
Vertreter der FN-Ligisten sehen 2:3 der Zebras
FUBA-NET beim MSV Duisburg
(24.04.2010, Duisburg) Die Fußballabteilung der Mülheimer Fliedner Werkstätten war am 24. April 2010 im Duisburger Stadion. Dort spielte der Meidericher SV 1902 gegen die Mannschaft von Paderborn. Der Verein hat uns und anderen Mitgliedern der Fuba-Net Liga Freikarten spendiert, damit mehr Leute die Mannschaft anfeuern können. Leider hat Duisburg wieder verloren. Immer wenn ich als Zuschauer da war, habe ich noch keinen Sieg gesehen. Das erste Tor fiel in der 30. Minute. Den Ausgleich gab es in der 55. Minute. Dann wurde Paderborn in der 65. Minute stärker und es stand 1:2 und dann gab es noch das 1:3. Der MSV konnte dann in der 84. Minute noch das 2:3 erzielen und das war der Endstand.
Trotzdem war es ein schönes Fußballerlebnis. Wir fuhren mit Dennis, Jens und Martin fröhlich nach Hause.
Bericht von Volker Kubelke zum FUBA-NET Besuch des MSV Duisburg; Volker Kubelke ist Beschäftigter der Fliedner Werkstätten in Mülheim an der Ruhr und spielt in der 2.Mannschaft der Mülheimer

Littis Ruf aus Lichtenstein beendet DBS-Trainertätigkeit
Didi Schacht kehrt zurück in den Profifußball
FUBA-NET sprach mit Dietmar Schacht, der zu Beginn des Jahres die Position des Assistenztrainers beim FC Vaduz im Fürstentum Lichtenstein übernommen hat. Das Kapitel DBS-Nationalmannschaft ist somit für den ehemaligen Profi beendet.
Dietmar Schacht, eher unbemerkt von der Öffentklichkeit haben Sie ein neues berufliches Zuhause gefunden – wie geht es Ihnen im Fürstentum Lichtenstein?
Mir geht es blendend. Am 7. Januar 2009 habe ich die Stelle des Assistenztrainers beim FC Vaduz angetreten und werde zum Rückrundenstart das Team an der Seite von Pierre Littbarski in der 1. Schweizer Fußball-Liga betreuen.
Wie kam der Kontakt zustande?
Litti hatte sich bei mir Ende letzten Jahres gemeldet und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, wieder mit ihm zusammen zu arbeiten. Unser Kontakt war ja nach der gemeinsamen Trainertätigkeit beim MSV Duisburg nie abgerissen. Das Angebot war sehr reizvoll, so dass ich nicht lange überlegen musste, den Wechsel in die Alpen zu vollziehen.
Sie haben ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass der Nationaltrainer-Job beim DBS nur eine Etappe auf dem Weg zurück in den Profifußball ist. Entspricht die neue Aufgabe Ihren Vorstellungen?
In jedem Fall. Es ist eine Riesenmöglichkeit wieder im Profifußball aktiv zu sein und das war immer mein Ziel. Neben der Tätigkeit als Co-Trainer ist mein Hauptaufgabengebiet die Talentsuche im Sinne eines Scouts auf europäischer Ebene. Damit bin ich nicht nur zufrieden, sondern wirklich glücklich.
Wie ging die Abnabelung vom Deutschen Behindertensport-Verband von statten?
Es ging nun natürlich alles sehr schnell. Die Mannschaft Knall auf Fall zu verlassen, schmerzt schon ein wenig, denn ich wollte im Hinblick auf die WM 2010 in Südafrika etwas aufbauen. Für diese Arbeit wurde mir von DBS-Vize Ludger Elling und dem Fußball-Referenten Ralf Kuckuck herzlich gedankt. Beide hatten stets Verständnis für meinen Stil, haben mich immer unterstützt und mir in vielen Dingen den Rücken frei gehalten. Dafür gebührt Ihnen mein Dank. Mit weiteren Personen oder Funktionären hatte ich beim DBS nie Berührungspunkte.
Haben Sie etwas darüber erfahren, wie es mit dem DBS-Team weitergeht?
Darüber habe ich keine Kenntnis. Ich hoffe, dass der restliche Trainerstab zusammenbleibt und die Arbeit in meinem Sinne weiterführt.
Konnten Sie sich vom Team verabschieden und wie haben die Spieler reagiert?
Das war aufgrund der Kürze der Zeit noch nicht möglich. Es soll noch eine offizielle Verabschiedung des DBS im Rahmen des nächsten Nationalmannschaftslehrgangs geben und da habe ich dann die Möglichkeit, allen meine Entscheidung persönlich zu schildern und vor allem alle noch einmal zu sehen, um mich zu verabschieden
Die Schweizer Superliga ist auch im Profifußball ein ganz anderes Pflaster. Was sind Ihre Ziele und die des Vereins FC Vaduz?
Es macht einfach Riesenspaß hier zu arbeiten. Die Bedingungen in Vaduz sind hervorragend sowohl in sportlicher Hinsicht als auch was das Lebensumfeld im privaten Bereich angeht.
Wir haben in der Winterpause ein paar neue Spieler geholt und setzen nun alles daran, die Klasse zu halten. Das hat absolute Priorität, wenn man den Leistungsstand des Teams in Relation zur übrigen Liga setzt. Bis zum Rückrundenstart am 7. Februar haben wir nun noch Zeit, die Mannschaft optinal einzustellen. Nächste Woche geht es ins Wintertrainingslager in die Türkei. Dies ist auch für mich eine gute Möglichkeit das Team und die Rahmenbedingungen kennenzulernen, um dann ab Februar im Ligaalltag Vollgas zu geben. Ich freue mich sehr auf die zukünftigen Herausforderungen an der Seite von Litti.
FUBA-NET Cup NRW 2008: Teilnehmerfeld "Offene Klasse" fast komplett
Ex-Profis und Freestyler Nejad Brajic im Rahmenprogramm
(Essen, 03.09.2008) Die Vorbereitungen zum ::: FUBA-NET Cup NRW 2008, am 21. September 2008 gehen auf die Zielgerade. Die Anmeldefrist endet am 10. September und das 16er-Teilnehmerfeld ist schon jetzt fast komplett. Auch im Rahmenprogramm kann Vollzug gemeldet werden. Neben der RevierSport-Traditions-Elf mit ehemaligen Fußballprofis ist auch Fußball-Akrobat Nejad Braijc wie beim ::: Mondschein-Cup mit von der Partie.
Die Ex-Profis treten in einem Einlagespiel gegen die DBS-Nationalmannschaft unter Dietmar Schacht in einer Turnierpause um die Mittagszeit an. Nejad Brajic, der in der vergangenen Woche den Titel als kroatischer Freestyle-Meister in Zagreb errang und nun im Herbst zu den Weltmeisterschaften nach Brasilien reisen wird, stellt am Sonntagnachmittag sein Können unter Beweis.
Wie im Vorjahr bieten die Fliedner Werkstätten der Theodor Fliedner Stiftung in der unterirdischen Mehrzweckhalle ein fußballaffines Bewegungsangebot mit Wettbewerben im Fußballtennis und Torwandschießen an. Nahezu alle Einrichtungen und Institutionen der Mülheimer Behindertenhilfe sind mit Infoständen vor Ort.
FN-Cup NRW 2008: Kategorie sCOOL-Cup auf 2009 verschoben
"Der Idee mehr Zeit geben"
(Essen, 02.09.2008) Wenn auch schweren Herzens haben sich die Organisatoren des ::: FUBA-NET Cup NRW 2008 am Wochenende entschieden, die ursprünglich für Samstag geplante Turnier-Kategorie sCOOL-Cup auf Anfang 2009 zu verschieben. Die Durchführung der Offenen Klasse mit 16 teilnehmenden Mannschaften bleibt von der Verschiebung des sCOOL-Cups unberührt. Die innovative Idee, Schüler aus Regel- und Sonderschulen in einem Tandemmodell gemeinsam auf's Feld zu schicken, stieß zwar auf großes Interesse bei zahlreichen Schulen, jedoch waren diese behindert durch die Sommerferien-Pause nicht in der Lage sich zu organisieren oder gemeinsam zu trainieren. Andernorts blieben Einladungen bedingt durch die Sommpause schlicht unbeachtet.
"Der sCOOL-Cup trifft den integrativen FUBA-NET-Gedanken in besonderer Form, da er nachhaltiger wirken kann. Die Kategorie geht allerdings in der Darstellung und Wahrnehmung innerhalb des mittlerweile etablierten FUBA-NET Cups unter. Daher haben wir uns entschlossen, mit größerer Vorlaufzeit, neuem Konzept und gezielter Werbung im schulischen Umfeld den sCOOL-Cup zu kommunizieren, um ihn dann Anfang 2009 neu aufzulegen", erläutert Malte Petermann aus dem Orga-Team und selber Lehrer an der Förderschule "Waldschule Hünxe".
Spätestens Ende Oktober sollen dann die Rahmenbedingungen und die Terminierung des sCOOL-Cups feststehen und bekannt gegeben werden.
