Spielberichte (Saison 2009/2010)
[09.05.2010 _ Arminia Bielefeld - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Kaya-Tor reicht nicht - RWO bleibt auf Platz 14
1:2-Niederlage bei Arminia Bielefeld
Auch zum Abschluss der Saison 2009/2010 hatte es für Rot-Weiß Oberhausen nicht zu einem Auswärtserfolg gereicht. Denn in den letzten Monaten war die Ausbeute in der Fremde sehr bescheiden. Und so beendeten die "Kleeblätter" die abgelaufene Spielzeit in der 2. Bundesliga nach der 1:2-Niederlage bei Arminia Bielefeld auf Platz 14.
Doch das interessiert derzeit sicher niemanden mehr, denn trotz der Pleite in Bielefeld steht die Freude über den Klassenerhalt klar im Vordergrund.
Daher konnten es die Oberhausener auch gar nicht erwarten, wieder in den Bus zu steigen, da doch in der Heimat die Abschlussparty zusammen mit den Aufsteigern der U23 wartete. Drei Landesliga-Meister standen aufgrund der Personalnot der "Kleeblätter" sogar in Bielefeld im Aufgebot, wobei Florian Abel und Kevin Kolberg in den letzten Minuten sogar auf dem Platz mitmischten.
Das Fazit von Trainer Hans-Günter Bruns nach den letzten 90 Minuten in einer kräftezehrenden Spielzeit lautete wie folgt: „Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel gezeigt. Wir sind vor allem gut in die zweite Halbzeit gekommen, konnten aber unsere Chancen nicht nutzen. Wie aus dem Nichts kamen dann die beiden Tore des DSC. Natürlich wäre ein Sieg schön gewesen, aber es hat nicht sollen sein und deswegen bin ich nicht traurig.“
Und der Klassenerhalt wird am Sonntag (9. Mai) in Oberhausen noch kräftig begossen. Denn auch an der Theke können die Kicker und Verantwortlichen mit den meisten mithalten. Prost...
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Landers, Pappas, Schlieter, Schmidtgal - Gordon, Kaya - Stoppelkamp, Heppke (88. Kolberg) - König, Terranova
Auswechslungen: Schönfeld für Landers (67.), Abel für Terranova (78.), Kolberg für Heppke (88.)
Tor: Kaya (31./Foulelfmeter)
Gelbe Karte: Pappas (5)
[02.05.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - Fortuna Düsseldorf]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen trotz Heimniederlage weiter zweitklassig
0:1 gegen Fortuna Düsseldorf störte den Kleeblättern Ende wenig
Rot-Weiß Oberhausen wird trotz einer unglücklichen 0:1-Niederlage im letzten Saison-Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen. Dabei profitierten die "Kleeblätter" von den Ausrutschern der direkten Abstiegskonkurrenten FSV Frankfurt und FC Hansa Rostock, die beide nicht über ein 0:0 gegen den FC Energie Cottbus bzw. beim Absteiger Rot-Weiß Ahlen hinaus kamen. Markus Kaya sorgte mit einem Eigentor in der 30. Minute für den entscheidenden Treffer in dieser Begegnung.
14.948 Zuschauer, darunter rund 8.500 Düsseldorfer, sahen eine zerfahrene erste Halbzeit mit wenigen Höhepunkten. Mike Terranova hatte für Oberhausen die erste Gelegenheit, doch sein Kopfball flog über die Querlatte (12.). Nach einem Freistoß von Marco Christ war es Kapitän Markus Kaya, der den Ball ins eigene Tor verlängerte - 0:1 (30.).
Düsseldorfs Top-Torjäger Martin Harnik verpasste kurz vor der Pause aus spitzem Winkel die Vorentscheidung (42.). In der zweiten Halbzeit verschärfte Oberhausen das Tempo, während Düsseldorf bei Kontern gefährlich. Trotz guter Gelegenheiten wollte kein weiteres Tor mehr im Niederrheinstadion fallen. Zwar musste sich Oberhausen am Ende mit 0:1 gegen Düsseldorf geschlagen geben, konnte aber durch die Ausrutscher der Konkurrenz im Abstiegskampf vorzeitig den Klassenerhalt feiern.
RWO spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Embers, Pappas, Schlieter, Miletic - Gordon, Kaya - Schmidtgal, Landers - Terranova, König
Auswechslungen: Stoppelkamp für Terranova (63.), Schönfeld für Landers (81.), Reichert für Miletic (81.)
Gelbe Karten: Miletic, Embers (beide 5./beide Saison beendet), Gordon (7)
Zuschauer: 14.948
[25.04.2010 _ TSV 1860 München - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen mit großer Moral zum Klassenerhalt
2:2-Unentschieden beim TSV 1860 München
Rot-Weiß Oberhausen kann für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga planen. Die "Kleeblätter" erreichten beim TSV 1860 München nach einem 0:2-Rückstand noch ein glückliches 2:2 (2:2)-Unentschieden. Damit kann Oberhausen nur noch theoretisch auf den Relegationsplatz zurückfallen. Denn der Vorsprung auf Platz 16 beträgt sechs Punkte.
Bei sommerlichen Temperaturen in der Münchner Arena drohten die Gäste zunächst unter die Räder zu kommen. Denn Benjamin Lauth mit einem von Markus Kaya verursachten Handelfmeter (13.) und Peniel Kokou Mlapa (23.) brachten die "Löwen" vor 16.900 Zuschauern mit 2:0 in Führung. Doch Heinrich Schmidtgal (30.) und Ronny König, der mit einem Kopfball nach Vorarbeit von Benjamin Reichert erfolgreich war (44.), konnten noch vor der Pause zum 2:2 ausgleichen.
Nach der unterhaltsamen und ansprechenden ersten Halbzeit verflachte das Spiel nach der Pause jedoch zusehends. Denn beiden Mannschaften gelang in der Offensive nicht mehr allzu viel, wobei die Gäste allerdings Glück hatten, dass der eingewechselte Alexander Ludwig (84.) und Radhouane Felhi (86.) nur das Torgestänge trafen. Beste Spieler bei den "Löwen", denen in den vier Spielen zuvor nur ein Sieg gelungen war, waren Torschütze Mlapa und Mittelfeldspieler Florin Lovin.
Bei RWO überzeugte neben dem Torschützen Heinrich Schmidtgal vor allem der eingewechselte Benjamin Reichert, der kurz vor der Pause das 2:2 vorbereitete.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Pappas, Schlieter, Miletic, Embers - Landers, Gordon, Schmidtgal - Kaya - Stoppelkamp, König
Auswechslungen: Reichert für Gordon (37.), Terranova für Stoppelkamp (79.), Heppke für Landers (85.)
Tore: Schmidtgal (30.), König (44., Vorarbeit Reichert)
[18.04.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - FC Energie Cottbus]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen vor Klassenerhalt
4:1-Heimsieg gegen den FC Energie Cottbus
Rot-Weiß Oberhausen steht in der 2. Bundesliga dicht vor dem Klassenerhalt. Die "Kleeblätter" setzten sich im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus mit 4:1 durch und haben mit nunmehr 40 Punkten acht Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.
Heinrich Schmidtgal (9. und 83.), Ronny König (73.) und Daniel Gordon (86.) schossen Oberhausen vor 5.258 Zuschauern zum verdienten Sieg. Ein Eigentor von Marinko Miletic (36.) hatte den Gästen noch den zwischenzeitlichen Ausgleich beschert.
Von Beginn an entwickelte sich ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. So zirkelte Schmidtgal in der 9. Minute einen Freistoß aus 20 Metern zur 1:0-Führung ins Cottbuser Tor. Beim Ausgleich in der 36. Minute missglückte Miletic eine Abwehraktion an der eigenen Strafraumgrenze, die schließlich zum 1:1 im eigenen Tor landete. Doch Ronny König brachte mit seinem sechsten Saisontreffer die Gastgeber nach 73 Minuten wieder in Führung. In der Schlussphase nutzte Schmidtgal eine dicken Patzer in der Cottbuser Abwehr zur Entscheidung aus und erzielte in der 83. Minute mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie das 3:1. Daniel Gordon stellte schließlich in der 86. Minute den 4:1-Endstand her. Durch diesen Erfolg hat RWO als Tabellen-13. nun nichts mehr mit dem direkten Abstieg in die 3. Liga zu tun.
RWO spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Embers, Pappas, Schlieter, Miletic - Gordon, Schmidtgal, Landers, Kaya - Terranova, König
Auswechslungen: Reichert für Terranova (72.), Uster für Pappas (90.), Heppke für Landers (90.)
Tore: Schmidtgal (9., direkter Freistoß/83.), König (73., Gordon), Gordon (86., Kaya)
Zuschauer: 5.258
[11.04.2010 _ FSV Frankfurt - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
RWO wieder mitten im Abstiegskampf
0:1-Niederlage beim FSV Frankfurt
Rot-Weiß Oberhausen steckt wieder mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Die "Kleeblätter" verloren das Auswärtsspiel beim Abstiegskonkurrenten FSV Frankfurt mit 0:1, obwohl sie nach einer Roten Karte für Gledson wegen Nachtretens (22.) fast 70 Minuten in Überzahl agiert hatten. Ausgerechnet Sascha Mölders, der vor zwei Jahren auch als Neuzugang bei RWO im Gespräch war, erzielte das Siegtor für die Gastgeber. Er war erst im Winter vom West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen zum FSV gewechselt.
Dabei hatten die "eeblätter" in Frankfurt noch zwei Ziele auf dem Zettel: Sie wollten sich für die Heimniederlage in der Hinrunde rächen und den Klassenerhalt endgültig perfekt machen. Doch am Ende stand die wohl schlechteste Saisonleistung und die Erkenntnis: In dieser Form muss man noch etwas auf die Rettung warten.
Und die wichtigsten Rahmendaten sagen alles über die Leistung der Oberhausener beim katastrophalen 0:1 beim FSV Frankfurt. Eine Chance in 90 Minuten, wobei sie 69 Minuten lang in Überzahl spielten. Wer alle Spiele der "Kleeblätter" seit der Amtsübernahme von Trainer Hans-Günter Bruns gesehen hatte, der traute seinen Augen nicht. Denn Oberhausen gelang gar nichts, da es an Ideen, Mut und Entschlossenheit fehlte.
Die Folge war das Tor des Tages durch den ehemaligen Essener Sascha Mölders. Und Bruns machte nach dem Abpfiff auch gar keine Anstalten irgendetwas schönzureden. Seine bittere Bilanz: „Ich glaube, dass der Sieg gegen Kaiserslautern der Elf gar nicht bekommen ist. Mir war nach zwei Minuten klar, das hier gar nichts geht. Wir waren nie präsent und haben alles vermissen lassen, was den Fußball ausmacht. Die ganze Mannschaft war überhaupt nicht auf dem Platz. Das ist sehr enttäuschend. Gerade in Überzahl hätte man hier alles klar machen können. Es war so sicher wie das Amen in der Kirche, dass wir das 0:1 kriegen.“
Dem Treffer war eine ganze Fehlerkette voraus gegangen, wofür die Hausherren „Danke“ sagten und sich damit im Abstiegskampf zurückmeldeten. Dementsprechend positiv analysierte FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen die Begegnung. „Wir sind von der ersten Minute an gut aus dem Quark gekommen und haben die Partie kontrolliert. Ich hatte auf der Bank auch in Unterzahl die ganze Zeit ein gutes Gefühl, weil wir immer für ein Tor gut sind. Wir wollten den Sieg einfach etwas mehr als Oberhausen."
Durch diese Niederlage fiel RWO in der Tabelle auf Platz 14 zurück und hat vier Spieltage vor dem Saisonende nur noch fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16.
RWO spielte in folgender Aufstellung: Pirson – Pappas, Miletic, Schlieter, Razic – Landers, Gordon, Kaya, Schmidtgal – Stoppelkamp, König
Auswechslungen: Schönfeld für Landers, Terranova für Kaya (beide 71.), Reichert für Razic (77.)
Gelbe Karten: Gordon (6), Schmidtgal (8), Stoppelkamp (5./gegen Cottbus gesperrt)
[04.04.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - 1. FC Kaiserslautern]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
RWO schafft Big Point im Abstiegskampf
2:1-Heimsieg gegen den Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern
Rot-Weiß Oberhausen ist ein wichtiger Big Point im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga gelungen. Die "Kleeblätter" setzten sich überraschend mit 2:1 gegen den Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern durch und verbesserten sich damit in der Tabelle auf Platz 13. Vor 10.080 Zuschauern erzielte Moritz Stoppelkamp (61.) und Markus Kaya mit einem verwandelten Foulelfmeter (76.) die Treffer für RWO. Esad Razic schied nach 14 Minuten verletzt aus.
Bei dieser Partie ließ sich RWO auch vom Rückstand durch Erik Jendrisek nicht beirren und landete durch die Treffer von Moritz Stoppelkamp und Markus Kaya einen „verdienten Sieg“, wie auch FCK-Trainer Marco Kurz anerkennen musste. Denn vor 10.080 Zuschauern „zermürbte“ RWO den Gast aus der Pfalz, wie Bruns richtig anmerkte. Besonders die beiden Paare auf den Außenpositionen machten für Oberhausen einen richtig guten Job. Und vor dem selbstausgerufenen Endspiel beim FSV Frankfurt ist der Abstand zum Relegationsplatz 16 auf stolze acht Punkte angewachsen.
Dementsprechend stolz bilanzierte Bruns auch den Triumph über den künftigen Bundesligisten. „Das war taktisch sicher die beste Leistung in der gesamten Saison. Jeder hat seine Aufgabe erfüllt und seinen inneren Schweinehund mehr als nur einmal überwunden. Und das gegen so einen starken Gegner.“ Worte, bei denen Kurz anerkennend nicken musste.
Sein Fazit: „Wir sind dafür nie so aufgetreten wie geplant. Unsere Spieler haben ihre Qualität alle nicht abgerufen und bei den strittigen Szenen fehlte auch das nötige Glück, das hatten wir aber auch nicht verdient.“
Anders die Kleeblätter: Die haben sich das bisschen Dusel wie in Paderborn in der Schlussminute redlich erarbeitet. Marcel Landers legte sich fest: „Wir haben in den letzten Spielen der Hinrunde richtig auf die Fresse gekriegt. Danach haben wir uns alles im Training wieder richtig hart erarbeitet. Und das sieht man jetzt auf dem Platz. Wir wollten den Dreier unbedingt und der war daher am Ende auch in Ordnung.“
[26.03.2010 _ SC Paderborn 07 - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Nächster Befreiungsschlag für RWO
2:1-Auswärtssieg beim SC Paderborn 07
Rot-Weiß Oberhausen ist der nächste Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga gelungen. Die "Kleeblätter" setzten sich nach einem Wahnsinns-Finale glücklich mit 2:1 beim SC Paderborn durch und verbesserten sich in der Tabelle vorläufig auf den zwölften Platz. Die beiden Treffer für RWO erzielten Dimirios Pappas und Marcel Landers, die beide zum ersten Mal in dieser Saison zum ersten Mal ins Schwarzte trafen.
