sicht für Deutschland normierten Tests wurden durch die Fachleute des Weltverbandes nicht akzeptiert. Wir fordern nun absolute Transparenz und die Offenlegung und den Vergleich aller Daten und Kriterien die INAS auch in Bezug auf die anderen WM-Teilnehmer.

FN: Wie werden Sie vorgehen, wenn die Forderungen nicht gehört werden und die Disqualifikation bestehen bleibt?

Haak: Wir werden in diesem Fall den internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne anrufen, um eine neutrale Beurteilung aller erhobenen Tests aller Teilnehmer zu erwirken. Davon unabhängig muss man allerdings konstatieren, dass ohnehin grundsätzlicher Klärungsbedarf besteht. Es handelt sich um ein Sportpolitikum, dessen Wurzeln im wissenschaftlichen Bereich liegen.

FN: Sie sprechen die seit Jahrzehnten bestehende Diskussion über einheitliche Definition von geistiger Behinderung an?

Haak: Sie sagen es. Schauen Sie, die Diskrepanz ist an einem einfachen Beispiel festzumachen: Wenn in einem Testverfahren das Verhalten einer Person mit Migrationshintergrund in einer potentiellen Konfliktsituation beurteilt werden soll, muss man differenzieren ob Sozialisationsgründe oder Defizite der geistigen Entwicklung die Hauptrolle spielen. Dies ist aber kompliziert und bedarf einer breiten Analyse des gesamten sozialen Umfeldes. Interviews und Sprachtests müssen in eine Bewertung miteinfließen. Moderne Tests berücksichtigen dies. Wir orientieren uns daran und verfahren nicht nach Schema F.

FN: Wie kann es denn überhaupt im Geistigbehindertensport weitergehen. Haben Sie konkrete Vorstellungen?

Haak: Es ist ein Unding, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung grundsätzlich von den paralympischen Spielen ausgeschlossen sind. Diese Menschen werden pauschal diskrediert. Offensichtlich schafft es auch ein Weltverband wie INAS nicht, hier für Transparenz und klare Regelungen zu sorgen. Es besteht ein großer Handlungsbedarf. Aus diesem Grunde habe ich mit meiner Nachfolgerin im Amt des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Frau Karin Evers-Mayer, beschlossen, eine internationale Konferenz zu diesem Thema zu planen.

Breuer erhält Bundesverdienstkreuz
Ehrungen für besondere Verdienste im Behindertensport

(Köln, 14.04.2007). Der ehemalige Trainer der Fußballnationalmannschaft der Menschen
mit geistiger Behinderung, Willi Breuer, wird in diesem Jahr mit zwei Ehrenpreisen ausgezeichnet. Am 4. Juni erhält er den Ehrenpreis für soziales Engagement des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und wird am 8. September mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung wird durch den NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers übergeben. Auf der Burg Heimerzheim wird der 52-jährige für besondere Verdienste im Behindertensport ausgezeichnet.
Breuer, der nach seiner aktiven Fußballlaufbahn in der Oberliga die A-Lizenz erwarb, stand zunächst für fünf Jahre als Jugendtrainer in Diensten des 1. FC Köln, wo er unter anderem in der D- und C-Jugend die heutigen Nationalspieler Lukas Podolski und Lukas Sinkiewicz
förderte. Von 1992 bis 2007 war er als Honorartrainer des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) verantwortlich für den Aufbau einer Nationalmannschaft für Menschen mit geistiger Behinderung. Den größten sportlichen Erfolg feierte Breuer im vergangenen Jahr, als sein Team den dritten Platz bei der INAS-FID WM 2006 in Deutschland errang. Der gelernte Drucker und Vater von vier Kindern lebt mit seiner Familie in Bergheim und arbeitet seit 1986 hauptberuflich bei den REHA-Betrieben Erftland.

RWE wird Hauptsponsor bei FUBA-NET
FN-Cup steht im Zentrum des Engagements

(Essen, 13.04.2007) FUBA-NET kann einen neuen Hautsponsor für den integrativen FUBA-NET Cup vermelden. Der Essener RWE-Konzern setzt das Engagement des Tochterunternehmens ELE (Emscher Lippe Energie) fort, das in den letzten drei Jahren das innovative Turnier förderte. Ausschlaggebend war unter anderem die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten während der INAS-FID
Fußball WM 2006 an den Spielorten Bottrop und Essen sowie die strategische Ausweitung des gesamten Projektes.
Das im letzten Jahr bereits auf NRW-Ebene ausgeweitete Turnier hat sich in der Behindertensportszene etabliert und kann nun folgerichtig und richtungsweisend auf einen starken Partner setzen. Gerade die Förderung des integrativen Moments (Fußballer mit und ohne Behinderung spielen in einem gemeinsamen Team) liegt dem Essener Versorger besonders am Herzen. Innerhalb der nächsten 14 Tage wird der FN-Cup 2007 offiziell vorgestellt. Das Turnier ist als Wochenend-Event für Oktober 2007 vorgesehen.