Hauptsponsor RWE integriert FUBA-NET in Werbekampagne
FUBA-NET bundesweit als voRWEg-Thema dargestellt
(Essen, 04.08.2008) Der Energiekonzern RWE hat in der vergangenen Woche FUBA-NET in eine eigene Werbekampagne integriert. Die zurzeit im Nachrichtenmagazin Stern geschaltete Anzeigenreihe "Das voRWEg-Thema der Woche" beinhaltet in der Ausgabe vom 31.07.2008 das breit angelegte Sponsoring-Engagement zugunsten des FUBA-NETzwerkes.
In einer zweiseitigen Anzeige stellt RWE unter dem Titel "Lieber Abseits als Abseits" die Intention von FUBA-NET in äußerst gelungener Form heraus: Die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung über den Fußball anhand der Angebote "FUBA-NET Cup" und "FUBA-NET Camp". Die Kampagne unterfüttert die konstruktive Kooperation mit dem Essener Unternehmen zum gegenseitigen Nutzen in beeindruckender Form. FUBA-NET sagt "Danke" für eine bundesweite Streuung der gemeinsamen Intention: Im "Zusammenspiel" voRWEg gehen!
FC Hubertstraße gewinnt 3. Benefiz-Soccer-Cup in Gelsenkirchen
Großes Integratives Miteinander
(Gelsenkirchen, 23.07.2008) Am vergangenen Samstag, 19. Juli, fand die dritte Auflage des Benefiz-Soccer-Cups der Heimstatt Engelbert auf der Sportanlage „Auf der Reihe“ in Gelsenkirchen statt. Eröffnet wurde das Turnier durch eine feierliche Rede des Vorstandsvorsitzenden der Heimstatt Engelbert, Peter Zahnen, der sich sehr über die große Anzahl der teilnehmenden Mannschaften und die breite Unterstützung für das Turnier freute. Die Turnierleitung übernahm der befreundete FC Schalke 04 Fan-Club, Hüller Freunde, die durch ihre Erfahrung die zentrale Anlaufstelle für alle Mannschaften während des Turniers waren.
Trotz schlechter Wetterprognosen nahmen insgesamt 33 Mannschaften am Wettbewerb teil und wurden größtenteils mit Sonnenschein belohnt. Das Turnier wurde wie im letzten Jahr in den Gruppen Mannschaften mit Spielern mit Behinderung, FC Schalke 04 Fan-Clubs, Betriebssportmannschaften sowie Hobbykicker ausgetragen. Dieser Modus verhalf zu einem homogen Leistungsniveau und besonders spannenden Partien. In der Gruppe der Mannschaften mit Spielern mit Behinderung wurde, aufgrund der hohen Teilanzahl mit 15 Teams, in zwei Gruppenphasen gespielt und insgesamt fünf Sieger auf unterschiedlichem Leistungsniveau geehrt. Gewinner im stärksten Leistungsniveau war der SV Rees 1945.
Die Gruppe der Fan-Clubs hatte leider zwei Mannschaftsausfälle zu verzeichnen, doch die Anhänger ließen sich hierdurch nicht die Stimmung verderben. In dieser Gruppe hatten am Ende die Blue White Dragons aus Hattingen zum zweiten Mal in Folge die Nase vorn. In der Gruppe der Hobbykicker setzte sich das Heimstatt Engelbert Team, FC Huberstraße, durch. Sieger der Gruppe der Betriebssportmannschaften wurde souverän das Team Opta Data. Die erfolgreichen Kicker der einzelnen Gruppen bescherten den Zuschauern zwei sehr attraktive Halbfinalpartien, die durch den Hauptschiedsrichter Uli Telke, aufgrund eines starken Regenschauers mit Blitzen, kurz unterbrochen wurden.
Gesamtsieger des Benefiz-Soccer-Cup III wurde überraschend der FC Huberstraße durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Bei der Siegerehrung wurden dann die Gruppensieger und der Gesamtsieger mit Pokalen ausgezeichnet sowie allen Mannschaften ein Fußballbilderrahmen mit ihrem Mannschaftsfoto als Erinnerung übergeben. Im Rahmenprogramm setzten die Veranstalter auf viel Unterhaltung, so gab es neben Hüpfburg, Tombola, Schussgeschwindigkeitsmessanlage, das Humantablesoccer-Modul vom FC Schalke 04 sowie ein American-Gladiator-Modul. Auch das Speiseangebot war kulinarisch mit Grill-, Bierstand, Cocktails, Hamburger und einer Cafeteria sehr vielfältig.
Eine besondere Anerkennung für die Arbeit der Veranstalter war der Besuch des Ehrenpräsidenten des FC Schalke 04, Gerhard Rehberg (Foto), der nicht nur viel Zeit mitbrachte, sondern dazu noch einen signierten Autogrammball als Geschenk. Besonders erfreut hat die Veranstalter vor allem die tolle Atmosphäre und das integrative Miteinander. Auch das Primärziel der Benefiz-Veranstaltung, nämlich die Finanzierung der Reisekosten der Einrichtungsmannschaft zum internationalen Turnier in Spanien, kann nun mit den Einnahmen und zusätzlichen Spenden realisiert werden. Am Turniertag selbst gab es einen Scheck von der Deutschen Bank und zudem überraschend eine Mannschaftsspende der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein.
Sieger der Gruppe Mannschaften mit Spielern mit Behinderung: SV Rees 1945
Sieger der Gruppe Betriebssportmannschaften: Opta Data Essen
Sieger der Gruppe FC Schalke 04 Fan Clubs: Blue White Dragons
Sieger der Gruppe Hobbykicker: FC Hubertstraße
Halbfinale:
SV Rees 1945 - Blue White Dragons 0:1
Opta Data - FC Hubertstraße 0:2
Finale:
Blue White Dragons - FC Hubertstraße 1:2
Gesamtsieger:
FC Huberstraße
tk
Freude und Erschöpfung dank „doppeltem“ Willi
FUBA-NET Camp ein voller Erfolg
(Essen, 08.06.2008) "Kommt, gebt alles, dann knackt ihr die Bestzeit", schallte es von Donnerstag bis Sonntag lautstark durch die Hallen des goalfever™ Centers in Essen. Die aufbauenden Worte kamen aus dem Mund von Zweitliga-Rekordspieler Willi Landgraf, seine kämpfenden Adressaten: 30 geistig behinderte Sportskanonen, die sich mit vollem Einsatz durch den „Willis Revier“-Geschicklichkeitsparcours schlugen. ::: Mehr
"11. Tag der Begegnung" wirbt für Behindertensport
"Blick in eine Welt, die viele sonst nicht kennen"
für FUBA-NET berichtet RevierSport-Redakteur Florian Guth
(Xanten, 31.05.2008) Imposant ragt vor einem dichten Menschen-Gewusel die Kulisse des Amphitheaters im Archäologischen Park Xanten in den Himmel. Der "11. Tag der Begegnung" des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) macht erfolgreich Werbung für den Behindertensport und wird zugleich seinem Ruf als beliebtes und abwechslungsreiches Volksfest gerecht. Da stört es die rund 30.000 Besucher nicht, dass der Wettergott wechselhaft gestimmt ist. Mal strahlt die Sonne, dann wieder rauschen massive Regenschauer über das riesige Areal.
"Es ist ein Blick in eine Welt, die viele sonst nicht kennen", formuliert es Dietmar Schacht, Trainer der Nationalmannschaft für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen. Schon kurz nach dem Eintritt durch das Stein-Tor des Archäologischen Parks wirkt es fast, als befände man sich auf einem antiken Markt, so bunt geht es hier zu. Alle paar Meter tut sich Entdeckenswertes auf. Da eine Torwand, dort ein Boule-Turnier, gleich daneben Sitz-Volleyball (siehe Foto), Bogenschießen oder Rollstuhltanz.
Für Abwechslung vom sportlichen Treiben ist gesorgt. Von überall dringt Musik. Eine Coverband, in die Menschen mit Behinderung integriert sind, lässt Rock-Klassiker ertönen. Einige Meter weiter wartet die "große Bühne". Im Amphitheater haben gerade "Purple Schulz" ihr Konzert beendet , jetzt ist das Ensemble des Queen-Musicals "We Will Rock You" (siehe Foto) an der Reihe. Gut 1.000 Zuschauer füllen die Ränge und lassen sich mitreißen. Dazwischen: kleine Zirkuszelte, Trampolins und Schminkstände, dazu viele Infos über Einrichtungen und Projekte für behinderte Menschen.
210 Aussteller – so viele wie noch nie – zeigen eine Seite des Sports, die in der Öffentlichkeit so nur selten sichtbar ist. Der Behindertensportverband NRW (BSNW) (Präsident Reinhard Schneider Foto Mitte) und der Deutsche Behindertensportbund (DSB) (Vizepräsident Ludger Elling Foto rechts und Referent Ralf Kuckuck links) stellen mit Hilfe der zahlreichen Initiativen und Projekte ein Programm auf die Beine, das in Deutschland in dieser Form seinesgleichen sucht.
Das Lächeln in den Gesichtern vieler Besucher zeigt, was Menschen sportlich erreichen können, die aufgrund körperlicher und geistiger Beeinträchtigung keinen Zugang zum Vereinsleben haben. "So sehen Sieger aus", singt das Mädchen-Team einer "Lebenshilfe"-Einrichtung voller Inbrunst, nachdem es vor vollen Rängen im Amphitheater den Siegerpokal für das Turnier am Mittag erhält. Es ist sinnbildlich, für die vielen kleinen Erfolge, die an diesem Nachmittag in Xanten im Mittelpunkt stehen.