Dabei waren die Voraussetzungen recht unterschiedlich gewesen. Oberhausen kam mit einem Dreier gegen Koblenz nach Paderborn, wobei sie schon mitten im Abstiegskampf steckten.
Der SC Paderborn war schon vor dem Anpfiff fast gerettet und musste zuletzt ein 0:3 im Derby in Bielefeld einstecken. Und auch gegen Oberhausen erwischte der SCP einen schwachen Start, da Oberhausen bereits nach 37 Sekunden die erste Chance hatte. Nach einer klasse Vorarbeit von Marcel Landers prüfte Mike Terranova Paderborns Keeper Daniel Masuch mit einem Volleyabnahme. Da konnte das Ex-Kleeblatt noch klären, in Minute 14 war er dann aber machtlos. Ronny König setzte zunächst seinen bulligen Körper super ein, passte dann in die Mitte und da stand Landers plötzlich völlig blank und schob die Kugel unter Masuch hindurch in die Maschen zur Führung für RWO.
Dabei blieb es bis zur Pause und das auch verdient, da RWO mehr investierte und durch Terranova sogar noch das 2:0 auf dem Fuß hatte, wobei die SCP-Abwehr aber seinen Abschluss nur mit Mühe blocken konnte. Auf der anderen Seite erarbeiteten sich die Hausherren vor dem Halbzeitpfiff nur zwei kleinere Gelegenheiten durch Frank Löning und Daniel Brückner, die aber leichte Beute für RWO-Schlussmann Sören Pirson waren.
Paderborns Trainer Andre Schubert reagierte auf die Vorstellung seiner Elf und brachte zum zweiten Durchgang mit Sören Brandy für Löning einen frischen Offensivmann. Und die erste Chance hatte dann auch der SCP, doch ein Geschoss von Rolf-Christel Guié-Mien konnte Pirson sehenswert zur Ecke klären (49.). In der Folge passierte nicht viel, obwohl die Hausherren den Druck spürbar erhöhten. Bis zur 75. Minute, da ging es über RWOs linke Seite und in der Mitte vollendete der eingewechselte Brandy zum 1:1.
Ein ganz bitterer Moment, da quasi zeitgleich der FSV Frankfurt gegen Union Berlin in Führung ging. Und so der Vorsprung auf den Relegationsrang 16 von sieben Zählern auf drei Punkte schrumpfte. Und nicht auf zwei Zähler, aber auch nur, weil Pirson im direkten Duell gegen Saglik retten konnte (86.). Dann dachten die Zuschauer, mit dem Platzverweis die letzte Aktion gesehen zu haben: Saglik, der seine gelben Schuhe in der Pause gegen blaue austauschte, sah nach einem Foulspiel von hinten an Marinko Miletic die Rote Karte (88.). Doch es gab ja noch die 90. Minute plus Nachspielzeit. Erst kam die Ecke und dann kam Dimitrios Pappas. Der hämmerte das Leder zum 2:1 in die Maschen und sorgte so für kollektive Oberhausener Glücksgefühle.
Aber nur für 120 Sekunden, denn dann pfiff Schiri Patrick Ittrich in der Nachspielzeit nach einem Foul von Miletic Elfmeter für Paderborn. Enis Alushi trat an und traf den Pfosten und RWO feierte nach acht vergeblichen Anläufen einen enorm wichtigen Auswärtsdreier. Zudem bestätigte es sich, dass Paderborn den Kleeblättern liegt - es war im vierten Vergleich der vierte Sieg. Dementsprechend glücklich zeigte sich nachher auch Coach Hans-Günter Bruns: „Ich bin super froh, dass wir gewonnen haben. Vor allem, da Frankfurt auch gesiegt hat. Wir haben sehr gut angefangen und sind verdient in Führung gegangen. Aber wir haben es versäumt, dass 2:0 nachzulegen. Als ich dachte, wir haben wieder alles im Griff, fiel das 1:1 und es folgte ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für uns, nachdem sich am Ende die Ereignisse überschlagen haben.“
[21.03.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - Karlsruher SC]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
RWO gelingt Befreiungsschlag dank Ronny König
1:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC
Rot-Weiß Oberhausen hat den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga geschafft. Die Mannschaft von Trainer Hans-Günter Bruns setzte sich mit 1:0 gegen den Karlsruher SC durch und ist damit dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen. Vor 4.768 Zuschauern erzielte Ronny König in der 69. Minute den entscheidenden Treffer in dieser Begegnung. Der Angreifer war erst zu Beginn der zweiten Halbzeit für Mike Terranova eingewechselt worden. Durch diesen wichtigen "Dreier" hat RWO wieder fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.
Trainer Hans-Günter Bruns tauschte nach dem turbulenten 3:5 beim FC St. Pauli seinen Torhüter: Christoph Semmler, der in Hamburg mitverantwortlich für die Niederlage war, musste für Sören Pirson Platz machen. Außerdem verdrängte Esad Razic Daniel Embers auf die Bank.
Bei regnerischem Wetter im Niederrheinstadion dehnten beide Teams die anfängliche Findungsphase großzügig aus. So wurde es in den ersten 20 Minuten nur einmal gefährlich, als Krebs nach einem Stellungsfehler von Dimitrios Pappas allein vor Sören Pirson stand. Doch er zögerte zu lange, so dass er noch geblockt werden konnte (19.). Ansonsten taten sich beide Teams extrem schwer beim Spielaufbau, da viele Unterbrechungen und Abspielfehler das Bild prägten.
In der Folge erspielten sich die Karlsruher nach und nach ein Übergewicht, so dass Stindl folglich auch die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit hatte: Nachdem Krebs auf der linken Seite mit Übersicht zurückgelegt hatte, scheiterte der künftige Hannoveraner aus acht Metern an RWO-Keeper Sören Pirson (30.). Die Gastgeber, die vorne nur wenig Durchdachtes zu Stande brachten und hinten immer wieder unsicher wirkte, wie zum Beispiel Sören Pirson, mussten mit dem 0:0 zur Pause zufrieden sein.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Oberhausener, die nun mit Ronny König für Mike Terranova in der Spitze agierten, ein wenig mutiger und hielten die Karlsruher nun auch besser vom eigenen Tor fern. Doch sie konnten das Spielniveau nur unwesentlich erhöhen. Dennoch war die plötzliche Führung nach 69 Minuten nicht unverdient: Denn Markus Kaya flankte nach einem abgewehrten Eckball noch einmal in den Fünfer, wo sich Ronny König gegen Staffeldt und Miller durchsetzte und zum 1:0 einköpfte. Die Karlsruher, die ein Foul an ihrem Schlussmann gesehen haben wollten, protestierten vergeblich.
Der KSC blieb eine Antwort schuldig. Zwar rafften sich die Badener noch einmal auf, doch wirklich gefährlich wurde es vor dem Tor von Sören Pirson nicht mehr. Mit viel Kampf und Leidenschaft retteten die Oberhausener die knappe Führung über die Zeit. Denn Staffeldt vergab in der Nachspielzeit aus der Distanz die letzte Chance in dieser Partie.
RWO spielte in folgender Aufstellung: Pirson – Pappas, Miletic, Schlieter, Razic – Landers, Kaya, Gordon, Schmidtgal – Stoppelkamp, Terranova
Auswechslungen: König für Terranova (46.), Embers für Razic (80.), Petersch für Landers (90.+1)
Tor: König (69., Vorarbeit Kaya)
Gelbe Karten: Razic (2), Gordon (5./in Paderborn gesperrt)
Zuschauer: 4.768
[14.03.2010 _ FC St. Pauli - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
RWO verpasst Überraschung am Millerntor
3:5-Niederlage beim FC St. Pauli
Rot-Weiß Oberhausen hat eine Überraschung am Millerntor verpasst. Die "Kleeblätter" verloren das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit 3:5 und stecken als Tabellen-14. weiter mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 beträgt nach dem 26. Zweitliga-Spieltag nur noch zwei Punkte.
Bei den "Kleeblättern" stellte Trainer Hans-Günter Bruns seine Mannschaft nach dem 2:0-Heimsieg gegen Koblenz nur auf einer Position um: Für den verletzten Tim Kruse, der in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung steht, stand Daniel Embers in der Startelf.
Der FC St. Pauli war von Beginn an bemüht, die Negativerlebnisse der vergangenen Wochen vergessen zu machen und wurde bereits nach fünf Minuten belohnt: Dabei hatte Florian Bruns mit Daniel Embers auf der rechte Seite keine Probleme und flankte von der Grundlinie in den Strafraum. Dort war Marius Ebbers zur Stelle und köpfte unbedrängt zur Führung für den Kiez-Klub ein.
In der Folge schalteten die Hausherren einen Gang zurück. Und das rächte sich, als St. Paulis Keeper Matthias Hain einen Freistoß von Heinrich Schmidtgal aus 16 Metern nach vorne prallen ließ und Moritz Stoppelkamp locker zum 1:1 einschob (22.). Für Stoppelkamp war es der fünfte Treffer, den er in den letzten drei Begegnungen erzielte. Doch die Elf von Trainer Holter Stanislawski zeigte sich wenig geschockt und ging nur zwei Minuten später durch einen starken Freistoß von Lehmann aus knapp 30 Metern erneut in Führung (24.).
Da beide Teams in dieser Phase ihre Gelegenheiten eiskalt nutzten, währte die Führung der Gastgeber nicht lange. Denn Daniel Gordon verwertete eine Freistoßflanke von Markus Kaya mit dem Kopf zum 2:2-Halbzeitstand (31.). Die vier Tore täuschten ein wenig über das ansonsten eher schwache Spiel, das durch viele Abspielfehler geprägt war, hinweg.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den knapp 20.000 Zuschauern am Millerntor ein ähnliches Bild wie schon im ersten Spielabschnitt. Die Hausherren waren zwar bemüht, leisteten sich aber weiterhin zu viele leichte Fehler im Spiel nach vorne. Kurz nach dem Wiederanpfiff hatten die Hamburger dann das Glück auf ihrer Seite, als RWO-Keeper Christoph Semmler einen an sich harmlosen Schuss von Oczipka durchrutschen ließ und dadurch einen großen Anteil an der neuerlichen Führung des FC St. Pauli hatte (54.).
Im Anschluss daran kamen die Gastgeber stärker auf und erarbeiteten sich die eine oder andere Möglichkeit. Dabei hätte Marius Ebbers mit einem Schuss von der Mittellinie beinahe für das Tor des Monats gesorgt, doch diesmal war Semmler zur Stelle und konnte klären (58.).
Eine gute Viertelstunde vor dem Ende erhöhte Florian Bruns nach einer Ecke von Naki auf 4:2 (74.). Doch der Treffer war irregulär, da Ebbers den RWO-Keeper Christoph Semmler im Fünfmeterraum behindert hatte. Oberhausen versuchte noch einmal alles und konnte durch Marinko Miletic nach Vorarbeit von Markus Kaya auf 3:4 verkürzen (77.). Doch kurz darauf war es Fabian Boll, der im Anschluss an einer Ecke mit dem 5:3 für die endgültige Entscheidung sorgte (85.). Danach hatte Oberhausen nichts mehr entgegenzusetzen, so dass es am Ende beim 5:3 für den FC St. Pauli blieb.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Pappas, Miletic, Schlieter, Embers - Gordon, Kaya - Landers, Schmidtgal - Stoppelkamp, Terranova
Auswechslungen: Terranova für König (64.), Schönfeld für Embers (80.), Petersch für Landers (81.)
Tore: Stoppelkamp (18., Vorarbeit Schmidtgal), Gordon (31.), Miletic (77., jeweils Kaya)
Gelbe Karten: Embers (3), Kaya (8)
[05.03.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - TuS Koblenz]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Stoppelkamp schießt RWO zum Sieg
2:0-Heimsieg gegen die TuS Koblenz
Ro-Weiß Oberhausen ist dem Klassenherhalt in der 2. Bundesliga einen großen Schritt näher gekommen. Die Kleeblätter setzten sich im Abstiegsduell mit 2:0 gegen den direkten Abstiegskonkurrenten TuS Koblenz durch und verbesserten sich in der Tabelle vorläufig auf den 13. Platz. Wie schon beim 2:2 im Derby beim MSV Duisburg erzielte Moritz Stoppelkamp auch in dieser Partie beide Treffer für RWO.
Trainer Hans-Günter Bruns stellte sein Team im Vergleich zum Duisburg-Spiel auf einer Position um. Demnach feierte Tim Kruse nach langer Verletzungspause sein Comeback und kam für Daniel Embers gleich von Beginn an zumEinsatz.
Bei ungemütlichen, nasskalten äußeren Bedingungen erwischte Koblenz bei diesem Kellerduell den besseren Start und war bemüht, den offensiven Auftrag seines Trainers umzusetzen. Doch Kapllani konnte zunächst aus einer missglückten Kopfballrückgabe von Thomas Schlieter kein Kapital schlagen (4.), ehe sich Lense früh die große Möglichkeit zur Führung für die Gäste bot. Nach einem Eckstoß von Krontiris herrschte Verwirrung vor dem Tor von Christoph Semmler. Dabei kam Lense acht Meter vor dem Tor frei zum Schuss, traf aber eines der vielen kurz vor der Linie postierten Oberhausener Abwehrbeine (7.). Es war die einzige hochkarätige Möglichkeit der Gäste in der Anfangsphase, die über eine Handvoll Standardsituationen nicht hinauskamen.
Erst nach 14 Minuten trat RWO erstmals in der Offensive in Erscheinung. Dabei setzte sich Moritz Stoppelkamp schön gegen Lense durch, bereitete aber dem TuS-Keeper Yelldell aus 16 Metern keine großen Probleme. Das Kellerduell geizte in der Folge mit Höhepunkten. Bei Schneeregen gingen beide Teams engagiert zu Werke, ließen aber im Spiel nach vorne an Kreativität und die nötige Durchschlagskraft vermissen.