Tufan ist eine echte Verstärkung
DBS-Nationalspieler kickt für Eintracht Recklinghausen

(Recklinghausen, 13.04.2007) Ein deutscher Fußball-Nationalspieler wechselt in die Kreisliga
B. Was auf den ersten Blick unglaublich klingen mag, ist im Fall von Tufan Civelek Realität. Der 23-jährige ist seit 2003 aktiver Spieler in der deutschen Nationalmannschaft der Menschen mit geistiger Behinderung. In der Winterpause kehrte er seinem Heimatverein Kültürspor Datteln den Rücken und ging zum ambitionierten B-Ligisten Eintracht 83 Recklinghausen. Zuvor hatte der gelernte Verteidiger maßgeblichen Anteil am guten sportlichen Abschneiden der Nationalmannschaft bei der INAS-FID Fußball-WM 2006 der Menschen mit Behinderung in Deutschland.
An seine erste Begegnung mit dem runden Leder erinnert sich Tufan Civelek, als ob es gestern gewesen wäre. Damals rollte seine Mutter dem damals 3-Jährigem einen Ball zu. „Ich schoss den Ball haargenau wieder zurück. Seitdem bin ich mit dem Fußball-Virus infiziert“, erzählt Civelek. Seine weitere Entwicklung fand auf den kleinen Seitenstraßen im Süden Dattelns statt. „Wir haben von morgens bis abends Fußball gespielt und hatten eines der besten Straßen-Teams der gesamten Umgebung. Schon früh stand für mich fest, dass ich Fußball-Profi werden wollte“, weiß der heutige Auswahlspieler. Schon in seiner Kindheit hatten die Gegner Respekt vor ihm. Schnell, beidfüßig und schussstark waren die Attribute, die ihm den Spitznamen „Roberto Carlos II“ einbrachten. Civelek, eines von insgesamt acht Geschwistern, sieht die INAS-FID WM 2006 als sein bisheriges Karriere-Highlight: „Das war schon eine tolle Sache. Leider hat es nicht zum ganz großen Wurf gereicht.“ Seinen Wechsel zur Eintracht bewertet Tufan Civelek positiv: „Bei Kültürspor bin ich häufig zwischen der ersten und zweiten Mannschaft gependelt. Das wollte ich nicht mehr.“
„Tufan ist eine echte Verstärkung für uns. Wir wollen in dieser Saison aufsteigen und deshalb freuen wir uns, dass er für uns spielt“, ist Hüseyin Korkmaz, Geschäftsführer der Eintracht, stolz auf die Verpflichtung eines Auswahlspielers, „wir kennen Tufan schon lange und wussten, dass er sich bei Kültürspor nicht mehr richtig wohl fühlte. Er hat sich gut bei uns eingelebt“, strahlt Korkmaz. Bei der Eintracht kommt Civelek auf der linken Mittelfeldseite zum Einsatz. „Leider hat Tufan unmittelbar nach seinem Wechsel eine Verletzung etwas zurück geworfen“, erinnert sich Korkmaz, „mittlerweile hat er sich aber wieder in die Stammelf zurück gespielt.“
Auf der roten Asche gibt es für die Mitspieler von Tufan Civelek nur eine Sache zu beachten: „Wir haben mit der Mannschaft über Tufan gesprochen. Sie mussten sich an ihn gewöhnen und er sich an die Mannschaft. Dieser Prozess verlief reibungslos. Tufan braucht auf dem Platz allerdings eine klare Bezugsperson, die ihm Anweisungen gibt. Wenn das zu viele machen, kommt er durcheinander“, erklärt Korkmaz.
„Tufan’s Stärken liegen eindeutig im Defensivbereich. Er zeigt in keiner Spielsituation Nerven, ist kämpferisch immer vorne dabei und hat eine sehr gute Schusstechnik. Darüber hinaus ist er ein grundehrlicher Typ“, bestätigt Wolfgang Warnke, Teammanager der deutschen Nationalmannschaft der Menschen mit Handicap, die Qualitäten des gebürtigen Dattelners. „Ab und an ist er zu ballverliebt und wenn das Spiel kompliziert wird, zeigt er Schwächen. Deshalb braucht er einen Trainer, der ihm von außen klare Ansagen gibt“, weiß Warnke.
Genau wie im Leben abseits des Fußballplatzes, wo Civelek derzeit versucht, wieder Arbeit zu finden. „Er hat mir erzählt, dass er wieder in die Behindertenwerkstatt zurück möchte, wo er schon einmal gearbeitet hat“, versucht Warnke, den Spielern auch im Privatleben mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Warnke: "Es geht weiter"
Aktuelles vom DBS

(Essen/Duisburg, 12.04.2007) Im tunesischen Tunis wird am Donnerstag im Rahmen einer Exekutivsitzung des Weltverbandes INAS-FID über den deutschen Einspruch gegen die nachträgliche Disqualifikation bei der WM 2006 entschieden.Der DBS entsendet mit Präsident Karl-Herrmann Haack und Vizepräsident Dr. Lutz Worms zwei hochrangige Vertreter.
Zum zweiten Leistungslehrgang des Jahres vom 20.04. bis 22.04.2007 in der Sportschule Wedau hat Teammanager und Interimscoach Wolfgang Warnke zwölf Spieler aus dem WM-Kader und sechs Neulinge berufen. Ahmet Demir wurde aus disziplinarischen Gründen nicht berücksichtigt und erhält eine „Denkpause“.
Der nach der Rücktrittswelle arg dezimierte DBS-Trainerstab hat zwei neue Gesichter: DJK Rotthausens Jugendtrainer Torsten Hildebrandt aus Gelesenkirchen und der Torwarttrainer des Zweitligisten Offenbacher Kickers Michael Trippel verstärken das Team um die verbliebenen
Wolfgang Warnke, Kurt Banse und Bernd Fischer. "Es geht weiter - das ist das Wichtigste", schöpft Warnke neuen Mut für die Zukunft.