"Solche Veranstaltungen sind ungemein wichtig", meint Molgheta Russom (29), herausragender Akteur der Blinden-Nationalmannschaft von Trainer Ulrich Pfisterer. Der Stuttgarter Russom ist am frühen Nachmittag mit seinen Teamkollegen gegen eine Mannschaft aus Holland im Einsatz. 1:0 steht es am Ende für das durch deutsche Spieler "aufgefüllte" Team in "Oranje".
Die Fußball-Einlagen am "Tag der Begegnung" leiden allerdings arg unter dem Wetter. Auf dem Hallenfußball-Feld unter freiem Himmel ließ schon der kleinste Regentropfen das Fußballspiel zu einer gefährliche Rutschpartie werden. "Schade, das hätte man besser lösen können", sagte Russom.
Dies dachte wohl auch der ehemalige Schalker Bundesliga-Profi Schacht (Foto oben), als er das geplante Einlage-Match gegen die Niederlande wegen eines Wolkenbruchs ausfallen lassen musste. "Das sind höhere Mächte." Gegen die "Wunder von Bern"-Film-Fußballer (Foto links) zeigt sein Team dem Publikum dennoch seine Künste am Ball.
In der Römer-Stadt ist es seit mehr als einem Jahrzehnt Tradition, dass Vereine, Verbände und Einrichtungen (wie FUBA-NET mit einem Infostand siehe Foto) für behinderte Menschen in dem historischen Denkmal- und Erlebnispark ein Zeichen für Gleichberechtigung und Integration setzen . "Sport baut Brücken" steht 2008 als Motto über der Veranstaltung, der Bundeskanzlerin Angela Merkel als Schirmherrin ihren Namen geliehen hatte.
Mit 54-er-Weltmeister Horst Eckel (Foto) oder den Paralympioniken Mathias Mester, Ina Jeromin und Manuela Schmermund zeigen sich einige bekannte Gesichter in Xanten. Die "Begegnung" öffnet manchen Horizont, anderen bereitet sie einfach nur puren Spaß. Und so ist der Wert einer solchen Veranstaltung nicht nur im paralympischen Jahr unstrittig.
Erstes FUBA-NET Camp startet am 5. Juni mit geballter Kompetenz
Willi im Doppelpack für Fußballer mit Behinderung
(Essen, 27.05.2008) Vom 5. bis 7. Juni ist das Essener goalfever™ Soccer Center erstmalig Schauplatz des FUBA-NET Camps, der Fußballschule für Menschen mit Behinderung. FUBA-NET schließt mit diesem Event eine Lücke in den Angeboten zur Förderung der Teilhabe von Fußballern mit einer Behinderung. „Spaß und Bewegungsförderung am Ball“ ist die Maxime, der das FUBA-NET Camp unter professionellsten Bedingungen folgt. Daher steht die dreitägige Veranstaltung auch unter der Leitung von ausgewiesenen Fachleuten: Willi Landgraf und Willi Breuer... ::: Mehr zum FUBA-NET Camp
"IntegraTour" macht mit Landgraf in Essen Station
Wie die Fackelläufer
Für FUBA-NET berichtet RevierSport Redakteur Kai Griepenkerl
(Essen, 20.05.2008) Der Wind hat sich verzogen, als Andy und Emram in die Kameras blicken. Sie lächeln nicht, dazu sind sie viel zu konzentriert. Und dann blendet auch noch die Sonne. In diesem Moment fühlen sich die beiden Jugendlichen wie die Fackelläufer im Vorfeld der Olympischen Spiele. Mit einem Unterschied: Ihr Lauf im Rahmen der "IntegraTour 2008" sorgt durchweg für Begeisterung.
Die Veranstaltung des Landschaftsverbandes Rheinland lockte 450 Kinder und Jugendliche aus vier Essener Schulen zur Zentrale der RWE Rhein-Ruhr AG. Das besondere: Die Kids kommen sowohl aus speziellen Förder- als auch aus Regelschulen. "Die Initiative ist direkt aus unserer Belegschaft entstanden", freut sich Achim Südmeier, Vorstandsmitglied der RWE Rhein-Ruhr AG (Foto links neben RWE-Marketingreferent Martin Sander in der Mitte).
Sein Zusatz: "Für mich persönlich ist das eine wichtige und tolle Geschichte." Das sehen Andy und Emram (Foto 2. und 3. v.l. neben dem stellvertretenden LVR-Direktor Harry Voigtsberger und Essens Bürgermeisterin Annette Jäger sowie Achim Südmeier) ähnlich. Schließlich haben sie auf dem Platz nicht nur die Staffelübergabe vollzogen, sondern zwischen Fanta und Bratwurst auch noch Platz für sportliche Aktivitäten gefunden. Hüpfburg, Torwandschießen, ein Stepping-Modul von Schalkes Jugendcoach Jörg Mikoleit und ein paar Fachsimpeleien mit Kult-Kicker Willi Landgraf – was will man eigentlich mehr?
"Nichts, denn hier geschieht etwas außergewöhnliches", sagt Sigrid Mölders, die Leiterin der Rheinischen Förderschule Hören und Kommunikation: "Es ist eine tolle Sache, ein gemeinsames Ziel zu haben, das uns auch mit den anderen Schulen verbindet. Wir wurden von Schülern der benachbarten Hauptschule an der Lohstraße begleitet, da wurde der Integrationsgedanke gelebt."
Das gilt im übrigen auch für das FUBA-NET Camp, für das Landgraf die Werbetrommel rührt. Vom 5. bis 7. Juni veranstaltet der Ex-Aachener im Rahmen von "Willis Revier" ein besonderes Trainingslager für Menschen mit Behinderung – nur wenige Kilometer von der RWE-Zentrale entfernt, im Essener goalfever Center. "Fußball begeistert alle, da spielt eine Behinderung keine Rolle", weiß Landgraf.
Und während der Zweitliga-Rekordspieler seine Vorfreude kaum noch verbergen kann, geht der Staffellauf schon weiter. Am gestrigen Mittwoch war Duisburg dran, am 31. Mai steigt in Xanten der große Abschluss im dortigen Archäologischen Park. Der "Tag der Begegnung" ist das bundesweit größte Integrationsfest, erwartet werden zwischen 30.000 und 50.000 Besucher. "Dort kann man die gesamte Palette der Behindertenarbeit erleben", betont Südmeier. Wohl wissend, dass auch vor seinem Büro schon eine große Bandbreite geboten wurde. Für Andy, Emram und all die anderen...
Heimstatt Engelbert zeigt beeindruckende Frühform
Kick-Off zur FUBA-NET Liga Saison 2008
(Wattenscheid, 12.05.2008) Neun Mannschaften aus ganz NRW eröffneten am Pfingstmontag die neue Saison der etwas anderen Fußball-Liga für Menschen mit geistiger Behinderung. Im Wattenscheider Espenloh unweit des Lohrheidestadions wurde der erste Spieltag der FUBA-NET Liga unter dem Titel Fliedner-Cup bei bestem Fußball-Wetter ausgetragen. Wie im Vorjahr erwies sich die SG Wattenscheid 09 als Förderer, indem die komplette Anlage, auf der vor dem Halbfinale der FIFA-WM sogar der spätere Weltmeister Italien trainierte, für den Saison-Auftakt zur Verfügung gestellt wurde. In souveräner Manier nutzte die Essener Heimstatt Engelbert die professionellen Bedingungen und belegt nach sechs Siegen und zwei Unentschieden in acht Spielen schon mit etwas Abstand den ersten Tabellenplatz. ::: Mehr
„Willis Revier“ und FUBA-NET begleiten „IntegraTour“
Kann man hier sogar Fußballspielen?
Köln (07.05.2008) Nach 10 von 21 Etappen feierte die "IntegraTour 2008" des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) am Mittwoch am Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln Bergfest. Über 600 behinderte und nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler aus dem Kölner Umland trafen zusammen, um in Form einer Schulstaffel für die Integration von Menschen mit Behinderung zu werben. Im Rahmenprogramm war auch das FUBA-NET-Projekt vertreten, um gemeinsam mit Willi Landgraf über das im Juni erstmals stattfindende FUBA-NET Camp für Menschen mit Behinderung zu informieren.
„Kann man hier sogar Fußballspielen?“ lauteten die ungläubigen Fragen einiger Schüler, die die zahlreichen Sportangebote auf dem Museumsgelände erkundeten. Der Kunstrasenplatz auf dem Dach des Museums diente hierfür als Showcase zur aktiven Betätigung der Kinder. Vor allem der Geschicklichkeits-Parcour aus Landgrafs Fußballschule „Willis Revier“ zog knapp 100 Schüler in ihren Bann (::: hier geht's zu den Platzierungen). Unter der Anleitung des ehemaligen Profis gewannen viele Fußballfans einen kleinen Eindruck davon, was in einem FUBA-NET Camp auf die Teilnehmer zukommt. Der von Schalkes Jugendcoach Jörg Mikoleit mit Zeitmessung über Lichtschranken präparierte Parcour stand neben dem Stepping-Modul, mit dem die Trittfrequenz gemessen wurde, zur Verfügung und sorgte nicht nur durch den kleinen Wettkampfcharakter für Freude bei den „kölschen Pänz“.