In der Folge tat sich erst einmal wenig. Die Kontrahenten beharkten sich im Mittelfeld, ohne dass sich eine Elf nennenswerte Vorteile erarbeiten konnte. So war es durchaus überraschend, dass Oberhausen plötzlich in Front ging. Nach einem weit nach vorne geschlagenen Ball von Heinrich Schmidtgal unterlief Geißler beim Klärungsversuch ein kapitaler Schnitzer, so dass Mike Terranova plötzlich durch war. Der kleine Angreifer versuchte, die Kugel mit dem Kopf an Yelldell vorbeizulegen. Der bekam der Schlussmann der Gäste zwar noch die Finger an den Ball, doch Moritz Stoppelkamp war zur Stelle und staubte mühelos zum 1:0 ab (29.).
Das Tor gab den Kleeblättern etwas Auftrieb. Dabei prüfte Markus Kaya den TuS-Keeper Yelldell mit einem Drehschuss vom linken Strafraumeck (34.), ehe es nach der nachfolgenden Ecke um ein Haar 2:0 gestanden hätte. Doch der Kopfball von Tim Kruse landete am Querbalken (35.). Kurz vor der Pause war es dann Moritz Stoppelkamp, der die letzte große Möglichkeit in der ersten Halbzeit vergab. Dabei tauchte der Torschütze zum 1:0, der von Mike Terranova - der sich die Kugel ungestraft mit der Hand vorlegte - bedient wurde, zwar frei vor dem TuS-Keeper auf, schaffte es aber nicht, Yelldell zu tunneln (43.).
Beide Trainer reagierten zur Pause. Bei RWO kam Daniel Embers für Tim Kruse ins Spiel, während bei den Gästen Marvin Pourie, der vom FC Schalke 04 ausgeliehen wurde, Rahn ersetzte. Die Partie wurde nach dem Seitenwechsel schwungvoller. Nachdem Krontiris (49.) und Mike Terranova (51.) deutlich verzogen hatten, passte Kapllani geschickt in den Lauf von Marvin Pourie, der im Sechzehner gerade noch von Dimitrios Pappas gestoppt wurde (51.). Nur wenige Augenblicke später hatte RWO-Keeper Christoph Semmler Glück, dass die Gäste von seinem Aussetzer nach einer Ecke nicht profitieren konnten (52.).
Das Spiel verflachte zwischenzeitlich immer mal wieder, ohne dass beide Teams aufhörten zu kämpfen. Fast ansatzlos wurde es dann aber auch wieder gefährlich. Dabei rutsche Mike Terranova nur um Zentimeter an einer flachen Hereingabe von Marcel Landers vorbei (61.), während Marvin Pourie in halblinker Position den richtigen Zeitpunkt verpasste, um zum Ausgleich zu vollenden (71.).
Die TuS probierte im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles, vermochte es aber nicht, die Oberhausener an den eigenen Strafraum zu fesseln. Die Kleeblätter hielten energisch dagegen und lauerten auf die entscheidende Konterchance, die sie nach 85 Minuten schließlich bekamen. Dabei drosch Marcel Landers die Kugel einfach nach vorne, wo Dzaka eigentlich die bessere Position hatte, der sich aber kurz nach der Mittellinie von Moritz Stoppelkamp überraschen ließ. Der Angreifer eilte auf Yelldell zu, umkurvte den Schlussmann der Gäste und traf mit links zum 2:0 - sein zweiter Doppelpack binnen einer Woche. Kurz vor dem Ende hatte der eingewechselte Patrick Schönfeld sogar noch den dritten Treffer auf dem Fuß, blieb aber alleine vor Yelldell im Duell mit dem TuS-Keeper nur zweiter Sieger (89.). Dennoch war es am Ende ein verdienter Sieg für RWO.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Pappas, Miletic, Schlieter - Gordon, Kruse - Landers, Kaya, Schmidtgal - Stoppelkamp , Terranova
Auswechslungen: Embers für T. Kruse (46.), Schönfeld für Terranova (79.), Petersch für Landers (86.)
Tore: Stoppelkamp (29., Vorarbeit Terranova/85., Landers)
Gelbe Karten: Kruse (3), Gordon (4), kaya (7)
Zuschauer: 5.913
[26.02.2010 _ MSV Duisburg - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Stoppelkamp ärgert den MSV
RWO erkämpft glückliches 2:2 beim MSV Duisburg
Ausgerechnet der gebürtige Duisburger Moritz Stoppelkamp hat den Aufstiegs-Hoffnungen seines Ex-Clubs MSV Duisburg einen herben Dämpfer verpasst. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler erzielte beim 2:2 im Derby in der MSV-Duisburg beide Treffer für die Kleeblätter (7./31.). Zwischenzeitlich hatten Caiuby (13.) und Srdjan Baljak (29.) die Partie zu Gunsten des MSV drehen können. Damit verpassten es die "Zebras", den Abstand zum Tabellendritten FC Augsburg vorerst auf drei Punkte zu verkürzen. Dagegen konnte Oberhausen mit dem Unentschieden in Duisburg den Drei-Punkte-Vorsprung auf Platz 16 halten.
MSV-Trainer Milan Sasic stellte sein Team nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Arminia Bielefeld auf zwei Positionen um. Demnach spielten Olcay Sahan und Nicky Adler anstelle von Tiago (Gelbsperre) und Dario Vidosic von Beginn an.
Auf Oberhausener Seite nahm Trainer Hans-Günter Bruns im Vergleich zur 0:1-Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth eine Veränderung vor. Dabei ersetzte Daniel Embers den zuletzt glücklosen Ronny König. Dadurch rückte Moritz Stoppelkamp an die Seite von Mike Terranova vor.
Sechs Minuten brauchte diese Partie, um auf einem schwer zu bespielenden Rasen in Fahrt zu kommen. Dann aber entwickelte sich ein spektakuläres Derby, in dem der MSV die erste hochkarätige Chance besaß. Dabei tauchte Nicky Adler, der von Christian Tiffert überragend bedient wurde,frei vor Christoph Semmler auf und bewegte sich mit dem Ball in entgegengesetzter Richtung zum Oberhausener Schlussmann, traf aber das leere Tor nicht. Und Oberhausen hatte im direkten Gegenzug prompt die entsprechende Strafe parat. Dabei zog Mike Terranova links auf und davon, ging einige Meter nach innen und legte dann mustergültig für Moritz Stoppelkamp ab, der aus zehn Metern flach zur Führung für RWO einnetzte (7.).
Der MSV zeigte kurz Wirkung und hatte dann auch noch Glück, dass Mike Terranova, der über beide Seiten für Wirbel sorgte, erst an Tom Starke scheiterte (10.), ehe er die Kugel nicht voll traf (11.). Doch zwei Minuten später stand es 1:1. Denn die Gäste brachten hinten den Ball nicht richtig weg, so dass sich Ivica Grlic aus dem Halbfeld die Chance zum Flanken bot. Der Routinier hob das Leder an den Fünfer, wo Caiuby heranstürmte und mit dem Kopf den Ausgleich erzielte (13.).
Spätestens nach diesem Tor war der MSV drin in der Partie und übernahm die Initiative. Dabei setzte sich Olcay Sahan klasse gegen Daniel Gordon durch und zog aus acht Metern halbrechter Position ab. Dabei bekam Christoph Semmler gerade noch die Hand an den Ball, den er aber Srdjan Baljak genau auf den Kopf servierte. Doch der Serbe war fünf Meter vor dem Tor nicht in der Lage, das Leder ins Tor zu nicken (26.). Nur drei Minuten später machte es der Angreifer jedoch besser. Dabei ließ Baljak an der Strafraumkante Thomas Schlieter aussteigen und schlenzte den Ball sehenswert ins linke obere Eck - 2:1 (29.).
Wer nun dachte, dass Oberhausen einknicken würde, sah sich getäuscht. Denn die Gäste wussten sofort die richtige Antwort parat zu haben. Denn Marcel Landers eilte Mihai Tararache davon und passte flach nach innen, wo Moritz Stoppelkamp die spiegelverkehrte Kopie seines ersten Treffers gelang - 2:2 (31.). Damit hatte Oberhausen Blut geleckt und drängte gegen Ende der ersten Halbzeit vehement auf die neuerliche Führung. Doch Mike Terranova scheiterte frei vor Tom Starke am Duisburger Schlussmann (37.), ehe er eine perfekte Vorarbeit von Marcel Landers über rechts nicht verwerten konnte (40.). Und weil Tararache Landers nie in den Griff bekam, war die Geduld von Milan Sasic noch vor der Pause am Ende. Der MSV-Coach ersetzte den Rumänen durch Kristoffer Andersen (44.). Da Caiuby wenig später auf der eigenen Torlinie gerade noch ein Eigentor von Frank Fahrenhorst verhindern konnte (45.+1), ging es mit dem 2:2 in die Pause.
Nachdem Christian Tiffert einen ersten Warnschuss in der zweiten Halbzeit knapp über den Querbalken gesetzt hatte (50.), waren es zunächst wieder die Gäste, die der Führung näher kamen. Doch Moritz Stoppelkamp verpasste sein drittes Tor aus kurzer Distanz nur um Zentimeter (51.), während Mike Terranova eine Flanke von Heinrich Schmidtgal, die von links kam, freistehend in die zweite Etage jagte (52.).
Die Begegnung verlor nun etwas an Tempo. Der MSV war zwar bemüht, kam aber gegen die kompakte Oberhausener Abwehr nur selten in Schlagdistanz. So waren es einmal mehr die auf Konter lauernden Gäste, die für Gefahr sorgten. Der alleine vor Tom Starke auftauchende Moritz Stoppelkamp ließ sich jedoch zu weit abdrängen und traf nur das Außennetz (64.). Unmittelbar nachdem auch Mike Terranova knapp am 2:3 gescheitert war (70.), hätten die "Zebras" erneut in Führung gehen müssen. Der eingewechselte Kevin Schindler setzte den ebenfalls ins Spiel gekommenen Dario Vidosic perfekt in Szene, doch der Australier zielte aus zwölf Metern genau auf Christoph Semmler (70.).
Es war die letzte hochkarätige Möglichkeit in einem Ruhr-Derbys, das bis zum Ende umkämpft blieb, in dem sich aber keine Mannschaft mehr nennenswerte Vorteile erarbeiten konnte. Der MSV wollte zwar den Sieg, doch Oberhausen verteidigte bis auf wenige Schrecksekunden stabil und brachte den hochverdienten Punkt ins Ziel.
Die Aufstellungen beider Teams
MSV: Starke – Veigneau, Bodzek, Fahrenhorst, Tararache – Tiffert, Grlic – Sahan, Caiuby – Adler, Baljak
RWO: Semmler – Pappas, Miletic, Schlieter, Embers – Gordon, Kaya – Landers, Schmidtgal – Stoppelkamp, Terranova.
Auswechslungen: Andersen für Tararache (44.), Schindler für Sahan (54.), Vidosic für Adler (68.) - Petersch für Landers (46.), Heppke für Embers, Schönfeld für Gordon (beide 74.)
Tore: 0:1 Stoppelkamp (7., Vorarbeit Terranova), 1:1 Caiuby (13., Grlic), 2:1 Baljak (29., Grlic), 2:2 Stoppelkamp (31., Landers)
Gelbe Karten: Grlic (3), Tiffert (9) - Schlieter (3)
Zuschauer: 17.844
[21.02.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - SpVgg. Greuther Fürth]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen im Abstiegskampf
0:1-Heimniederlage gegen die SpVgg. Greuther Fürth
Rot-Weiß Oberhausen ist im Abstiegskampf der 2. Bundesliga angekommen. Die Mannschaft von Trainer Hans-Günter Bruns verlor das "Kleeblatt-Duell" gegen die SpVgg. Greuther Fürth mit 0:1 und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Tabellen-16. FSV Frankfurt, der sich mit 2:1 gegen den Karlsruher SC durchsetzte. Dabei boten die Rot-Weißen über weite Strecken zwar eine gute kämpferische, phasenweise auch spielerisch überzeugende Leistung, konnten aber trotz einiger guter Chancen keinen eigenen Treffer erzielen. Nach gut einer Stunde traf Sami Allagui überraschend zum Sieg für die Gäste (63.), während es den Gastgebern in der Folge nicht mehr gelang, das Spiel noch zu seinen Gunsten zu drehen.
Nach dem 1:2 bei Alemannia Aachen beließ es Bruns bei einer personellen Änderung: Mit Moritz Stoppelkamp anstelle von Daniel Embers, der auf der Bank Platz nahm, und der Rückkehr zum 3-5-2-System sollte es etwas offensiver zugehen.
Schnell wurde klar, dass der Kampf diese Zweitligapartie im Niederrheinstadion bestimmen würde. Denn spielerische Elemente hatten in der Anfangsphase auf beiden Seiten Seltenheitswert, so dass das Geschehen sich vorrangig im Mittelfeld abspielte. Oberhausen igelte sich zwar keineswegs hinten ein, leistete sich aber im Spiel nach vorne zu viele Fehler. Auch die Gäste taten sich offensiv schwer, so dass gute Chancen in der ersten halben Stunde Mangelware waren.
Oberhausen konnte zumindest von sich behaupten, das Heft in der Hand zu haben. Vor allem Heinrich Schmidtgal machte auf der linken Seite richtig Betrieb und stellte Schröck & Co. immer wieder vor Probleme, doch seine Kollegen wussten mit den Hereingaben überhaupt nichts anzufangen. Somit musste der Fürther Keeper Grün vor der Pause nur bei einem frech und direkt getretenem Freistoß von Markus Kaya aus spitzem Winkel einmal ernsthaft eingreifen (36.). Ansonsten hatte dieses Spiel nach 45 Minuten definitiv kein Tor verdient.
Nach dem Seitenwechsel musste Oberhausen erst einmal die Gnade von Schiedsrichter Tobias Welz bemühen, der bei einem Überkopf-Rückpass von Marinko Miletic, den RWO-Keeper Christoph Semmler mit den Händen aufnahm, den Gästen einen indirekten Freistoß verweigerte (48.). Und dennoch fanden beide Teams nun plötzlich den Schlüssel in der Offensive: Für Oberhausen war Moritz Stoppelkamp mit zwei Distanzschüssen ganz nah am Führungstreffer dran - erst geblockt vor der Linie (52.), dann um Zentimeter über das Tor (53.) -, während auf der anderen Seite Christoph Semmler gegen den Abschluss von Allagui aus aussichtsreicher Position klasse parierte (52.).