„Die Verbindung von Computerzeitmessung und der Freude am Fußball zur Schulung von technischen Fähigkeiten begeistert einfach alle Kids“, weiß FUBA-NET Botschafter Landgraf, der keine Unterschiede bei seinen Zöglingen im Camp gelten lässt: „Es spielt überhaupt keine Rolle, ob eine Behinderung vorliegt oder nicht. Entscheidend ist die Begeisterung für den Fußballsport und der Spaß an der Bewegung. Hierauf kann man grundsätzlich aufbauen, Fähigkeiten weiterentwickeln und gemeinsam Erfolge erzielen.“
Am 20. Mai macht die Integratour auf Ihrem Weg zum Zielort Xanten, wo beim Tag der Begegung am 31. Mai 30.000 Menschen erwartet werden, auch vor der Essener RWE-Zentrale halt. An beiden Orten wird FUBA-NET gemeinsam mit Willi Landgraf erneut vor Ort sein, um für den Integrationsgedanken der Tour in Form des eigenen Projektes zu werben. Das FUBA-NET Camp für Menschen mit Behinderung wird vom 5. bis 7. Juni erstmals im Essener goalfever Center in Kooperation mit „Willis Revier“, dem Deutschen Behindertensportverband und dem Energieversorger RWE veranstaltet.
Mehr Infos:
Ausführliche Infos zur Teilnahme am FUBA-NET Camp sowie die Platzierungen der Teilnehmer am Geschicklichkeits-Parcour in Köln gibt's unter ::: FUBA-NET Camp
G-Team Uedem mit "respect" beim Derby
Fußballturnier für Menschen mit geistiger Behinderung endete in der MSV Arena
(Duisburg, 03.02.2008) Der FUBA-NET Ligist G-Team Uedem veranstaltete am vergangenen Samstag in Duisburg ein Fußballturnier für Menschen mit geistiger Behinderung und unterstützte gleichermaßen die Integrations-Kampagne "respect" des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV). Unter der Schirmherrschaft des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland spielten zehn Mannschaften um den Turniersieg und die ausgelobten Glaspokale und Medaillen für jeden Spieler.
Veranstalter G-Team Uedem gewann am Ende das Turnier in der sogenannten Mastersrunde. In der als Championsrunde bezeichneten Trostrunde behielt der "Wuppertaler SV" (Troxler-Haus) die Oberhand. Vor dem Bundesliga-Derby zwischen Duisburg und Dortmund wurden alle Teilnehmer durch die MSV-Ikone Bernard Dietz und Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland (siehe Foto) in der MSV-Arena ausgezeichnet, was für alle Beteiligten einen großartigen Turnier-Abschluss bedeutete.
Platzierungen Championsrunde:
1. G-Team Uedem 2007 e. V.
2. Lebenshilfe Detmold
3. BSS Dinslaken
4. SmS 02 Düsseldorf
Platzierungen Mastersrunde:
1. Wuppertaler SV (Troxler Haus)
2. Diakoniewerkstätten Berlin
3. AWO Ennepe/Ruhr
4. Heimstatt Engelbert
5. WüT Dortmund
6. VSG Duisburg
Die FUBA-NET Liga boomt!
Saison 2008 startet im März mit vier weiteren Teams
(Essen, 09.01.2008) Nach einer abschließenden Liga-Sitzung am vergangenen Montag im Haus Baasstraße des Diakoniewerks Essen und dem Eingang der letzten Meldeunterlagen ist nun die Erweiterung der FUBA-NET Liga für die Saison 2008 perfekt: Das Teilnehmerfeld wird in der kommenden Spielzeit von fünf auf neun Mannschaften aufgestockt. Zwischen März und Oktober 2008 werden dann sechs Spieltage (zweimal Halle, viermal Kleinfeld-Rasen) durchgeführt, bevor im November 2008 im Rahmen einer Saisonabschluss-Party der neue Meister 2008 gefeiert wird...
Mehr zur Aufstockung der FUBA-NET Liga...
WfB Solingen sensationell "RevierSport Mannschaft des Monats November"
Online-Abstimmung sorgt für Überraschung
(Essen, 08.01.2008) RevierSport ließ sich im vergangenen Monat enorm viel Zeit mit der Auswertung der Online-Abstimmung, denn wie man aus Essen erfuhr, war die Teilnahme an der monatlichen Wahl zum RevierSportler und RevierSport-Mannschaft des Monats noch nie so groß...
Mehr zur Wahl unter FUBA-NET Liga...
FN-Cup Sieger auf Tuchfühlung mit Thon, Wosz und Co
SC Borussia Hohenlind spielte beim Tradtionsmasters mit
(Oberhausen, 08.01.2007) Es war schon ein besonderes Erlebnis obwohl mit knapp zehn Minuten recht wenig Spielzeit für die Kicker des SC Borussia Hohenlind beim 3. NRW-Traditionsmasters in Oberhausen zur Verfügung stand. Die Gewinner des FUBA-NET Cups 2007 erhielten auf Einladung des Veranstalters RevierSport und des Sponsors RWE in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen vor gut 2000 Zuschauern die Möglichkeit ihr Können einem breiten Publikum vorzustellen. Zwischen den Ex-Profis von Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen, Schalke 04, MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf und VfL Bochum machten die Kölner im Einlagespiel gegen die Betriebssportmannschaft des Essener Energieunternehmens RWE in einer Turnierpause eine mehr als gute Figur. Nach einem selbstverschuldeten Eigentor und einem Treffer durch Benni Frerich trennte man sich am Ende mit einem sportlich fairen 1:1.
Vielleicht hätte eine kürzere Anmoderation des Spiels durch den Hallenprecher sowie die Unterstützung des kurzfristig erkrankten Yves Eigenrauch einen Sieg einfahren können, aber darauf kam es den kölschen Kickern gar nicht an: "Es war etwas wenig Spielzeit aber trotzdem ein tolles Erlebnis für uns. Wir konnten den ganzen Tag über in der Halle und im VIP-Raum den ehemaligen Profis von Bochum, Schalke oder Duisburg nahe sein. Das war schon großartig, wann haben unsere Spieler schon mal die Möglichkeit mit einem Olaf Thon oder Dariusz Wosz ein paar Worte zu wechseln", wußte Trainer Gerhard Soujon zu berichten, "außerdem konnte so hervorragende Werbung für den Behindertenfußball gemacht werden."
Stolz war man vor allem darüber vor versammelter Presse einen Fototermin mit der Siegermannschaft des Traditionsmasters zu haben (siehe Foto). Mit dem Team des VfL Bochum u.a. mit Michael Lameck, Axel Sundermann, Peter Peschel, Rob Reekers und Dariusz Wosz abgelichtet zu werden, war der Höhepunkt vor der Players-Party mit der der besondere Ausflug für die Borussen ausklang.
Yves coacht FUBA-NET-Team
Eigenrauch bei NRW-Hallen-Traditionsmasters vor Ort
(03.02.2008) Der Ex-Schalker Yves Eigenrauch unterstützt beim NRW-Hallentraditionsmasters erneut und fast schon traditionell die FUBA-NET Idee, die sich im Rahmenprogramm am kommenden Samstag in der Oberhausener König-Pilsener-Arena präsentiert. Als Botschafter des integrativen Fußballprojektes coacht er das Team vom SC Borussia Hohenlind aus Köln, die als Siegermannschaft des letztjährigen FUBA-NET Cups in einer Turnierpause ein Einlagespiel gegen die Betriebssportmannschaft des Energieversorgers RWE bestreitet.
Dass Eigenrauch als FUBA-NET Botschafter hierfür extra seinen Skiurlaub in Österreich vorzeitig abbricht, könnte einmal mehr das besondere Engagement des Eurofighters von 1997 untermauern, stimmt aber so nicht ganz. "Das hatte andere Gründe", stellt Eigenrauch fest und fügt an: "Schön ist aber, dass ich so dabei sein kann. Ich freue mich auf Samstag!"
FUBA-NET (Fußball unter besonderen Aspekten - Netzwerk) unterstützt mit verschiedenen Projekten die Teilhabe von Fußballfans mit einer Behinderung. Beim FUBA-NET Cup, der im vergangenen Jahr bereits zum sechsten Mal veranstaltet wurde, spielen Fußballer mit und ohne Behinderung gemeinsam in einem Team. Das gemischte Team aus Köln konnte hierbei in der spielstärksten Kategorie den Sieg beim deutschlandweit größten integrativen Fußballturnier feiern. Als Lohn folgte die Einladung zum Traditionsmasters, wo man der Betriebssportmannschaft des FUBA-NET-Hauptsponsors RWE das eigene Können präsentieren möchte.
"RevierSport Mannschaft des Monats": WfB Solingen nominiert!