Elf Minuten später hatte es der Fürther Torjäger leichter - und besorgte die schmeichelhafte Führung für die Franken (63.): Nach einem schnell ausgeführten Freistoß legte Allagui erst für Christopher Nöthe auf, der von Dimitrios Pappas im Fünfer noch geblockt werden konnte. Doch der Abpraller landete erneut beim Tunesier, der die Kugel mit dem Kopf zum 0:1 ins leere Tor bugsierte. Den schnellen Ausgleich durch Moritz Stoppelkamp verhinderte Grün mit einer starken Parade (69.).
Damit hat Oberhausen seit dem Wiederaufstieg alle Duelle gegen Fürth verloren. Und damit ist auch der Relegationsplatz wieder ein Stückchen näher gerückt. Wenn es am kommenden Freitag nach Duisburg geht, sollte RWO dort mal wieder punkten.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Pappas, Schlieter, Miletic - Schmidtgal, Gordon, Kaya, Landers - Stoppelkamp - Terranova, König
Auswechselungen: Schönfeld für König (59.), Petersch für Landers (82.), Luz für Terranova (82.)
Gelbe Karte: Luz
Zuschauer: 4.124
[13.02.2010 _ Alemannia Aachen - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
RWO verpasst Punkt am neuen Tivoli
1:2-Niederlage bei Alemannia Aachen
Rot-Weiß Oberhausen hat am neuen Tivoli ein weiteres Erfolgserlebnis verpasst. Trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Führung mussten sich die Kleeblätter mit 1:2 bei Alemannia Aachen geschlagen geben und kassierten damit bereits die sechste Auswärtsniederlage in Folge. Thomas Schlieter hatte die Gäste mit einem Distanzschuss nach 13 Minuten in Führung gebracht. Doch Benjamin Auer konnte mit zwei Kopfballtoren in der 15. und 82. Minute die Partie zu Gunsten der Gastgeber drehen.
Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen den FC Hansa Rostock stellte Trainer Hans-Günter Bruns sein Team von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Demnach bildeten Dimitrios Pappas, Marinko Miletic, Daniel Embers und Thomas Schlieter die Abwehrreihe der "Kleeblätter".
Nach verhaltener Anfangsphase folgten am neuen Aachener Tivoli turbulente zwei Minuten: Erst brachte Thomas Schlieter die Gäste in der 13. Minute mit einem Distanzschuss in Führung, doch nur 100 Sekunden später sorgte Aachens Torjäger Benjamin Auer für den Ausgleich (15.).
Danach verflachte jedoch die Partie, so dass nur noch der Rasen grün war. Denn die Bälle wurden in dieser Phase gleich reihenweise hin- und hergeschoben. Lediglich ein vermeindlicher Treffer des Aacheners Adlung sorgte in der 30. Minute für Aufregung. Doch Schiedsrichter Siebert hate eine Abseitsstellung von Adlung erkannt.
In der zweiten Halbzeit hatte die Alemanna zwar ein optisches Übergewicht, spielte sich aber ebenso wie Oberhausen kaum Strafraumszenen heraus. Als sich beide Mannschaften schon mit dem Unentschieden abgefunden zu haben schienen, traf erneut Benjamin Auer nach einer Ecke mit dem Kopf zum Sieg für die Aachener Alemannia (82.). Damit wird es für die Kleeblätter, die in der Tabelle weiterhin auf Platz 14 liegen, zunehmend eng in Sachen Abstiegskampf.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Pappas, Miletic, Embers, Schlieter - Landers, Kaya, Gordon, Schmidtgal - Terranova, König
Auswechslungen: 64. Schönfeld für Terranova, 70. Petersch für Landers, 84. Luz für Embers
Tor: Schlieter (13.)
Gelbe Karte: Schmidtgal (7)
[05.02.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - FC Hansa Rostock]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Gelungenes Comeback von Bruns
RWO gewinnt 2:1 gegen den FC Hansa Rostock
Hans-Günter Bruns hat ein gelungenes Comeback bei Rot-Weiß Oberhausen gefeiert. Die Kleeblätter setzten sich mit 2:1 gegen den FC Hansa Rostock durch und feierten erstmals nach neun sieglosen Spielen mit nur einem Punkt wieder einen Erfolg in der 2. Bundesliga. Dabei brach Heinrich Schmidtgal nach einer Stunde den Bann, als er nach 730 Minuten ohne Tor erstmals wieder einen Treffer für RWO erzielte.
Nach einer von beiden Mannschaften intensiv geführten ersten Halbzeit traf Bartels Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zur Führung für die Gäste (45.). Die "Kleeblätter" ließen sich aber von diesem Rückstand nicht entmutigen und kämpften sich in der zweiten Halbzeit ins Spiel zurück. Dabei konnten Heinrich Schmidtgal (60.) und Mike Terranova (71.) mit ihren Treffern die Partie zu Gunsten von RWO drehen und beendeten damit die Negativserie.
Diese hatte am vergangenen Montag den Rücktritt von Jürgen Luginger zur Folge. Hans-Günter Bruns, der als Vorgänger von Luginger die Oberhausener binnen zwei Jahren von der Oberliga in die 2. Bundesliga geführt hatte, soll nun die sportliche Talfahrt der "Kleeblätter" stoppen. Bei seinem Comeback auf der Trainerbank baute der 55-jährige die Startelf nach dem 0:1 beim Tabellenletzten RW Ahlen auf einer Position um: Demnach agierte Spielgestalter Markus Kaya, der sein 50. Zweitligaspiel für die Kleeblätter absolvierte, im dicht gestaffelten Mittelfeld an Stelle von Daniel Embers.
In einer zerfahrenen Anfangsphase kämpften beide Teams verbissen darum, Spielkontrolle zu gewinnen. Doch kreative Impulse oder gar Torraumszenen waren im Niederrheinstadion zunächst auf beiden Seiten Mangelware. In der 8. Minute kam Oberhausen zu einer ersten guten Chance: Dabei drehte sich Markus Kaya geschickt um Schröder und zielte vom rechten Strafraumrand auf das lange Eck. Doch der Schlenzer des RWO-Kapitäns ging um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei.
Die Hausherren agierten in der von beiden Seiten intensiv geführten Partie in der Folge leicht feldüberlegen und suchten, wenn auch meist zu unpräzise, das Spiel nach vorne. Die Gäste, die mitunter etwas ballsicherer wirkten, verlegten sich aufs Kontern und überbrückte dabei das ein oder andere Mal schnell das Mittelfeld. In der 20. Minute kamen auch die Ostseestädter zu ihrer ersten hochkarätigen Torgelegenheit: Dabei zog Pannewitz aus über 30 Metern ab. Dabei konnte RWO-Keeper Christoph Semmler den Flatterball auf dem nassen Rasen nicht festhalten. Doch Johannson vergab aus kurzer Distanz die Möglichkeit abzustauben.
In der Folge mangelte es beiden Teams wieder an Passgenauigkeit und spielerischen Momenten, um den gegnerischen Abwehrverbund stärker zu fordern. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es am Niederrhein wieder ereignisreicher: Zunächst scheiterte Moritz Stoppelkamp an Hansa-Keeper Walke, der glänzend mit einer Fußabwehr parierte (41.). Nur wenige Augenblicke später fuhr die Elf von Rostocks Trainer Andreas Zachhuber einen perfekten Konter: Diesen leitete Pannewitz mit einem weiten Ball ein. Johannson leitete mit Übersicht weiter zu Bartels, der alleine auf Christoph Semmler zulief und nervenstark mit rechts zur Rostocker Halbzeitführung vollendete (42.).
Die Rot-Weißen kamen mit Biss aus der Kabine und unmittelbar danach auch zu Chancen: Dabei verfehlte etwa Moritz Stoppelkamp mit einem Seitfallschuss knapp das Tor (47.). In der Folge entwickelte sich nun eine deutlich munterere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Für die Gäste etwa hatten sowohl Bartels, wie auch wenig später Fillinger die Gelegenheit, die Rostocker Führung auszubauen (53).
In der 60. Minute fiel der Ausgleich: Dabei zog Marcel Landers mit Tempo in den Strafraum und spielte flach in den Rückraum. Dort hatte Heinrich Schmidtgal gelauert und schlenzte das Leder überlegt mit links halbhoch zum 1:1 in die Maschen. Kurz darauf musste Rostock mit nur noch zehn Mann weiterspielen: Torschütze Bartels hatte zu vehement reklamiert und musste folgerichtig mit Gelb-Rot vorzeitig den Platz verlassen (61.). Doch die Hanseaten blieben vor allem über Standards gefährlich: So verschätzte sich Christoph Semmler bei einem Freistoß von Pannewitz. Doch das Leder klatschte hinter dem Oberhausener Schlussmann an den rechten Pfosten (65.).
Danach spielte Oberhausen in Überzahl auf Sieg und wurde für seinen Einsatz auch belohnt: Denn Markus Kaya passte aus dem Zentrum heraus zu Moritz Stoppelkamp, der mit der Hacke zu Mike Terranova weiterleitete. Dieser schloss trocken zum 2:1 für RWO ab und feierte anschließend seinen vierten Saisontreffer (71.). In einer spannenden Schlussphase versuchte es Rostock auch in Unterzahl noch einmal zum Ausgleich zu kommen. Auf der Gegenseite vergaben die "Kleeblätter" eine schier unglaubliche Vielzahl von hochkarätigen Gelegenheiten, um den Sack vorzeitig zuzumachen. Doch der Sieg für RWO war am Ende dennoch verdient.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Schmidtgal, Pappas, Miletic, Schlieter - Landers, Gordon, Kaya, Stoppelkamp - König, Terranova
Auswechslungen: Schönfeld für König (69.), Petersch für Landers (85.), Embers für Stoppelkamp (90.)
Tore: Schmidtgal (60., Vorarbeit Landers), Terranova (71., Stoppelkamp)
Gelbe Karte: Schlieter (2)
Zuschauer: 4.546
[31.01.2010 _ Rot Weiss Ahlen - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausener Talfahrt geht weiter
0:1-Niederlage beim Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen
Die Talfahrt von Rot-Weiß Oberhausen geht in der 2. Bundesliga weiter. Die Kleeblätter verloren das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Rot Weiss Ahlen mit 0:1 und haben nur noch fünf Punkte Vorsprung auf die TuS Koblenz, die derzeit auf dem Relegationsplatz 16 liegt. In einer kampfbetonten Partie erzielte Momar N`Diaye in der 42. Minute das Tor des Tages. Damit wartet rWO nicht nur seit neun Spielen auf einen Sieg, sondern seit nunmehr 670 Minuten auch auf einen eigenen Torerfolg.
Bei RWO ersetzten Christoph Semmler, Marinko Miletic, Mike Terranova, Marcel Landers und Daniel Embers Stammkeeper Sören Pirson (Rotsperre), Esad Razic (Muskelverhärtung), Mike Tullberg (Muskelfaserriss), Oliver Petersch und den zuletzt so formschwachen Kapitän Markus Kaya (beide Bank).
Obwohl rund 90 freiwillige Helfer Rasen und Tribüne im Wersestadion am Vortag von Eis und Schnee befreit hatten, stand die Partie am Sonntag kurz vor der Absage. Der Grund wurde schnell klar: Es hatte sich zwar ein matschiger, unebener Acker gebildet, doch die Partie in Ahlen konnte regulär angepfiffen werden. Denn zumindest passten die Bedingungen zu einem echten Kellerduell, das schon in der Anfangsphase mit jeder Menge Zweikämpfe seinem Namen alle Ehre machte. Die Ahlener, die in Person von Busch durch dessen Fernschuss, der von Christoph Semmler gut pariert wurde, auch die erste Möglichkeit hatten (5.), übernahmen früh die Kontrolle, während RWO es vor allem über Konter versuchte. Doch letztlich fehlten auf beiden Seiten Ideen, Tempo und Präzision, so dass das Ganze passend zum Untergrund wenig ansehnlich war.
Chancen ergaben sich kaum, und wenn überhaupt, kamen nur völlig unplatzierte Schüsse unter anderen von Moritz Stoppelkamp (23.) und Ollé Ollé (39.) zu Stande. Somit musste eine Standardsituation für die Gastgeber herhalten: Diese brachte Ollé Ollé mit einer Ecke von rechts an den zweiten Pfosten. Dort setzte sich Momar N'Diaye von seinem Bewacher Dimitrios Pappas ab, nahm die Kugel unbedrängt an und versenkte sie mit links aus kurzer Distanz zur Halbzeitführung für Ahlen (42.). Kurz vor dem Pausenpfiff, der einen von hohem Einsatzwillen und wenig Qualität geprägten ersten Durchgang beendete, musste Ahlen sogar noch verletzungsbedingt wechseln: Für den angeschlagenen Pelzer kam Neuzugang Blondelle zu seinem Debüt.
Nach dem Seitenwechsel wechselte die Spielkontrolle zu den Gästen, da Ahlen defensiv nun nicht mehr so kompakt stand und Oberhausen mehr und mehr Räume ließ. Die beste Ausgleichschance machte Kern auf der Linie zunichte, nachdem Sascha Kirschstein bei einem langen Ball danebengegriffen und Marcel Landers aus rund 13 Metern abgezogen hatte (59.).
Doch dann knüpften beiden Seiten schnell wieder an das unansehnliche Bild aus der ersten Halbzeit an, da der Platz immer tiefer, die Zweikämpfe immer härter und das Spiel somit immer niveauärmer wurde. Denn Oberhausen fehlten einfach die Mittel, um die Defensive des Tabellenletzten ernsthaft unter Druck setzen zu können. Und dabei blieb es auch. In der ebenfalls zerfahrenen Schlussphase hatte Ahlen über Konter sogar die besseren Möglichkeiten (N'Diaye, 86.; Ollé Ollé, 89.). Daher war der Sieg für Ahlen am Ende auch nicht unverdient.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Semmler - Pappas, Miletic, Schlieter - Landers, Gordon, Schmidtgal, Embers - Stoppelkamp - König, Terranova
Auswechslungen: Schönfeld für König (67.), Kaya für Stoppelkamp (67.), Heppke für Embers (71.)
Gelbe Karten: Terranova (4), Schmidtgal (6), Gordon (3), Kaya (6)
[24.01.2010 _ Rot-Weiß Oberhausen - FC Augsburg]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Pirson bringt RWO auf die Verliererstraße
0:3-Heimniederlage gegen den FC Augsburg
Rot-Weiß Oberhausen bleibt im Jahr 2010 weiter sieglos. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger verlor das Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 0:3 (0:3) und wartet damit nicht nur seit acht Spielen auf einen Sieg, sondern seit 580 Minuten auch auf einen eigenen Torerfolg.