Lohn für sportliche Leistung des FN-Ligisten im November
(Essen, 11.12.2007) Der Meister der FUBA-NET Liga, WfB Lebenshilfe Solingen, wurde bei der Wahl zur "RevierSport Mannschaft des Monats" nominiert. Jeden Monat schlägt die Redaktion von RevierSport online zehn Kandidaten für die Wahl des „RevierSportler des Monats“ (Spieler, Trainer, Funktionäre etc.) und der „RevierSport-Mannschaft des Monats“ vor. Neben den sportlichen Leistungen spielen auch soziale Faktoren eine wichtige Rolle bei der Nominierung.
Sollten die meisten Stimmen der reviersport.de-Leser auf die Mannschaft aus der Klingenstadt fallen, erwartet das Team um Siegfried Wischnewski neben der mittlerweile begehrten Trophäe auch ein exklusiver Abend im goalfever Center Essen. Abstimmen kann jeder Internetuser auf der Internetseite von RevierSport online auf www.reviersport.de/voting/. FUBA-NET drückt der WfB Solingen die Daumen!!
FN-Ligist Heimstatt Engelbert nicht zu schlagen
Fünfte Auflage des Uedemer Hallenkicks im Zeichen von "respect"
(Uedem, 09.12.2007) Fußball von und für Menschen mit geistiger Behinderung wird am Niederrhein großgeschrieben. Bereits zum fünften Mal veranstaltete der umtriebige Leitwolf des neugegründeten G-Teams Uedem, Hans-Werner Weidemann, am Samstag ein Hallenfußballturnier zugunsten der Anti-Rassismus Kampagne "respect" des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes und der Integration von Fußballern mit geistiger Behinderung.
Zehn Mannschaften bestehend aus Fußballern mit einer geistigen Behinderung folgten der Einladung in die Mehrzweckhalle an der Meursfeldstrassse. Weidemann fühlt sich der "respect"-Kampagne verbunden und erweitert sie auch auf den Behindertensport, da hier Respekt untereinander auch als Grundlage und Voraussetzung menschlichen Zusammenlebens gelten sollte.
Sportlich und fair kämpften die teilnehmenden Teams zunächst in zwei Vorrundengruppen gegeneinander, bevor die Endplatzierungen in einer Championsrunde (Plätz 1-4) und einer Mastersrunde (5-10) ausgespielt wurden. Die mit dem aktuellen Nationalspieler Andreas Timm (siehe Foto mit Uedems 2. Bürgermeister Hans Diedrich während der Siegerehrung) angetretene Vertretung des FUBA-NET Ligisten Heimstatt Engelbert aus Essen wurde im Turnierverlauf der haushohen Favoritenrolle gerecht und verwies mit einem 2:0 im Finale das gastgebende G-Team Uedem auf Rang zwei.
Sicherlich machte die Dominanz von Timm den Turnierausgang aus, was einerseits für unterschwellige Mißtöne sorgte aber andererseits auch den Respekt vor dem fußballerischen Können einfordert und somit Möglichkeiten bietet dem Turnierslogan Folge zu leisten. Eine von zwiespältigem Starkult geprägte Gratwanderung, die jedoch alle Teilnehmer mit Bravour meisterten: Steht doch der Spaß am Fußballspiel bei Uedemer Turnieren von je her im Vordergrund und machte auch das diesjähige Tunrier zu einer gelungenen Veranstaltung für Menschen mit einer geistigen Behinderung.
Abschlusstabelle:
1. Heimstatt Engelbert (Sieger Championsrunde)
2. G-Team Uedem
3. Lebenshilfe Oberhausen
4. SmS 02 Düsseldorf
5. BSS Dinslaken (Sieger Mastersrunde)
6. Haus Freudenberg
7. Borussia Lindenthal
8. Haus Schnorrenberg
9. Wuppertaler SV
10. AWO Ennepe-Ruhr
Borussia Hohenlind beim NRW-Traditionsmasters!
FN-Cup Sieger spielt im Rahmenprogramm gegen BSG-RWE
„Zusammenspiel“ lautete das Motto des diesjährigen FUBA-NET Cup NRW 2007. Beim deutschlandweit größten integrativen Fußballturnier standen Mitte Oktober ausschließlich Mannschaften auf dem Platz, die je zur Hälfte aus Fußballern mit und ohne Behinderung bestehen. Das vom Essener RWE-Konzern als Hauptsponsor unterstützte Event, zog 25 Mannschaften aus unterschiedlichsten Institutionen der Behindertenhilfe NRWs in die Mülheimer RWE Rhein-Ruhr Sporthalle, wo an zwei Tagen integrative Meister in drei Turnierkategorien ermittelt wurden. Einer der Sieger bekommt die Ehre sein Können beim NRW-Traditionshallen-Masters am 5. Januar 2008 in der Oberhausener König Pilsener Arena zu demonstrieren. SC Borussia Hohenlind Köln bestreitet im Rahmenprogramm des mit Schalke 04, VfL Bochum, MSV Duisburg, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und Fortuna Düsseldorf hochkarätig besetzten Traditionsturniers ein Einlagespiel gegen die Betriebssportmannschaft der RWE Rhein Ruhr AG.
In der spielstarken „Offenen Klasse“ des FN-Cups gewannen die Kölner Kicker und fühlen sich geehrt, ihr Können einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren: „Für uns geht es natürlich nur um den Spaß vor einer solchen Kulisse in der Oberhausener Arena einmal spielen zu dürfen. Gleichzeitig ist es natürlich eine großartige Möglichkeit, auf die Belange und Leistungen von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen zu können“, freut sich Trainer Gerhard Soujon auf den 5. Januar. Regulär nehmen die Kölner regelmäßig am Spielbetrieb des Behinderten-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen im Bezirk Rheinland teil. Hier treten sie mit einer Mannschaft an, die ausschließlich aus Spielern mit einer geistigen Behinderung besteht. Innerhalb der Szene gelten die kölschen Fußballer als Pioniere – waren sie doch mit der Gründung 2001 der erste Fußballverein mit körperbehinderten Akteuren, der Mitglied in einem Sportverband wurde.
Die Mannschaft der BSG-RWE gründete sich 1994. Die Fußballsparte innerhalb der breiten Betriebssportlandschaft des Konzerns zählt zurzeit 32 aktive und passive Mitglieder. Seit der Saison 2003 spielt die Truppe von Heinrich Kelm im geregelten Spielbetrieb der Betriebssport-Kreisverbandes Essen: „Wir mussten in der vergangenen Saison leider den Zwangsabstieg aus der Gruppe A in die Gruppe B hinnehmen, da wir zurzeit große Nachwuchssorgen haben und in drei Spielen keine ausreichende Mannschaftsstärke aufweisen konnten. Trotzdem ist unser Team sehr engagiert und spielte in den letzten Jahren bei verschiedenen Breitensport-Turnieren recht erfolgreich“, meint der BSG-Coach. So gewann die Kelm-Truppe 2006 den hochkarätig besetzten Come-Together-Cup auf den Essener Schillerwiesen in Essen. „Bei RWE wird soziales Engagement groß geschrieben. Gerade in den letzten Jahren haben wir immer wieder gerne einen Beitrag zur Förderung des Behindertenfußballs geleistet. In diesem Zusammenhang freuen wir uns auf das Show-Event im Rahmen des NRW-Traditionsmasters in Oberhausen“, erläutert Kelm.
„In der Kooperation mit RWE konnten wir in den letzten beiden Jahren viel bewegen“, verweist FUBA-NET Mitarbeiter Oliver Hettich auf die vorbildliche Zusammenarbeit mit dem RWE Konzern und betont: „Die Worthülse Integration wird heutzutage fast inflationär benutzt. Wir versuchen mit FUBA-NET nicht nur über die Öffentlichkeitsarbeit Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu befördern, sondern auch durch immer wieder neue Ideen die Vokabel mit Leben zu füllen und wahrhaftig zu machen. RWE schätzt unser Konzept und ist ein wesentlicher Motor für die Durchführung unserer Vorhaben.“
Nach der Unterstützung der INAS-FID Fußball-WM für Menschen mit Behinderung 2006 widmet sich RWE verstärkt auf regionaler Ebene Projekten und versucht mit FUBA-NET auch langfristig die Fußball-Landschaft für Menschen mit Behinderung positiv zu verändern. Das Einlagespiel zwischen Borussia Hohenlind-Lindenthal der BSG-RWE ist hierbei nur ein kleines Puzzleteil in einem breit angelegten Förderplan. Gleichsam ist die Begegnung beider Teams eine besondere Facette des Fußballlandes Nordrhein-Westfalens, das den Wirkungskreis von gesellschaftlicher Tradition und Fußballkultur untermauert.
Schicht im Schacht
Trotz Niederlage große Disziplin im DBS-Team
(Goch, 28.11.2007) Der sportliche Vergleich hinkt – da waren sich alle Beteiligten vor dem Testspiel der Nationalmannschaft der Menschen mit geistiger Behinderung des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gegen die Verbandsliga-Mannschaft von Viktoria Goch einig. Im Rahmen des zweiten Lehrgangs der Nationalkicker um Neu-Bundestrainer Dietmar Schacht trafen beide Teams im Hubert-Houben Stadion der Stadt an der Niers aufeinander und ernüchternder konnte das Ergebnis mit 1:19 für den WM-Dritten am Ende kaum sein.