Zwei Treffer von Torjäger Michael Thurk (7., 39. Foulelfmeter) und ein Treffer von Sandor Torghelle entschieden vor 3.896 Zuschauern die einseitige Partie bereits vor der Pause. Zudem verloren die Kleeblätter auch noch Torhüter Sören Pirson durch eine rote Karte nach einer Notbremse an Augsburgs Torghelle (36.).
Luginger stellte sein Team nach der 0:1-Auswärtsniederlage bei Union Berlin lediglich auf einer Position um, indem Esad Razic Marinko Miletic ersetzte.
Für die Gäste aus Augsburg begann das Spiel wunschgemäß: Als Michael Thurk alleine vor RWO-Keeper Sören Pirson von Thomas Schlieter nur durch ein Foul gebremst werden konnte, hatte Oberhausen noch Glück, dass Schiedsrichter Schößling nur Gelb zeigte. Doch Thurk verwandelte den fälligen Freistoß aus 17 Metern gefühlvoll zur frühen Führung für den FCA (7.).
Oberhausen offenbarte in der Folge zum Teil haarsträubende Fehler, doch den Augsburgern fehlte nur die Zielstrebigkeit vor dem Oberhausener Tor. Doch nach gut einer halben Stunde überschlugen sich im Niederrheinstadion die Ereignisse: Erst setzte Torghelle einen Kopfball an dem Pfosten, doch als er dann zum Nachschuss ansetzen wollte, foulte ihn Sören Pirson von den Beinen. Der Oberhausener Schlussmann sah nach dieser Notbremse die Rote Karte (36.) und Thurk verwandelte den fälligen Strafstoß souverän zum 0:2 (39.).
In der selben Minute stand der zwei Minuten zuvor für Ronny König eingewechselte Ersatzkeeper Christoph Semmler noch einmal im Mittelpunkt, als Werner eine verunglückte Rettungsaktion von Semmler zu Torghelle weiterleitete, der schließlich mit dem 0:3 die frühe Entscheidung sorgte.
Zur Pause blieb Augsburgs kränkelnder Keeper Simon Jentzsch in der Kabine, für ihn übernahm nach dem Seitenwechsel Kruse den Platz zwischen den Pfosten. Bei den Kleeblättern hatte Trainer Jürgen Luginger keine Möglichkeit mehr zu reagieren, da er nach dem Platzverweis für Sören Pirson und zwei verletzungsbedingten Wechseln, als Daniel Embers für Esad Razic (19.) und Mike Terranova für Mike Tullberg (22.) ins Spiel kamen, sein Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte.
In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel vor sich hin. Den Kleeblättern fehlten in Unterzahl die Mittel, um dem Spiel eine Wende zu geben. Dagegen beschränkte sich Augsburg auf die Sicherung der eigenen Defensive und unternahm wenig nach vorne. Unter dem Strich stand am Ende ein hochverdienter Auswärtssieg für den FCA, während Oberhausen nach der siebten Niederlage im achten Spiel als Tabellen-15. mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga steckt.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Razic, Schlieter, Petersch - Gordon, Stoppelkamp, Schmidtgal, Kaya - König, Tullberg
Auswechslungen: Embers für Razic (19.), Terranova für Tullberg (22.), Semmler für König (37.)
Gelbe Karten: Schlieter, Embers (2)
Rote Karte: Pirson nach einr Notbremse (36.)
Zuschauer: 3.896
[15.01.2010 _ 1. FC Union Berlin - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Negativserie hält auch 2010 an
RWO verliert 0:1 beim 1. FC Union Berlin
Die Negativserie von Rot-Weiß Oberhausen geht auch zu Beginn des Fußballjahres 2010 weiter. Die "Kleeblätter" verloren trotz einer über weite Strecken guten kämpferischen Leistung das Auftaktspiel in der Rückrunde der 2. Bundesliga beim 1. FC Union Berlin mit 0:1 und kassierten damit bereits die sechste Niederlage in den letzten sieben Partien. In einer Partie mit wenigen herausgespielten Szenen, dafür aber mit zahlreichen Schnitzern und Zufallsprodukten, hatten die Köpenicker am Ende das Glück auf ihrer Seite. Denn der Siegtreffer des agilen Mosquera war sinnstiftend für diese zerfahrene Begegnung.
Gleich vier personelle Veränderungen gab es bei den "Kleeblättern", die die Hinrunde mit einem 0:0 im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld abgeschlossen hatten. Demnach liefen Dimitrios Pappas, Marinko Miletic, Markus Kaya und Neuzugang Esad Razic für Timo Uster, Thomas Schlieter, Daniel Embers und Mike Terranova auf.
So richtig selbstbewusst trat nach der Winterpause keine der beiden Mannschaften auf. So verliefen die ersten Minuten ausgeglichen und chancenlos in der Alten Fösterei, doch das Bemühen auf dem gut bespielbaren Rasen war hüben wie drüben erkennbar. Eine erste "Halbchance" erarbeitete sich dann der Gastgeber. So bediente Mattuschka den gestarteten Brunnemann auf rechts, doch dessen Querpass war eine sichere Beute für RWO-Keeper Sören Pirson. Das einzige Ausrufezeichen bei RWO hatte kurz zuvor Heinrich Schmidtgal gesetzt, als bei einem Freistoßversuch aus 25 Metern ebenfalls die Genauigkeit fehlte.
Auch in der Folgezeit tat sich nicht viel in Köpenick - bis RWO-Keeper Sören Pirson auf den Plan trat. Nach einem Rückpass von Oliver Petersch misslang sein Befreiungsschlag völlig, so dass Mosquera die Riesenchance zur Führung hatte. Doch Pirson machte seinen Fehler wieder gut, indem er gegen den allein auf ihn zulaufenden Angreifer rechtzeitig das Bein ausstreckte (21.). Nur zwei Minuten später stand der Oberhausener Schlussmann erneut im Mittelpunkt. Diesmal köpfte Brunnemann nach einer Flanke von links auf das Tor, doch Pirson blockte das Leder im Stile eines Volleyballspielers ab, während Marinko Miletic kurz darauf die Situation endgültig klärte.
Auch bei RWO musste der Zufall zur besten Chance in der ersten Halbzeit mithelfen. So senkte sich ein Pressschlag von Marcel Landers und Göhlert gefährlich vor das Tor von Union-Keeper Glinker, der den Ball mit Mühe an die Latte lenkte (26.). Bis auf einen missglückten Kopfball von Peitz, der über das Tor ging (44.), tat sich bis zur Pause nichts mehr an der Alten Försterei.
Auch die zweite Halbzeit war geprägt von Kuriositäten. Dabei klärte Union-Keeper Glinker einen langen Pass fünf Meter vor dem Tor mit der Brust, so dass das Leder dann bei Ronny König landete, dessen Abschlussversuch jedoch kläglich war. Denn sein Flachschuss aus 35 Metern Torentfernung wurde locker abgefangen, wobei ein Heber die richtige Entscheidung gewesen wäre (55.).
Dass dann auch der Führungstreffer für die Eisernen auf nicht alltägliche Weise zustande kam, war fast folgerichtig. Denn Mattuschka hob in der 60. Minute den Ball gefühlvoll direkt in den Lauf des in den Strafraum sprintenden Mosquera. Der Stürmer kam zwar nicht an den Ball - dafür aber Dimitrios Pappas. Unglücklicherweise schoss er dem hochgesprungenen Mosquera an die Brust, so dass der Ball von dort den Weg ins Tor fand. Der Rettungsversuch von Marinko Miletic auf der Linie kam zu spät - 1:0 für Eisern Union.
Auf eine Reaktion der Gäste wartete man vergeblich. Denn von den "Kleeblättern" kam viel zu wenig, auch die Einwechslungen der Offensivkräfte Mike Terranova und Mike Tullberg brachten keinen neuen Schwung. Vielmehr hätten die Berliner die Partie frühzeitig entscheiden können, wenn sie konsequenter mit ihren Chancen umgegangen wären. Denn in der 81. Minute sprang der Ball aus dem Gewühl heraus zu Mosquera, doch Sören Pirson wehrte seinen Linksschuss mit dem Fuß ab. Nach einem Querschläger von Dimitrios Pappas im Strafraum entstand erneute Gefahr, doch mit vereinten Kräften klärte die Oberhausener Abwehr diese Situation (87.). Letztlich mussten die Oberhausener dennoch die fünfte Auswärtsniederlage in dieser Saison quittieren.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Miletic, Razic - Gordon, Kaya - Petersch, Landers, Stoppelkamp, Schmidtgal - König (73. Tullberg)
Auswechslungen: Heppke für Razic (65.), Terranova für Landers, Tullberg für König (beide 73.)
Gelbe Karten: Razic, Stoppelkamp (4)
[20.12.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - Arminia Bielefeld]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen stoppt Pleitenserie im Schnee
0:0-Unentschieden gegen Arminia Bielefeld
Rot-Weiß Oberhausen hat den Abwärtstrend in der 2. Bundesliga gestoppt. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge erkämpften sich die Kleeblätter ein 0:0 gegen Arminia Bielefeld und schlossen die Hinrunde auf Platz 14 ab.
Bei teilweise dichtem Schneetreiben und einer geschlossenen Schneedecke fanden beide Teams erschwerte Bedingungen vor. Die zweikampfstarken Oberhausener fanden sich damit zunächst besser zurecht, konnten aber ein klares Chancenplus bis zur Pause nicht in eine Führung ummünzen. Nach dem Seitenwechsel wurde es zwar ausgeglichener, dennoch wäre ein Sieg für die engagierteren Oberhausenr verdient gewesen.
Trainer Jürgen Luginger stellte seine Elf nach dem 0:2 bei Fortuna Düsseldorf auf vier Positionen um: Für Dimitrios Pappas, Markus Kaya (Gelbsperre), Tim Kruse (Achillessehenentzündung) und Benjamin Schüßler liefen Oliver Petersch, Timo Uster, Marcel Landers und Heinrich Schmidtgal von Beginn an auf.
Dichter Schneefall und eine geschlossene, zentimeterhohe Schneedecke auf dem Platz: Es waren erschwerte Bedingungen für alle Akteure, so dass an Fußball "spielen" im Grunde nicht zu denken war. Dem Zufall war Tür und Tor geöffnet, doch kontrollierte Aktionen hatten Seltenheitswert, so dass das Rezept meistens so hieß: "kick and rush". Oberhausen kam mit den Bedingungen besser zurecht und Ronny König hatte mit einem Kopfball auch die erste gute Möglichkeit in dieser Partie (6.). Auf der Gegenseite wurde es nach einem Solo von Janjic erstmals gefährlich, doch Daniel Gordon klärte zur Ecke (10.).
Die Hausherren hatten Feldvorteile und warfen gegen die technisch besseren Ostwestfalen ihre Kampfkraft in die Waagschale. Zweikampfstärke bewies auch Heinrich Schmidtgal im Duell mit Michael Lamey, als er die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit einleitete: Nach der Flanke des Mittelfeldspielers drosch Ronny König den Ball im Fallen aus fünf Metern um Zentimeter über den Balken (19.).
Von den Gästen war offensiv kaum etwas zu sehen, da der Ball meistens schon knapp hinter der Mittellinie verloren gegangen war. Oberhausen gefiel mit Laufstärke und Einsatzfreude, die auch in der Folge die eine oder Chance zu Tage förderten: So prüfte Heinrich Schmidtgal den Bielefelder Keeper Dennis Eilhoff mit einem Aufsetzer aus der Distanz (25.), während Mike Terranova das Gehäuse aus halblinker Position von der Strafraumgrenze mit einem Flachschuss um einen Meter verfehlte (36.).
Bei der Arminia gab es noch vor der Pause den ersten Wechsel, bei dem Fischer für Giovanni Federico ins Spiel kam (40.). Wenig später rettete Mijatovic das torlose Unentschieden in die Pause: Denn Eilhoff unterlief zwar einen hohen Flankenball von Heinrich Schmidtgal, doch der Innenverteidiger klärte kurz vor der Linie und verhinderte die Oberhausener Führung (43.).
Die Kleeblätter, die genau wie die Arminia unverändert aus der Kabine gekommen waren, machten zunächst da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten, und drängten auf den Führungstreffer. Doch die Ostwestfalen standen nun kompakter und ließen keine Chancen der Hausherren zu. Nach einer knappen Stunde begegneten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe. Und für Oberhausen wurde es erstmals so richtig brenzlig: Denn Janjic (59.) und Halfar (61.) standen innerhalb von zwei Minuten jeweils dicht vor dem Führungstreffer für die Gäste.
Die beiden Möglichkeiten waren der Wachmacher für die Arminen, die nun vorübergehend Oberwasser bekamen, aber zwei gute Freistoßgelegenheiten liegen ließen (70., 75.).
Oberhausen überstand seinen kleinen Durchhänger und wurde wieder stärker. Doch ein Flugkopfball von Ronny König, bei dem er von Kamper stark behindert wurde, sauste knapp über den Balken (76.). Danach zögerten Heinrich Schmidtgal und Mike Terranova in aussichtsreicher Position so lange mit ihren Abschlüssen, bis die Chance vorbei war und vergaben damit die letzten guten Möglichkeiten zum durchaus möglichen Sieg (82.). So blieb es am Ende beim 0:0 zwischen Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Petersch, Uster, Schlieter, Embers - Landers, Stoppelkamp, Gordon, Schmidtgal - Terranova - König
Auswechslungen: Heppke für Landers (77.), Pappas für Petersch (90.)
Gelbe Karte: Stoppelkamp (3)
Zuschauer: 4.629
[13.12.2009 _ Fortuna Düsseldorf - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausens Talfahrt hält an
0:2-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf
Die Talfahrt von Rot-Weiß Oberhausen hält in der 2. Bundesliga an. Die "Kleeblätter" verloren das Derby bei Fortuna Düsseldorf mit 0:2 und kassierten damit bereits die fünfte Niederlage in Folge. Vor 32.495 Zuschauern erzielten Sebastian Heidinger (27.) und Martin harnik (34.) die Tore für die Fortuna. In der Tabelle liegt RWO nur noch auf Platz 13.
Trainer Jürgen Luginger brachte gegenüber der 0:1-Heimniederlage gegen den TSV 1860 München Benjamin Schüßler und Thomas Schlieter für Heinrich Schmidtgal (fünfte Gelbe Karte) und Marinko Miletic (Grippe) von Beginn an.
Die Zuschauer in der Esprit-Arena sahen eine intensive Anfangsphase, in der die Gastgeber ein optisches Übergewicht besaßen. Doch Oberhauen war äußerst aufmerksam in den Zweikämpfen, arbeitete im Defensivverbund diszipliniert und setzte auf schnelle Tempogegenstöße. Daher taten sich die Gastgeber in der Offensive zunächst schwer.
Die erste Möglichkeit in dieser Partie besaßen in der 12. Minute die Gäste: Dabei brachte Mike Terrranova mit einem Drehschuss einen Ball auf das Tor der Fortuna, doch Torhüter Ratajczak war auf dem Posten und parierte. Die zuvor hoch gelobten Gastgeber agierten weiterhin zu durchsichtig, so dass es bei Halbchancen von Lambertz (18.) und Martin Harnik(21.) blieb.
So plätscherte die Partie vor sich hin, ehe die Fortuna unter gütiger Mithilfe von RWO-Keeper Sören Pirson in Führung ging: Denn Jens Langeneke spielte einen langen Ball auf Sebastian Heidinger. Dabei kam Pirson aus seinem Tor und schnappte sich den Ball, den er kurz darauf jedoch fallen ließ. Nutznießer in dieser Angelegenheit war Heidinger, der aus 14 Metern halblinker Position zum 0:1 abstaubte (27).
Damit hatte die Partie nun an Fahrt aufgenommen: Und Oberhausen antwortete durch Benjamin Schüßler, der den Ball aus wenigen Metern nur ans Außennetz setzte (30.), ehe Lambertz auf den Gegenseite aus 17 Metern halbrechter Position am langen Pfosten vorbeischoss (31.). Kurz darauf konnte die Fortuna den Vorsprung durch Martin Harnik ausbauen. Denn Zoundi hatte von der rechten Seite eine Flanke nach innen gebracht, die Sebastian Heidinger an den linken Pfosten köpfte. Der Abpraller landet dann beim Österreicher, der das Leder aus kurzer Distanz über die Linie drückte - 0:2 (34.).
Für die Gäste kam es nun knüppeldick, nachdem Trainer Jürgen Luginger drei Minuten später wegen Reklamierens von Schiedsrichter Marco Fritz auf die Tribüne verbannt wurde. Denn der Übungsleiter hatte sich vehement nach einem Foul von Jens Langeneke beim Referee beschwert.
Oberhausen wirkte geschockt und hatte bis zur Pause nichts mehr zuzusetzen, während die Gastgeber den Vorsprung ohne Mühe bis zum Halbzeitpfiff verwalteten.
Ohne personelle Änderungen kehrten beide Mannschaften nach der Pause auf den Rasen zurück. Und Düsseldorf war sofort hellwach, doch Martin Harnik schob den Ball aus 16 Metern zentraler Position links am Oberhausener Tor vorbei (46.). Die Gäste mussten nun mehr in der Offensive investieren. Doch die Fortuna war dem dritten Tor näher als Oberhausen dem Anschlusstreffer: Denn Weber bediente im Oberhausener Strafraum Sebastian Heidinger, doch Dimitrios Pappas konnte in höchster Not klären (52.). Bis auf einen Versuch von Ronny Köing aus 22 Metern (54.) hatte Oberhausen in der Offensive nichts zu bieten.
Die Hausherren zogen sich nun etwas zurück und überließen den Gästen das Mittelfeld. Doch diese konnten den sich bietenden Platz nicht für gute Offensivaktionen nutzen, wobei die Düsseldorfer Innenverteidigung um Anderson jederzeit Herr der Lage blieb.
Mit einem Doppelwechsel, als Markus Heppke und Timo Uster für Benjamin Schüßler und Tim Kruse ins Spiel kamen (64.), versuchten die Gäste die Partie noch einmal zu drehen. Doch beide Änderungen verpufften, so dass die Fortuna ohne Probleme den Vorsprung verwaltete und dann auch noch Pech hatte, dass ein 16-Meter-Knaller von Lambertz abgeblockt wurde (65.). In der Schlussphase agierten die Gastgeber etwas fahrlässig, so dass Oberhausen durch Ronny König, dessen Kopfball knapp am rechten Tordreieck vorbstrich (73.), Daniel Gordon (75.) und Moritz Stoppelkamp, der Ratajczak mit einem Schlenzer püfte (76.), noch zu Chancen kam.
Auf der Gegenseite hätten Zoundi (79.) und Martin Harnik (84.) noch das dritte Tor erzielen können, doch am Ende blieb es beim souveränen Heimsieg der Fortuna über Rot-Weiß Oberhausen.
RWO spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Gordon, Schlieter, Embers - Kaya, Kruse - Stoppelkamp, Schüßler - Terranova, König
Auswechslungen: Uster für Kruse, Heppke für Schüßler (beide 64.), Tullberg für Terranova (83.)
Gelbe Karten: Kaya (5./gegen Bielefeld gesperrt), Gordon (2), Stoppelkamp (2), Embers
[06.12.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - TSV 1860 München]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Eigentor kostet RWO Punkte
0:1-Heimniederlage gegen den TSV 1860 München
Ein Eigentor von Marinko Mileti hat Rot-Weiß Oberhausen auf die Verliererstraß gebracht. Die "Kleblätter" verloren das Heimspiel gegen den TSV 1860 München mit 0:1 und kassierten damit bereits die vierte Niederlage in Folge. In der Tabelle liegt Oberhausen nach dem 15. Zweitliga-Spieltag nur noch auf Platz zehn.
Bei RWO gab es nach der 0:3-Niederlage beim FC Energie Cottbus drei Positionswechsel: So vertraute Trainer Jürgen Luginger wieder auf die beiden Angreifer Ronny König und Mike Terranova. Auch Tim Kruse rückte in die Startformation der "Kleblätter. Dafür rutschten Patrick Schönfeldt, Benjamin Schüßler und Oliver Petersch aus der ersten Elf heraus.
Die erste gute Tormöglichkeit im Niederrheinstadion gehörte nach knapp vier Minuten den Gästen aus München. Dabei besaß Charilaos Pappas aus wenigen Metern eine gute Einschussgelegenheit, zielte aber links am Oberhausener Tor vorbei. Doch auch Oberhausen war in der von beiden Teams auf aufgeweichtem Untergrund mit viel Einsatz geführten Partie recht schnell vor dem Tor von 1860-Keeper Gabor Kiraly. Doch Markus Kaya traf nur das Außennetz (9.), während Marinko Miletic einen Freistoß rechts am Tor vorbei köpfte (12.).
Vehement stritten sich die beiden Rivalen um jeden Vorteil, doch die besseren Möglichkeiten sollten bis zur Pause den Löwen vorbehalten bleiben. Dabei hatten die Gastgeber bei einem Duell zwischen Rösler und Torhüter Sören Pirson im Strafraum Glück, dass Schiedsrichter Christian Fleischer nicht auf Strafstoß entschied (17.).
Doch im Anschluss daran bewies der Oberhausener Schlussmann seine Klasse und klärte gleich zweimal sensationell gegen den frei vor ihm auftauchenden Pappas (25., 44.). Dagegen besaß Oberhausen nur noch durch einen Kopfball von Ronny König, den er aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbeisetzte, die Chance zur Führung (31.). Mit dem torlosen Unentschieden ging es dann in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel hatten zunächst die Hausherren Vorteile. Und das Spiel blieb enorm kampfbetont, wobei Mike Terranova seine Qualitäten als Strafraumspieler bewies und erst nach einem Zuspiel von Moritz Stoppelkamp und dann nach einer zu kurzen Parade von Kiraly gleich doppelt das erste Tor in dieser Partie verpasste (57., 60.). Etwas überraschend fiel dann das Tor auf der Gegenseite. Nach einer Standardsituation von Ludwig, den Aigner entscheidend verlängerte, bugsierte Marinko Miletic den Ball mit der Schulter aus kurzer Distanz in die eigenen Maschen - 0:1 (63.).
Ab diesem Zeitpunkt setzten die Löwen immer verstärkter auf die defensive Karte, während Oberhausen geschockt schien. Erst die Proteste nach einem unabsichtlichen Handspiel von Holebas im Strafraum der Gäste (77.) und der Doppelwechsel von Patrick Schönfeld und Mike Tullberg für Ronny König und Moritz Stoppelkamp (79.) brachten in der Schlussphase wieder Leben in die Partie.
Und Oberhausen drückte in den letzten Minuten dieser Begegnung noch einmal mächtig, schnürte die Löwen in deren Hälfte regelrecht ein und wollte den Ausgleich erzwingen. Dabei hatte Marinko Miletic mit einem Kopfball nach einer Ecke von Markus Kaya noch die große Chance, seinen Lapsus wieder gutzumachen (90. +1), doch Kiraly hielt die drei Punkte für die Münchner fest, während auf der Gegenseite Pappas (90.) und Biancucchi das 0:2 verpassten. Damit setzt sich die Niederlagenserie von RWO vorerst fort.
Oberhausen spielte in folgener Aufstellung: Pirson - Embers, Miletic, Pappas, Gordon - Kaya, Kruse - Schmidtgal, Stoppelkamp - König, Terranova
Auswechslungen: Landers für Kruse (72.), Tullberg für König (78.), Schönfeld für Stoppelkamp (78.)
Gelbe Karten: Gordon, Schmidtgal (5./in Düsseldorf gesperrt), Pappas (4)
Zuschauer: 4.368
[29.11.2009 _ FC Energie Cottbus - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
RWO in der Lausitz chancenlos
0:3-Niederlage beim FC Energie Cottbus
Rot-Weiß Oberhausen hatte in der Lausitz nicht genug Energie, um überhaupt einen Punkt mit ins Ruhrgebiet zu nehmen. Denn die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger verlor das Auswärtsspiel beim FC Enrgie Cottbus klar mit 0:3 und kassierte damit bereits die dritte Niederlage in Folge. Nach einer verhaltenen Anfangsviertelstunde nutzte Adam Straith einen Fehler von RWO-Keeper Sören Pirson zum 0:1 (15.). Oberhausen gab zwar nie auf, doch nach dem schnellen 0:2 durch Jula (48.) war die Partie gelaufen, bevor Bittroff (73.) schließlich für den Endstand sorgte.
Luginger stellte seine Startelf im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt auf drei Positionen um. Für Benjamin Reichert (Knieprobleme), Mike Terranova und Rony König (beide Bank) spielten Marinko Miletic, Patrick Schönfeld und Benjamin Schüßler von Beginn an.
Im Stadion der Freundschaft erwischten die Gäste den besseren Start. Über eine sichere Defensive heraus wurden die Angriffe zügig und konsequent vorgetragen. Die erste Möglichkeit vergab Benjamin Schüßler, der von der linken Seite kommend das Leder knapp am langen Pfosten vorbei schlenzte (4.).
Bei den Cottbusern lief zunächst wenig zusammen. Denn das aggressive Zweikampfverhalten der Gäste machte den Lausitzern im Spielaufbau sichtlich zu schaffen. In der Offensive war Jula zu oft auf sich alleine gestellt, so dass das Tor von Sören Pirson kaum in Gefahr geriet. Die Führung für die Cottbuser fiel daher etwas überraschend: Demnach brachte Kruska einen Freistoß von links mit viel Effet in den Strafraum. In der Mitte segelte Sören Pirson unter dem Ball hindurch, so dass am zweiten Pfosten Straith ungestört zum 0:1 einnicken konnte (15.).
Oberhausen zeigte sich nach dem frühen Rückstand nicht geschockt, sondern spielte weiter gefällig nach vorne, doch allein die Torgefahr fehlte. Auf der Gegenseite machte sich Cottbus das Leben durch viele Ungenauigkeiten selbst schwer und verpasste es, die wenigen Chancen zu nutzen. So schoss Kweuke völlig frei am Oberhausener Tor vorbei (20.), während Kruska kurz darauf das Leder aus spitzem Winkel auf die Cottbuser Tribüne hämmerte (22.).
In der Folgezeit verstrickten sich beide Teams in intensive Zweikämpfe im Mittelfeld, wobei oft mit langen Bällen operiert wurde. Doch diese stellten keine der beiden Abwehrreihen vor größere Probleme, so dass es zu keiner weiteren Torchance kam. Gegen Ende der ersten Halbzeit intensivierten die Kleeblätter die Angriffsbemühungen: Erst köpfte Dimitrios Pappas nach einem Eckball knapp am Tor vorbei (39.), dann schoss Markus Kaya einen Freistoß in die Cottbuser Mauer (42.), ehe Heinrich Schmidtgal über das Tor zielte (45.). Doch wirklich gefährlich wurde es für den Energie-Keeper Gerhard Tremmel nicht.
Trainer Claus-Dieter Wollitz schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn seine Truppe kam mit ordentlich Dampf aus der Kabine und konnte in der 47. Minute sofort nachlegen: Dabei bediente Rivic Jula, der den Ball aus 17 Metern an Sören Pirson vorbei zum 0:2 ins Netz schoss. Danach bekamen die Lausitzer Oberwasser und hätten durch Rivic, dessen Schlenzer aus 22 Meter knapp am Gästetor vorbei zischte und Kweuke, der die Kugel über das Oberhausener Tor semmelte (beide 52.), nachlegen können.
Danach zogen sich die Ostdeutschen zurück und ließen die Gäste im Mittelfeld gewähren. Diese waren auch durchaus bemüht und setzten sich in der Hälfte der Lausitzer fest. Doch wirklich zwingende Chancen konnten sich die Oberhausener nicht erarbeiten, so dass es nur bei Halb-Chancen durch Heinrich Schmidtgal (55., 60.) blieb. Luginger reagierte und brachte durch einen Doppelwechsel Ronny König und Mike Terranova für die Offensive ins Spiel.
Doch Cottbus stand in der Defensive weiterhin sicher und konterte brandgefährlich: Dabei brachte Kweuke den Ball von links in die Mitte zu Jula. Der Schuss des Rumänen landete dann bei Bittroff, der mit einem Drehschuss das dritte Tor für die Lausitzer markierte (73.).
Damit war das Spiel in der Lausitz entschieden. In der Schlussphase hätten die Gastgeber bei gefährlichen Tempogegenstößen noch weitere Tore erzielen können, doch im Abschluss fehlte den Hausherren meist die Konzentration. Dennoch war der Sieg für Cottbus am Ende verdient.
Oberhausen spielte in folgender Aufstelung: Pirson - Pappas, Miletic, Embers - Petersch, Gordon, Kaya, Schmidtgal - Schüßler - Schönfeld, Stoppelkamp
Auswechslungen: König für Schönfeld, Terranova für Schüßler (beide 65.)