Schnell drängte sich die Frage auf, ob der ehemalige Duisburger Profi sich und vor allem seinen Kickern mit der Auswahl des Gegners einen Gefallen erwies. Frustrationsschwellen liegen bei Menschen, die dem runden Ball hinterherjagen im Moment der Aktion auf dem Platz im Durchschnitt sehr tief. Dass sie von Menschen mit einer Lernbehinderung oder Problemen im Sozialverhalten noch schneller überschritten werden, erst recht wenn sie eine hohe Niederlage erleiden müssen, ist nicht nur Pädagogen bekannt. Für Menschen mit einer mentalen Schwäche ist der Prozess der Bewältigung langwieriger und aufwändiger.
Schacht gilt als ausgewiesener Fußball-Fachmann, der mit Ruhrpott-Mentalität seine ihm anbefohlenen Spieler zu steuern weiß. Als „harter Hund“ wird er von seinen Kritikern bezeichnet. Gerade dieser Führungsstil scheint dem nach der WM neu aufzubauenden Team gut zu tun, denn positiv auffällig war das Sozialverhalten der Spieler auf dem Feld schon. Selten bis nie konnte man ein solch diszipliniertes Verhalten in einer Niederlage der Spieler mit geistiger Behinderung in der Vergangenheit beobachten.
Andreas Timm und Co blieben aufrecht gegen die Übermacht der körperlich und natürlich spielerisch weit überlegenen Scholz-Truppe vom Niederrhein. Nicht eine Undiszipliniertheit auf dem Feld war zu beobachten, was Schacht nach dem Spiel mit Stolz erfüllte: „Das Ergebnis ist absolut nebensächlich. Ich wollte die Spieler in einer Extremsituation beobachten. Sie haben trotz konditioneller Probleme dagegen gehalten und 90 Minuten ihr Bestes gegeben. Daher bin ich alles andere als enttäuscht, sondern sehr stolz auf meine Jungs“, sagte ein überaus gut gelaunter Coach. „Schade, dass der Stadionsprecher unseren einzigen Torschützen Wissam El Hamadi nicht benennen konnte, aber bei den vielen Treffern verliert man schon mal schnell den Überblick.“
In der Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2008 in England sieht der Ex-Bundesligaprofi vor allem auf der Torhüterposition Handlungsbedarf. „Es wäre schön, wenn wir hier noch etwas verändern können. Vielleicht ist es sogar möglich, einen der beiden WM-Torhüter zu reaktivieren. Ich werde mich mit den Landestrainern und dem DBS beraten und gegebenenfalls gezielte Sichtungen vornehmen.“ Im Frühjahr reist die Mannschaft in ein Trainingslager in der Türkei, um an der Spieltaktik zu feilen. Soziale Kompetenz wird bei Schacht bereits jetzt groß geschrieben – bei gegenteiligen Entwicklungen heißt es vermutlich „Schicht im Schacht“.
WfB Solingen holt die Meisterschaft
Premiere der FUBA-NET Liga war ein voller Erfolg
Fünf Teams und fünf Spieltage bestimmten die Startsaison der neuen FUBA-NET Liga als neues Angebot für Fußballer mit einer geistigen Behinderung in NRW. FUBA-NET Botschafter Yves Eigenrauch eröffnete die Saison im Mai im Wattenscheider Lohrheidestadion - mit FUBA-NET Botschafter Willi Landgraf endete sie am gestrigen Samstag in der Essener Sporthalle an der Ohmstraße.
Dass alle Beteiligten, von den Sportlern über die kooperierenden Institutionen bis hin zu den Sponsoren, von der Umsetzung der neuen Idee begeistert sind und profitierten, kann als wichtigster Erfolg des Projektes gewertet werden. Die neue "FN-Liga-Familie" lebt von der Gemeinsamkeit, dem regen Austausch über die Bewertung der Leistungsfähigkeit und dem herausragenden Fair-Play untereinander. Schon jetzt brennen alle Mannschaften auf die neue Saison 2008, an der bereits vier weitere Teams Interesse bekundet haben.
Nach einem von Spannung kaum zu überbietenden letzten Spieltag nahmen die Kicker der WfB Lebenshilfe Solingen den großen Wanderpokal in Verbindung mit der ersten FUBA-NET Meisterschaft mit in die Klingenstadt. Mehr zur etwas anderen Fußball-Liga gibt's unter ::: FN-Liga
FUBA-NET kooperiert mit „Willis Revier“
RWE Rhein-Ruhr präsentiert 2008 Behinderten-Camp
(Essen, 24.11.2005) Am Rande des letzten Spieltages der FUBA-NET Liga gab Willi Landgraf ein neues Special seiner Fußballschule „Willis Revier“ bekannt: 2008 bietet er erstmals ein Fußball-Camp für Menschen mit Behinderung an. Als Kooperationspartner fungiert hierbei das FUBA-NET-Projekt mit dem eigenen Hauptsponsor RWE Rhein Ruhr. „Es liegt mir seit der Fußball-WM der Menschen mit Behinderung im letzten Jahr besonders am Herzen, für fußballbegeisterte Menschen mit Behinderung etwas anzubieten. Mit meinem Camp möchte ich einen aktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe dieser Klientel leisten“, sagt der Zweitliga-Rekordspieler.
Unterstützt wird Landgraf durch das FUBA-NET-Projekt, das sich seit knapp fünf Jahren den Belangen von Fußballern mit Behinderung verpflichtet fühlt. „Als mir die Idee von FUBA-NET vorgestellt wurde, war ich sofort begeistert. Als Botschafter stand ich dem Projekt bereits mehrfach gerne zu Verfügung und habe hierbei festgestellt, dass man im Kontakt mit Menschen mit Behinderung nur gewinnen kann“, sagt Landgraf.
Der FUBA-NET-Hauptsponsor RWE Rhein-Ruhr präsentiert das viertägige Camp, welches erstmals im März 2008 im Essener goalfever™ Center durchgeführt wird. „Durch das Engagement von RWE können wir die Campgebühren für die Teilnehmer niedrig halten. Dies schafft gleichzeitig Anreize für eine innovative Entwicklung im Behindertensport“, erläutert Thomas Wein von FUBA-NET. Natürlich wartet der Trainerstab des Behinderten-Camps mit Kompetenz auf. Der ehemalige Bundestrainer des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS), Willi Breuer, konnte für den Lehrgang gewonnen werden. „Die Idee ist genial und unterstreicht die hervorragende Arbeit des FUBA-NET-Projektes, welche ich tatkräftig unterstütze“, bekräftigt der Dipl.-Sportlehrer und heutige Jugendkoordinator von Alemannia Aachen.
Startschuss für Frauen-Fußball im Behindertensport ist gefallen
Gelungene Turnier-Premiere des BSNW in Bottrop
(Bottrop, 3.11.2007) Der Frauenfußball ist in Deutschland in aller Munde. Nach der WM-Titelverteidigung der Nationalmannschaft und der Vergabe der nächsten Weltmeisterschaft 2011 nach Deutschland positioniert sich auch der Behindertensport in diesem Segment. Am Samstag, den 3. November 2007, fand das erste Turnier für Frauen mit geistiger Behinderung veranstaltet durch den Behinderten-Sportverband Nordrhein-Westfalen (BSNW) in Bottrop-Kirchhellen statt.
In Anwesenheit der Behindertenbeauftragten des Landes NRW, Angelika Gemkow, und des Präsidenten des deutschen Behindertensportverbandes DBS, Karl-Hermann Haack (Foto links), feierten vier Teams eine durchweg gelungene Premiere. „Da der Frauenfußball im Behindertensport noch gänzlich in den Kinderschuhen steckt, ist das Turnier eine erste Standortbestimmung“, stellte Organisator und Fußball-Abteilungsleiter im BSNW, Dieter Spier, fest und erläuterte: „Zunächst gilt es, den Bedarf und die Möglichkeiten eines geregelten Spielbetriebes zu prüfen. Sicherlich schlummert hier jedoch ein großes Potenzial für Vereine und Verbände im organisierten Behindertensport.“
Fünf Feldspielerinnen und eine Torfrau standen sich pro Team am gegenüber. Die Damen der Spielgemeinschaft Bocholt/Rees spielten in ihren drei Turnier-Matches am erfolgreichsten und verwiesen mit 3:0 Toren und neun Punkten die Teams von Wittekindshof-Bad Oeynhausen, BSG Viktoria Bottrop und Lemgo Eben-Ezer auf die Plätze. Nach der mit großer Motivation aller Beteiligter in der Sporthalle der Kirchhellener Bezirkssportanlage Löwenfeldstraße gestemmten Auftaktveranstaltung scheint der Start einer eigenen Liga 2008 so gut wie sicher. Wenngleich einige logistische und damit verbundene organisatorische Hürden genommen werden müssen, ist auch der Deutsche Behindertensportverband sehr optmistisch, was die Zukunft des Fußballs von Frauen mit Behinderung angeht.
„Es herrscht zurzeit eine große Aufbruchstimmung in den Verbänden. Wir als Dachverband begrüßen das Engagement des BSNW und unterstützen das Projekt, wo wir nur können“, versicherte DBS-Vizepräsident Ludger Elling, der sich als Leiter der neuen Projektgruppe „Fußball im DBS“ ebenfalls vor Ort ein Bild von den Leistungen der Frauen machte. Strukturen müssen nun gebildet und Werbung in den Vereinen betrieben werden.
Eine Notwendigkeit, der sich auch RS-Kooperationspartner FUBA-NET als Unterstützer der neuen Idee verpflichtet fühlt. International dreht sich das Rad langsamer. Dass 2011 im Anschluss an die WM der Profi-Damen auch eine WM der Fußballerinnen mit geistiger Behinderung in Deutschland stattfinden kann, bleibt daher auch ein Wunschtraum. „So etwas wie 2006, als zwei Fußball-Weltmeisterschaften nacheinander stattfanden, ist vielleicht erstrebenswert, aber im Moment nur eine Vision. Der BSNW hat heute einen Erstaufschlag für eine neue Entwicklung im Behindertensport gemacht. Das ist ein tolle Sache“, resümierte Elling im Anschluss an das Turnier.
"Zusammenspiel" hat 3+22 Gewinner
"Viva Colonia" in der RWE-Rhein Ruhr Sporthalle
(Mülheim, 14.10.2007) Das integrative Fußballfest in der RWE Rhein-Ruhr Sporthalle endete am frühen Sonntagabend mit einer Ode an die kölsche Lebensart: "Viva Colonia" sang die Siegermannschaft vom SC Borussia Hohenlind Lindenthal, die in der "Offenen Klasse" in einem denkwürdigen Neun-Meter-Schießen gegen die Recklinghäuser Werkstätten am Ende etwas glücklich die Nase vorn hatten. Im Home-Cup (Kategorie für Wohnheime der Behindertenhilfe und anderer Rehabilitationseinrichtungen) triumphierte ebenfalls nach spannendem Neun-Meter-Schießen die BSS Dinslaken. Im sCOOL-Cup (Kategorie für Tandem-Teams aus Sonder- und Regelschulen) gewann bereits am Samstag die integrative Essener Mannschaft der Comenius-Schule für Geistigbehinderte und des Gymnasiums Überruhr. Fast 500 Tore erlebten Aktive und Zuschauer am Wochenende beim "Zusammenspiel" in Mülheim bei der sechsten Auflage des FUBA-NET Cups, der laut der Sat1-Nachrichtensendung "17:30" deutschlandweit das größte Fußballturnier dieser Art ist.
::: Mehr zum FUBA-NET Cup NRW 2007
Yves eröffnet den integrativen Kick
FUBA-NET Cup NRW 2007 am Wochenende in Mülheim
(Mülheim/Essen, 11.10.2007) Wenn am Samstag die sechste Auflage des integrativen FUBA-NET Cups in der Mülheimer RWE Rhein-Ruhr Sporthalle startet, lässt es sich Yves Eigenrauch als Botschafter des FUBA-NET-Projektes nicht nehmen, persönlich den Kick Off vorzunehmen. „In den letzten Jahren habe ich stets eine tolle Atmosphäre bei den Turnieren erlebt. Daher ist es keine Frage, auch in diesem Jahr aktiv die Veranstaltung mitzugestalten“, unterstreicht Eigenrauch sein Engagement für die integrative Idee.
Nach der offiziellen Begrüßung aller 25 Mannschaften führt er am Samstag um 10:00 Uhr den Anstoß der ersten Partie aus, wenn sich der Mitgastgeber aus Mülheim die Fliedner Werkstätten, und die Lübbecker Werkstätten gegenüberstehen. Der Turnierplan hat es beim FN-Cup in sich. Auf zwei Soccer-Courts mit Rund-um-Bande werden am Samstag in der Turnierkategorie „Home-Cup“ (Wohnheime der Behindertenhilfe)und der „Offenen Klasse“ die Vorrunden ausgetragen, während parallel die komplette Kategorie „sCOOL-Cup“, aufgrund der geringen Teilnehmerzahl von fünf Teams, durchgeführt wird. Am Sonntag treffen alle Mannschaften aus den Kategorien „Home-Cup“ und „Offene Klasse“ in einer Zwischenrunde noch einmal aufeinander, bevor es dann im K.O.-Modus weitergeht.
„In der Vorbereitung war es für uns eine Herausforderung, so viele Teams in einem ausgewogenen Turnierplan unterzubringen. Da es gerade in den letzten Tagen noch zu Abmeldungen kam, konnten Teams aufrücken und neu integriert werden“, erläutert FN-Mitarbeiter Jonas Hessedenz die Mammut-Aufgabe auf Seiten der Turnierleitung und fügt an: „Zu lange Wartezeiten sind natürlich immer unbeliebt, aber bei dieser Dimension auch nicht ganz zu vermeiden. Im Rahmenprogramm wird allerdings gerade am Samstag als Ausgleich und zur Abwechslung viel geboten. Ich denke, dass alle auf Ihre Kosten kommen.“
Tatsächlich sollte bei Teilnehmern und Zuschauern keine Langeweile aufkommen, denn mit zahlreichen Info- und Verkaufsständen in der Haupthalle sowie Angeboten wie Fußballtennis, Torwandschießen und Kickertischen in der unterirdischen Mehrzweckhalle untermauert der Veranstalter die Idee eines breit angelegten Fußballfestes auch neben dem Platz. Der Eintritt am Wochenende ist für Zuschauer frei.
::: Mehr zum FUBA-NET Cup NRW 2007
25 Teams sind beim FN-Cup NRW 2007 dabei
sCOOL-Cup auf einen Tag verkürzt
(Essen, 02.10.2007) "Zusammenspiel" - Das integrative Fußballfest am 13. und 14. Oktober 2007 in der Mülheimer RWE-Rhein-Ruhr Sporthalle kann starten. In den drei Kategorien sCOOL-Cup (Tandem-Modell für Regel- und Sonderschulen), Home-Cup (Wohnheime) und Offene Klasse sind insgesamt 25 integrativ besetzte Mannschaften vertreten. Während nicht alle Anmeldungen in der Offenen Klasse berücksichtigt werden konnten, ist die Teilnehmerzahl im sCOOL-Cup recht überschaubar. Fünf Mannschaften, die sich jeweils aus einer Sonder- und einer Regelschule zusammensetzen, haben für den integrativen Kick gemeldet. Aus diesem Grunde wird die Vor- und Endrunde des sCOOL-Cups komplett am Samstag, 13.10.2007, veranstaltet. Acht Teams messen sich an zwei Tagen im Home-Cup und zwölf Mannschaften starten am gesamten Wochenende in der Offenen Klasse.
Alle Teams und weitere Infos unter ::: FN-Cup NRW 2007
Sandra Minnert wird Co-Trainerin
Erster Nationalmannschafts-Lehrgang unter Schacht
Parallel zum Bundeswettbewerb der Werkstätten versammelte der neue Coach der Nationalmannschaft der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, Dietmar Schacht, erstmals eine Auswahlmannschaft um sich. 17 Spieler aus der gesamten Bundesrepublik folgten am Wochenende der Einladung in die Duisburger Sportschule Wedau. Schacht stellte sich ihnen mit seinem Stab und einigen Überraschungen vor: Die bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in China weilende Sandra Minnert wird Schacht zukünftig als Co-Trainerin assistieren. Darüber hinaus installierte Schacht mit Ex-Nationalspielerin Viola Odebrecht und ThomasWeber zwei weitere Akteure des Frauen-Bundesligisten SC07 Bad Neuenahr-Ahrweiler im Management des Teams. Zusätzlich berief er Bernd Fischer vom Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein und Dieter Spier vom Behinderten-Sportverband Nordrhein-Westfalen als Assistenten in sein Kompetenzteam. Als Ziel gibt Schacht den Aufbau eines schlagkräftigen Teams für die Europameisterschaft 2008 in England vor und will dies mit einer effektiven Mischung kompetenter Persönlichkeiten aus dem Bereich des Profi-Fußballs und der Behindertensportszene erreichen. Neben lockeren ersten Trainingseinheiten diente der Lehrgang vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen mit einem abwechslungsreichen Programm. So besuchte man gemeinsam am Freitag das DEL-Eishockey-Spiel der Duisburger Füchse gegen die Hannover Scorpions und am Samstag das Bundesliga-Match Leverkusen gegen Bochum. „Der Eindruck nach dem ersten gemeinsamen Treffen ist sehr positiv. Man muss sich natürlich noch aneinander gewöhnen, denn mein Führungsstil ist sicherlich ein anderer als der von Willi Breuer. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich mit meinem Kompetenzteam eine gute Truppe aufbauen kann. Spieler die beim Bundeswettbewerb auffielen, werden beim nächsten Lehrgang im Oktober zum Team stoßen. Im Anschluss daran werde ich meinen erweiterten Kader für die EM benennen“, sagte Schacht auf Nachfrage des RevierSport Partnerportals FUBA-NET.