Gelbe Karte: Miletic (3)
[21.11.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - FSV Frankfurt]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen verliert gegen auswärtsschwache Frankfurter
1:3-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt
Der Höhenflug von Rot-Weiß Oberhausen ist vorerst beendet. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger verlor das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FSV Frankfurt, der zuvor auswärts noch keinen Punkt geholt hatte, mit 1:3 und verpasste damit die Chance, den Rückstand zu Platz drei auf drei Punkte zu verkürzen. Durch Treffer von Cidimar (6.) und Pa Saikou Kujabi (39.) lagen die Gäste zur Pause mit 2:0 in Führung. Daniel Gordon (49.) konnte nach dem Seitenwechsel zwar verkürzen, doch erneut Cidimar (57.) machte schließlich alles klar. Für Oberhausen war es die dritte Heimniederlage in dieser Saison.
Trainer Jürgen Luginger musste sein Team im Vergleich zum 1:3 in Kaiserslautern umstellen. An Stelle von Thomas Schlieter (Muskelfaserriss) spielte Markus Kaya, der im Mittelfeld die Strippen ziehen sollte. Kapitän Benjamin Reichert rückte dafür in die Innenverteidigung.
Nach der anfänglichen Abtastphase, in der Oberhausen zwar etwas mehr vom Spiel hatte, nicht aber sonderlich glänzen konnte, führte gleich die erste nennenswerte Aktion der Gäste zum Erfolg. Demnach zog Gjasula eine Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld an den Fünfer, wo Cidimar Benjamin Reichert entwischte und die Kugel mit dem Kopf über die Linie drückte - 0:1 (7.). Oberhausen war nun gefordert und musste mehr investieren. Doch die Kleeblätter kamen gegen auffällig laufstarke Hessen zunächst nur zu zwei Halbchancen durch Heinrich Schmidtgal (9.) und Moritz Stoppelkamp (11.).
Ansonsten plätscherte die Begegnung auf mäßigem Niveau lange vor sich hin, ehe Benjamin Reichert unfreiwillig für Aufregung sorgte. Denn ein zu kurzer Klärungsversuch des Oberhausener Kapitäns landete direkt bei Kujabi, der jedoch aus 16 Metern knapp über das Tor zielte (27.). Drei Minuten später setzte Ronny König den Ball auf der Gegenseite mit einem Seitfallzieher links am Tor vorbei.
Kurz vor der Halbzeit wurde es dann ziemlich unübersichtlich, wirazs sich letztlich aber ein Treffer ergab. Denn Kujabi agierte bei einem Konter im Eins-gegen-Eins mit RWO-Keeper Sören Pirson zuerst viel zu umständlich und vertändelte den Ball. Doch das Leder landete bei Cidimar, der von rechts aus spitzem Winkel abzog. Pirson wehrte zwar ab, doch der Ball prallte von Kujabi ab und überquerte die Linie - 0:2 (39.).
Zur Pause gab es auf beiden Seiten jeweils einen Wechsel. Bei Oberhausen kam Daniel Embers für Moritz Stoppelkamp, während auf der Gegenseite Ledgerwood den angeschlagenen Mehic ersetzte. Denn der Bosnier hatte sich in ersten Halbzeit am Knöchel verletzt und konnte nicht mehr weiter machen. Der Kanadier gab auch gleich den ersten Warnschuss in den zweiten 45 Minuten ab (47.). Das nächste Tor in dieser Partie fiel dann endlich für die Gastgeber: Dabei verlängerte Mariko Miletic einen Freistoß an den Fünfer zu Daniel Gordon, der sich gegen Voigt durchsetzte und mit einem Kopfball aus fünf Metern ins rechte Eck traf - nur noch 1:2 aus Sicht von RWO (49.).
Oberhausen bekam nun Oberwasser, doch bei Standardsituationen waren die Kleeblätter weiterhin anfällig, was die Gäste schamlos ausnutzten. In der 57. Minute brachte Gjasula einen Freistoß aus dem Mittelfeld in den Strafraum, wo Cidimar sträflich frei stand. Der Brasilianer köpfte sich aus sechs Metern zunächst selbst an, doch der von seinem linken Oberschenkel abgefälschte Ball kullerte dennoch ins rechte Eck - 1:3.
Die Kleeblätter steckten nicht auf und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Doch Ronny König setzte das Leder links am Tor vorbei (69.), während Mike Terranova zunächst gegen den FSV-Keeper Klandt den Kürzeren zog (72.), ehe wiederum Ronny König nicht präzise war (81.). In der Schlussphase zogen sich die Hessen zusehends zurück und brachten den Dreier letztlich verdient über die Zeit.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Reichert, Miletic, Schmidtgal - Gordon, Kaya - Petersch, Stoppelkamp, Terranova - König
Auswechselungen: Embers für Stoppelkamp (46.), Schönfeld für Miletic (66.), Heppke für Petersch (79.)
Tor: Gordon (50., Vorarbeit Miletic)
Gelbe Karte: Kaya
Zuschauer: 7.183
[06.11.2009 _ 1. FC Kaiserslautern - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen verbrennt sich in Teufels Küche die Finger
1:3-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern
Rot-Weiß Oberhausen hat sich in Teufels Küche die Finger verbrannt. Am 12. Spieltag der 2. Bundesliga verloren die Kleeblätter das Auswärtsspiel beim Aufstiegs-Aspiranten 1. FC Kaiserslautern letztendlich verdient mit 1:3 (0:2). Lediglich dem ehemaligen Lauterer Ronny König gelang vor 26.546 Zuschauern in der 74. Minute der Ehrentreffer für RWO.
Die Chance, dass alles anders gekommen wäre, hatte Oberhausen besessen. Nach stürmischem Beginn der „Roten Teufel“ schwammen sich die Gäste frei, so dass Moritz Stoppelkamp nach feinem Zuspiel von Oliver Petersch frei vor dem FCK-Keeper Tobias Sippel auftauchte. Doch der U21-Europameister brauchte nicht einzugreifen, da „Stoppels“ Versuch weder ein Schuss noch eine Flanke war und am Lauterer Tor vorbeitrudelte (10.).
Gerade im Mittelfeld hatten die Pfälzer die Oberhand gewonnen, da der FCK fast jeden Zweikampf für sich entscheiden und so die schnellen Außen Sidney Sam und Dragan Paljic immer wieder gefährlich in Szene setzen konnte. So fehlte es den Gästen an Entschlossenheit, Wachsamkeit und Präsenz, um den „Roten Teufeln“ so fies wie das Weihwasser zu werden.
Fünf Minuten nach der Möglichkeit von Stoppelkamp konnte RWO-Keeper Sören Pirson einen 18-Meter-Schuss von Georges Mandjeck nicht festhalten, so dass FCK-Stürmer Adam Nemec aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung abstauben konnte (15.).
Bis zum Pausenpfiff hatten die Kleeblätter dem aggressiven Spiel der Gastgeber nichts mehr entgegenzusetzen. So häuften sich die leichte Abspielfehler ebenso wie die Chancen für die Platzherren. Gerade bei Standardsituationen brannte es im Oberhausener Strafraum lichterloh. Rodnei (21.) und Martin Amedick köpften jeweils knapp neben das Tor, während es der FCK-Kapitän eine Minute vor der Pause besser macnhte: So gewann Nemec nach einer Ecke von Alexander Bugera das Kopfball-Duell im RWO-Strafraum und legte für Amedick vor, der aus zwei Metern nur noch zum 2:0 einköpfen brauchte (44.).
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Der FCK war bissiger, gedanklich und auch physisch stets einen Schritt schneller und ließ Oberhausen keinen Raum zum Luftholen. So verhinderte Sören Pirson glänzend gegen Amedick einen weiteren Treffer für den FCK (54.), während ein Freistoß von Florian Dick aus 16 Metern nur knapp über das Oberhausener Tor strich (58.), ehe nach einer einer weiteren Ecke von Bugera Lauterns Verteidiger Rodnei mutterseelenallein im Strafraum durch einen Kopfball das 3:0 erzielen konnte (62.).
Im Anschluss daran hätte der FCK das Ergebnis bei vielen Konterchancen sogar noch höher schrauben können, doch stattdessen gelang Ronny König mit einem Kopfball nach einer Ecke von Moritz Stoppelkamp das 1:3 (74.).
Oberhausen hatte nun Lunte gerochen und wurde etwas mutiger. Sieben Minuten vor dem Ende verpassten die Kleeblätter dann den Startschuss zu einer wohl spannenden Schlussphase, als der eingewechselte Markus Heppke nach einem Zauberpass von Stoppelkamp nur den Pfosten traf (83.). So blieb es am Ende beim verdienten 3:1 für den FCK über Rot-Weiß Oberhausen.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson – Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal – Gordon, Reichert – Petersch, Stoppelkamp, Terranova – König.
Auswechslungen: Schönfeld für Gordon (56.), Heppke für Petersch (80.)
Tor: König (74., Vorarbeit Stoppelkamp)
Gebe Karten: Stoppelkamp (3), Miletic (2)
[30.10.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - SC Paderborn 07]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen mit Köpfchen erfolgreich
3:2-Heimsieg gegen den SC Paderborn 07
Rot-Weiß Oberhausen hat den Anschluss an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga gehalten. Die Kleeblätter gewannen das Heimspiel gegen den SC Paderborn 07 durch Kopfballtore von Daniel Gordn (34.), Moritz Stoppelkamp (53.) und Oliver Petersch (67.) mit 3:2. Dabei hat das Team von Trainer Jürgen Luginger gleich zweimal einen Rückstand egalisieren können, nachdem Sören Gonther (23.) und Florian Mohr (43.) jeweils für die Gäste erfolgreich waren. In der Tabelle liegt RWO trotz des Sieges weiterhin auf Platz sechs.
Luginger plagten vor dieser Partie enorme Personalsorgen, so dass der RWO-Coach nur auf einen Kader von 15 einsatzfähigen Feldspielern und zwei Torhütern zurückgreifen konnte. Die einzige Veränderung im Vergleich zum 1:1 beim Karlsruher SC gab es somit im defensiven Mittelfeld: Auf diese Position kehrte Daniel Gordon zurück und ersetzte dort an der Seite von Kapitän Benjamin Reichert den verletzten Spielgestalter Markus Kaya (Muskelfaserriss).
Kaum hatte Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie freigegeben, zappelte das Leder auch schon in den Maschen des Oberhausener Tores. Doch der vermeindliche Torschütze Saglik verzichtete auf einen Torjubel, da Angreifer der Ostwestfalen vor seinem Treffer klar im Abseits stand (1.). In einer auch fortan von beiden Teams intensiv und mit offenem Visier geführten Begegnung wurden auch die Gastgeber bald vor dem gegnerischen Tor gefährlich: So musste SCP-Keeper Daniel Masuch in der 3. Minute vor dem einschussbereiten Moritz Stoppelkamp beherzt zugreifen. Damit aber nicht genug, denn beide Mannschaften nahmen sich keine Zeit zum Luftholen und gingen unvermindert auf ein hohes Tempo ein. So dauerte es bis zur ersten goten Torchance auch nicht lange: Denn Rolf-Christel Guié-Mien prüfte Oberhausens Keeper Sören Pirson mit einem Schlenzer (4.).
In der 19. Minute führte ein schneller Spielzug der Gastgeber auf der anderen Seite fast zum Führungstreffer: Dabei legte Moritz Stoppelkamp den Ball in den Lauf des schnellen Oliver Petersch, der den die Kugel zwar an Daniel Masuch, aber auch um Zentimeter am linken Pfosten vorbei chipte. Aber auch die Ostwestfalen blieben bei ihren Angriffsbemühungen konsequent und wurden vier Minuten später dafür auch belohnt: Denn Brückner schlug von links eine weite Flanke ins Zentrum, wo der allein gelassene Gonther das Leder herrlich volley mit links in die Maschen beförderte - 0:1. Nach nur kurzer Verschnaufpause beider Teams hätte der SCP in der 30. Minute um ein Haar nachgelegt: Denn Brückner machte auf links erneut Dimitrios Pappas nass und flankte nach innen, wo der Schuss von Saglik, der von Heinrich Schmidtgal abgefälscht wurde, an den linken Pfosten klatschte.
Nur vier Minuten später fiel am Niederrhein der Ausgleich: Nach einer Freistoß-Flanke von Heinrich Schmidtgal aus dem linken Halbfeld schraubte Daniel Gordon seine 1,94 m dynamisch in die Luft und wuchtete das Leder sehenswert in die Maschen - 1:1. Doch der SC Paderborn blieb auch weiterhin in der Offensive beharrlich und ging kurz vor der Pause erneut in Führung: Nach der siebten Ecke von Alushi übersprang der aufgerückte Mohr Oberhausens Kapitän Benjamin Reichert und köpfte das Leder von der Fünfmeterraum-Grenze wuchtig ein - 1:2 (43.).
Paderborn kam erneut wach und engagiert aus der Kabine und hätte in der 50. Minute die Führung ausbauen müssen. Denn Saglik legte den Ball mit Übersicht zu Brückner ab, doch Torhüter Sören Pirson parierte den Schuss des Paderborners aus kurzer Distanz glänzend. Nur drei Minuten später kam RWO zum erneuten Ausgleichstreffer: Nach einer schönen Kombination, die durch ein Hacken-Zuspiel von Moritz Stoppelkamp selbst eingeleitet wurde, verwertete der Ex-Essener eine Hereingabe von Oliver Petersch vom rechten Strafraumrand im Zentrum mit dem Kopf - 2:2.
Auch danach ging es am Niederrhein rauf und runter. Und Oberhausen drehte in der 67. Minute die unterhaltsame Partie zu seinen Gunsten und ging erstmals in Führung: Nach einem weiten Einwurf von der linken Seite verlängerte Brückner das Leder unglücklich zu Oliver Petersch, der die Kugel mit dem Kopf gegen die Laufrichtung von Daniel Masuch zum Jubel der RWO-Fans in die Maschen donnerte - 3:2.
In der Schlussphase versuchte Paderborn zunächst weiter über spielerische Mittel zum Ausgleich zu kommen. Doch auf der Gegenseite hätte Moritz Stoppelkamp mit einem trockenen Schuss fast das 4:2 erzielt (74.). Doch der FCP ließ sich davon nicht beirren, öffnete Räume zum Kontern und hatte auch noch die Ausgleichschance: Doch Torhüter Sören Pirson fischte sich eine Freistoßflanke von Saglik vor dem einköpfbereiten Zedi (88.). So blieb es am Ende beim knappen, aber verdienten 3:2-Sieg für RWO über den SC Paderborn 07.
RWO spiele in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Schmidtgal, Schlieter, Miletic - Reichert, Gordon, Stoppelkamp, Petersch - König, Terranova
Auswechslungen: Embers für Terranova (55.), Landers für Petersch (86.), Schönfeld für Stoppelkamp (90.)