Recklinghausen wird Favoritenrolle gerecht
Sieben Siege, ein Unentschieden, 23:1 Tore beim Bundeswettbewerb Fußball
Knapp 200 Spieler aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung ermittelten am vergangenen Wochenende zum achten Mal den Sieger im „Bundeswettbewerb Fußball“. 16 Bundesländer entsendeten hierfür ihre Landessieger in die Sportschule Wedau, wo bereits am Donnerstag die Eröffnung der achten Auflage des renommierten Turniers feierlich begangen wurde (FUBA-NET berichtete). Nicht zu stoppen war erneut die Mannschaft der Diakonie Recklinghausen. Das hochfavorisierte Team der Recklinghäuser Werkstätten legte einen Durchmarsch hin. Mit nur einem Gegentreffer bei sieben Siegen und einem Unentschieden wurden die Kicker um Nationalspieler Tufan Civelek unangefochten Bundessieger. „Recklinghausen - Deutscher Meister“ sangen die Spieler freudetrunken um Trainer Gisbert Schugall nach dem entscheidenden 1:0-Erfolg über die Kappelner Werkstätten aus Schleswig Holstein. Der Linienmann der Recklinghäuser legte hingegen beschwörend den Zeigefinger auf die Lippen. „Deutscher Meister dürfen wir uns ja offiziell nicht nennen, aber trotzdem fühlen wir uns so“, schmunzelte Schugall nach dem mittlerweile vierten Triumph beim Bundeswettbewerb nach 2003, 2004 und 2005.
Nach einem erneut perfekt organisierten Verlauf der Veranstaltung verwies der Geschäftsführer der Sepp Herberger Stiftung, Manuel Neukirchner auf die integrative Wirkung und den besonderen Stellenwert der Meisterschaft im deutschen Behindertensport. „Der Bundeswettbewerb ist ein Turnier, das wir bewusst im Bereich des Breitensports ansiedeln. Es ist aber auch angedacht, das Konzept in Zusammenarbeit mit unseren Partnern weiter zu entwickeln.“ Gerade hinsichtlich eines Unterbaus für die Nationalmannschaft der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen sei die Veranstaltung für Sichtungen bestens geeignet, bestätigte DBS-Referent Ralf Kuckuck, der aber auch bestrebt ist, den Brückenschlag zwischen Breiten- und Leistungssport zu legen.
Der von der Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gemeinsam mit dem Behindertensportverband (DBS), der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) und Special Olympics Deutschland durchgeführte Wettkampf bot neben dem sportlichen Geschehen auch reichlich Abwechslung neben dem Platz. DFB-Physiotherapeuten gaben Tipps in Sachen Fitness, der neue Trainer der Nationalmannschaft für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, der Ex-Schalke- und MSV-Profi Schacht, stellte sich vor, DFB-Trainer Dieter Eilts bat zur Gesprächsrunde. Außerdem besuchten alle Teams das Bundesligaspiel Bayer Leverkusen gegen den VfL Bochum, nach dem auch der Ex-FIFA-Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer viele Fragen beantwortete.
Werkstätten ermitteln Bundessieger in Duisburg-Wedau
Diakonisches Werk Recklinghausen gilt als Favorit
(Duisburg, 15.09.2007) Prominent unter anderem durch Klaus Kinkel und Horst Eckel im Vorfeld unterstützt, spielen seit gestern in der Duisburger Sportschule Wedau 16 Werkstätten für Menschen mit Behinderung den Bundessieger im Wettbewerb der Behindertenwerkstätten aus.
Die einzelnen Sieger der Vorausscheidungen auf Ebene der Bundesländer spielten hierbei in vier Vorrundengruppen zunächst die Paarungen der Zwischenrunde aus. Die Recklinghäuser Werkstätten des Diakonischen Werkes dominierten hierbei als Favorit auf den Titel mit 17:0 Toren und 9 Punkten die Vorrundengruppe A souverän. Beim heutigen Zwischenrunden-Match gegen die Wabe Industrieservices aus Bayern gelang den Kickern um Coach Gisbert Schugall ein 2:0. Somit spielen die Mannschaft am morgigen Sonntag um die Plätze eins bis vier. Schugall äußerte sich gegenüber FUBA-NET optimistisch: „Es läuft sehr gut für meine Jungs. Bislang sind wir ohne Gegentor geblieben. Das steigert das Selbstbewusstsein vor der morgigen Finalrunde.“
Der Bundeswettbewerb Fußball der Werkstätten für behinderte Menschen ist einzigartig im organisierten Behindertenfußball. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen organisiert das Turnier gemeinsam mit der Sepp Herberger Stiftung, dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) und Special Olympics Deutschland bereits im achten Jahr. Am Donnerstag ging der offiziellen Eröffnung am Abend eine Pressekonferenz in der Duisburger MSV-Arena voran. Der ehemalige Bundesaußenminister Dr. Klaus Kinkel als Kuratoriumsmitglied der Sepp Herberger Stiftung warb einstimmig mit Horst Hrubesch, Dietmar Schacht und dem Weltmeister von 1954, Horst Eckel, um eine Wertschätzung der Leistungen der einzelnen Sportler.
Der Geschäftsführer der Sepp Herberger Stiftung, Manuel Neukirchner, wies auf die Tradition des Wettbewerbes hin und deutete an, dass man gewillt sei, mit allen Partnern Verbesserungen und sogar eine internationale Ausweitung des Wettbewerbes anzustreben. Der neue Bundestrainer der Nationalmannschaft der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, Dietmar Schacht, betonte, dass der Wettbewerb eine hervorragende Möglichkeit biete, die neuen Aufgaben beim DBS mit Sichtungsmaßnahmen zu verbinden.
Integration über Innovation
Countdown zum Goalball-Event „Mondschein-Cup“ läuft
FOTO: Unterstützen den Mondschein-Cup- ELE-Geschäftsführer Dr. Rainer von Courbière, Bottrops Sportdezernent Bernd Tischler, DBS-Vize Ludger Elling und Bundestrainer Knut Kursawe (v.l.)
Bei der Pressekonferenz im Bottroper Rathaus waren sich am Montag die Vertreter der Partner und Sponsoren gut zwölf Tage vor der Erstauflage des FUBA-NET Mondschein-Cups einig: „Wir fördern Innovationen“, gab der Geschäftführer des Hauptsponsors Emscher Lippe Energie GmbH, Dr. Rainer von Courbière zu Beginn des Pressetermins gleichsam als Prämisse aus und unterstrich damit das mittlerweile dreijährige Engagement des Versorgers zugunsten des FUBA-NET Projektes.
Wenn am 22. September ab 19:00 Uhr mit dem Goalball-Event eine landläufig wenig bekannte paralympische Behindertensportart einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wird, steht ein Testspiel zwischen der holländischen und deutschen Nationalmannschaft im Vordergrund.
Die ausschließlich blinden und sehbehinderten Auswahlspieler verlassen sich beim Goalball ausschließlich auf ihr Gehör, wenn der 1.250 gr. schwere Klingelball über das 19x8m große Spezialfeld getrieben wird, um Tore zu erzielen. „Ich selber habe in meiner Ausbildung zum Sportlehrer Goalball gespielt und kann versichern, dass es sich um einen äußerst faszinierenden Sport handelt. Mich persönlich begeistert der integrative Ansatz, der mit dem Mondschein-Cup in Bottrop verbunden wird“, stellte der Vize-Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) Ludger Elling fest. Integration über den Goalball-Sport ist ein Hauptanliegen des Veranstalters FUBA-NET.
So erproben sich im Anschluss an das Länderspiel vier regionale von der ELE gesponsorte Amateursportmannschaften im Goalball: Die Basketballer der Schalke04 Baskets treffen auf die Handballer des VfL Gladbeck und die Volleyballerinnen des VC Bottrop 90 fordern die weiblichen Judokas des JC66 Bottrop heraus.
„Es wird ungemein spannend, wie sich Athleten aus anderen Sportarten in einer für sie fremden sportlichen Wahrnehmung und Aktion verhalten“, freute sich Bundestrainer Knut Kursawe. „Der Mondschein-Cup bringt unsere Sportart nicht nur stärker in die Öffentlichkeit sondern auch über die neue Erfahrung in die Köpfe sehender Menschen.“
Dass Bottrop im Behindertensport immer mehr eine Vorreiterrolle einnimmt, machte auch Bernd Tischler, der als Sportdezernent der Stadt den erkrankten Schirmherrn und Oberbürgermeister Peter Noetzel vertrat, deutlich: „Mit dem Jahnstadion bietet Bottrop eine ausgezeichnete Sportstätte. Die Fußball-WM der Menschen mit Behinderung hat es im vergangenen Jahr gezeigt. Nun folgt der Mondschein-Cup. Ich bin mir sicher, es wird ein tolles Ereignis für die Sportstadt Bottrop und das Jahnstadion weiter nach vorne bringen."
Der Mondschein-Cup steigt am 22.September ab 19:00 Uhr im Jahnstadion Bottrop. Der Eintritt ist frei. Elektronische Musik von DJ Pherox rahmt das Event ein, welches durch geplante Lichtinstallationen und Illuminationen der Spieler, des Spielfeldes und Balls eine spätsommerlich einzigartige Atmosphäre schaffen soll. Neben der Stauder-Brauerei unterstützt auch das Essener Dunkelrestaurant „Finster“ als Catering-Partner die innovative Idee zur Integration von Menschen mit Behinderung. Zudem werden zwei Gutscheine für ein Drei-Gänge-Menü im „Finster“ unter allen Besuchern verlost.
::: Mehr zum FUBA-NET Mondschein-Cup