Tore: Gordon (34., Vorarbeit Schmidtgal), Stoppelkamp (53., Petersch), Petersch (67.)
Gelbe Karten: Terranova (3), Schmidtgal (2)
Zuschauer: 5.412
[25.10.2009 _ Karlsruher SC - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen holt Punkt im Wildpark
1:1-Unentschieden beim Karlsruher SC
Rot-Weiß Oberhausen hat sich mit einem verdienten 1:1-Unentschieden Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC einen Punkt beim erkämpft. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Zweitligaspiel gingen die Gastgeber nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit durch einen Treffer von Anton Fink in der 62. Minute in Führung. Nur drei Minuten später traf Markus Kaya nach einem an Heinrich Schmidtgal verschuldeten Foulelfmeter zum verdienten Ausgleich aus Oberhausener Sicht (65.).
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten, doch einmal mehr sicherte Torhüter Sören Pirson den Kleeblättern einen Punktgewinn.
Trainer Jürgen Luginger nahm im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen den FC St. Pauli eine Veränderung an seiner Startelf vor. Denn Kapitän Benjamin Reichert gab nach seiner Meniskusverletzung sein Comeback und spielte anstelle von Daniel Gordon.
Die Begegnung im Karlsruher Wildpark begann schleppend. Der KSC agierte als Heimmannschaft naturgemäß etwas aktiver, tat sich aber gegen die kompakten Gäste sehr schwer. Oberhausen stand defensiv sehr sicher und machte dank seiner Zweikampfstärke jegliche Offensivansätze der Badener früh zunichte. Auf der Gegenseite musste KSC-Keeper Miller zweimal eingreifen, nachdem Moritz Stoppelkamp (5.) und Dimitrios Pappas (7.) aus der zweiten Reihe abgezogen hatten, löste aber seine Aufgaben mühelos. Mehr Sorgen bereitete dem KSC-Trainer Markus Schupp sein Angreifer Christian Timm, der schon nach elf Minuten vom Platz musste, nachdem er mit Thomas Schlieter zusammengeprallt war. Für ihn kam Chrisantus ins Spiel.
Ansonsten plätscherte die Partie höhepunktlos vor sich hin, da die Badener keine Mittel fanden, die klug verteidigenden Gäste in Bedrängnis zu bringen. Allerdings machten die Gastgeber auch nicht den Eindruck, mit letzter Konsequenz die Führung zu suchen. Erst nach 22 Minuten musste RWO-Keeper Sören Pirson einmal eingreifen, parierte aber einen abgefälschten Versuch von Mutzel aus 17 Metern sicher. Und langsam wurde es etwas lebendiger. Erst lenkte Ronny König eine Freistoßflanke im Fallen über das Karlsruher Tor (24.), während Stindl auf der Gegenseite zu hoch zielte (26.).
Gut war das Spiel aber dennoch nicht. Doch immerhin kam Karlsruhe nun häufiger zu Halbchancen. Die dickste Gelgenheit in der ersten Halbzeit gehörte jedoch den Gästen. Denn Mike Terranova drang über links in den Sechzehner ein und drosch das Leder fulminant an den Pfosten. Miller hätte bei dieser Szene keine Abwehrchance gehabt (32.). Da auch Fink (36.), Drpic (42.) und Stindl (45.) nicht genau genug zielten, blieb es zur Pause beim leistungsgerechten 0:0.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts. Denn der KSC kam über zaghafte Bemühungen nicht hinaus und hatte mit der eigenen Ideenlosigkeit zu kämpfen. Dagegen reichte Oberhausen eine solide Defensive, um zunächst nicht in Gefahr zu geraten.
Nach einer Stunde erfuhr das Duell eine unvorhergesehene Wendung. Dominierten bisher noch Langeweile und Unzulänglichkeiten das Geschehen, wurde das Spiel nun plötzlich spektakulär und auch hitzig. Dabei machte Moritz Stoppelkamp den Anfang, als er in den Karlsruher Strafraum eindrang, dort den KSC-Keeper Miller passierte und aus halblinker Position am leeren Tor vorbeischoss (61.). Praktisch im Gegenzug kassierten die Gäste dafür die Quittung. Denn Chrisantus steckte mit der Hacke zu Fink durch, der frei vor Sören Pirson die Nerven behielt und mit einem Schuss ins rechte obere Eck seinen ersten Zweitligatreffer markierte - 1:0 für den KSC (62.).
Es gab nun kaum noch Verschnaufpausen. Nur zwei Minuten nach dem Tor hatte Drpic auf der Gegenseite seinen großen Auftritt. Dabei kam Heinrich Schmidtgal zwar mit Tempo in den Strafraum, strahlte links aber keine unmittelbare Gefahr aus. Doch Drpic grätschte früh und lud den Oberhausener dadurch praktisch zum Elfmeter ein. Strafstoß und Gelb - die fünfte für den Kroaten - waren die Folge. Markus Kaya trat an und verwandelte sicher - 1:1 (65.). Weitere 60 Sekunden später hatte Chrisantus die erneute KSC-Führung auf dem Fuß. Nachdem eine Flanke von Blum von Sören Pirson an die Latte gelenkt wurde, brachte der Nigerianer das Leder aus zwei Metern jedoch nicht am famos reagierenden Oberhausener Schlussmann vorbei.
Nach einem ungeahndeten Ellbogenschlag von Chrisantus gegen Marinko Miletic (70.) kochten dann die Emotionen hoch. Schiedsrichter Christian Leicher gab in dieser Phase nicht immer die souveränste Figur ab.
Es ging nun hin und her, doch in der Schlussphase war es mehr und mehr der KSC, dem der Punkt nicht genug war. Und die Badener hätten den Platz als Sieger verlassen, hätte da nicht Chrisantus sein Ego in den Vordergrund gestellt. Denn der Nigerianer war links durch und hätte den Ball nur noch in die Mitte zum völlig freistehenden Fink legen müssen, entschied sich aber dafür es selbst zu versuchen. Sören Pirson blieb bei diesem Eins-gegen-Eins-Duell Sieger und hielt so das Unentschieden fest. Chrisantus wurde daraufhin von Schupp wieder ausgewechselt. Bis zum Schlusspfiff blieb es hitzig, ehe Schiedsrichter Leicher seinen nicht ganz einfachen Arbeitstag beendete.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal - Kaya, Reichert - Petersch, Stoppelkamp - König, Terranova
Auswechslungen: Schüßler für Petersch (73.), Gordon für Reichert (78.), Schönfeld für Stoppelkamp (90.+2)
Tor: Kaya (65./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Pappas (3), Miletic, Terranova (2)
[16.10.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - FC St. Pauli]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Stoppelkamps Treffer reicht nicht
RWO verliert 1:3 nach 1:0-Halbzeitführung gegen den FC St. Pauli
Rot-Weiß Oberhausen hat den Anschluss zur Tabellenspitze verpasst. Trotz einer zwischenzeitlichen 1:0-Halbzeitführung verloren die Kleeblätter das Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli mit 1:3. In einem von beiden Mannschaften mit viel Kampf und Einsatzwillen geführten Spiel, waren die Gastgeber durch einen Treffer von Moritz Stoppelkamp (40.) kurz vor der Pause in Führung gegangen. Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Gäste zunächst ein optisches Übergewicht und nutzten schließlich zwei Unsicherheiten in der Oberhausener Abwehr, um durch Treffer von Marius Ebbers (61.) und Florian Bruns (73.) das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Den Schlusspunkt setzte Max Kruse in der Nachspielzeit (90.+2).
Bei den Kleeblättern gab es im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg in Koblenz nur eine Veränderung. So brachte Trainer Jürgen Luginger Oliver Petersch anstelle von Markus Heppke in die Startformation.
Das Duell Fünfter gegen Vierter begann vielversprechend. Die Gäste aus dem Hambuger Stadtteil St. Pauli übernahmen früh die Initiative und erarbeiteten sich schnell ein spielerisches Übergewicht. Bereits nach acht Minuten hätte die Elf von Trainer Holger Stanislawski in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen. Die erste Riesenchance hatte Schultz nach einer Ecke von Florian Bruns auf den kurzen Pfosten. Doch RWO-Keeper Sören Pirson lenkte seinen Kopfball aus kurzer Distanz mit einem klasse Reflex in höchster Not an den Querbalken (7.). Kurz darauf war es erneut Pirson, der sein Team vor dem frühen Rückstand bewahrte. Denn Marius Ebbers erreichte eine scharfe Flanke von Tayi von der rechten Seite, der alleingelassen am zweiten Pfosten lauerte. Doch sein Kopfball war zu unplatziert und auch der Nachschuss konnte abgeblockt werden (8.).
Nach gut einer Viertelstunde nahmen dann auch die Hausherren am Spielgeschehen teil. Die anfängliche Druckphase der Kiez-Kicker flaute nach und nach ab, so dass Oberhausen sich zunehmend ein Übergewicht im Mittelfeld erarbeitete. Vor dem Tor von Hain wurde es dann in der 22. Minute zum ersten Mal gefährlich . Denn Ronny König erreichte einen von Markus Kaya langgezogener Freistoß von der linken Seite im Sechzehner. Im Fallen konnte der Angreifer das Leder jedoch nicht unter Kontrolle bringen, so dass der Schlussmann der Gäste sein Schüsschen ohne Probleme parieren konnte.
In der Folge übernahm die Mannschaft von Jürgen Luginger das Kommando gegen immer schwächer werdende Hanseaten. Kurz vor der Pause wurden die Bemühungen der Kleeblätter dann mit der Führung belohnt. Nach einer schönen Kombination im Strafraum sah zuerst Morena gegen Mike Terranova alt aus. Dessen Ablage mit der Hacke landete daraufhin beim freihstehenden Moitz Stoppelkamp, der Rothenbach enteilt war. Aus acht Metern überlistete er schließlich Hain mit einem Schlenzer - 1:0 (40.).
Die bei strömenden Regen ins schwimmen geratenen Kiez-Kicker konnten froh sein, als der Pausenpfiff durch Schiedsrichter Lutz Wagner ertönte. Trainer Holger Stanislaswski konnte bis dahin mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden sein, gab aber der Elf aus den ersten 45 Minuten die Chance, es in der zweiten Halbzeit besser zu machen. Auch Jürgen Luginger schickte seine Mannen unverändert auf den Platz zurück.
Unverändert blieb auch das Bild, das sich den 10.124 Zuschauern bot. Oberhausen beackerte die Hamburger Gäste in eindrucksvoller Manier, während St. Pauli die notwendige Aggressivität zunächst vermissen ließ. Nach 51 Minuten hätte es 2:0 stehen müssen, doch Mike Terranova vergab kläglich vor Hain, als ihm eine flache Hereingabe von Oliver Petersch von der rechten Seite über den Schlappen rutschte und das Leder links am Pfosten vorbeitrudelte.
Nach einer knappen Stunde destabilisierte sich der Oberhausener Abwehrband plötzlich und spätestens nach dem 1:1 durch Marius Ebbers drohte das Blatt sich zu wenden. Denn der Hamburger Angreifer hatte nach einem Missverständnis zwischen Sören Pirson und Marinko Miletic, der sich zuvor verschätzte, leichtes Spiel, als er das Leder aus elf Metern nur noch ins leere Tor schieben musste (51.). Oberhausen agierte nun hektischer als zuvor und ließ sich weit in die eigene Hälfte drängen. Und das rächte sich 20 Minuten nach dem Ausgleichstreffer. Denn Marius Ebbers legte vor dem Strafraum einen Kopfball auf Florian Bruns ab, der nicht lange fackelte und Sören Pirson mit einem satten Linksschuss aus 18 Metern ins kurze Eck keine Chance ließ - 1:2. Die Partie war damit gedreht und Oberhausen fand trotz aller Offensivbemühungen nicht zurück ins Spiel. St. Pauli stellte sich hinten rein und setzte durch gefährliche Konter über Max Kruse (82.) und Naki (83.) immer wieder Nadelstiche.
In der Nachspielzeit setzte der eingewechselte Max Kruse dann sogar noch einen drauf, als er das Leder aus zehn Metern mit links zum 1:3 unter die Latte nagelte. Dabei kam die Vorlage erneut von Marius Ebbers. Damit setzt sich St. Pauli an der Tabellenspitze fest, während Oberhausen den Anschluss verliert.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal - Kaya, Gordon - Petersch, Stoppelkamp, Terranova - König
Auswechslungen: Heppke für Terranova (68.), Landers für Petersch, Schönfeld für Kaya (beide 77.)
Tor: Stoppelkamp (40., Vorarbeit Terranova)
Gelbe Karten: König, Kaya (4)
Zuschauer: 10.124
[02.10.2009 _ TuS Koblenz - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
König köpft RWO zum Sieg
1:0-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz
Rot-Weiß Oberhausen trumpft in der 2. Bundesliga weiter auf. Durch einen verdienten 1:0-Auswärtssieg bei der TuS Koblenz entführten die Kleeblätter alle drei Punkte vom Deutschen Eck. Koblenz agierte zwar bemüht und verzeichnete auch streckenweise mehr Ballbesitz, doch RWO war vor allem bei schnellen Kontern zielstrebiger. Der Mann des Spiels für die Gäste, die sich vorne in der Tabelle festsetzten, war Ronny König, der mit einem Kopfball den Siegtreffer erzielte.
Trainer Jürgen Luginger baute seine Startformation im Vergleich zum 1:0-Derbysieg gegen den MSV Duisburg lediglich einmal um: So kam Markus Heppke für Oliver Petersch im Mittelfeld von Beginn an zum Einsatz.
Die TuS agierte auf dem heimischen Oberwerth in einer flotten, aber höhepunktarmen Anphangsphase etwas mutiger. Besonders Stieber forderte die Oberhausener Defensive durch ständige Rochaden. Der Ungar war auch in der 6. Minute nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Marinko Miletic für die erste Halbchance der TuS verantwortlich. Doch letztlich mangelte es beiden Teams an Durchschlagskraft und Präzision, um weitere gefährliche Offensivaktionen zu generieren. Koblenz hatte etwas mehr Ballbesitz und bemühte sich weiter redlich in der Vorwärtsbewegung, wies dabei aber eine zu hohe Fehlerquote auf. Oberhausen stand im Abwehrverbund gut sortiert und schaltete in gewohnter Manier nach Balleroberung schnell um.
Nach diesem Strickmuster hatte Daniel Gordon die erste gute Gelegenheit für RWO, zielte aber mit seinem fulminanten Schuss aus gut 25 Metern am rechten Tor vorbei (18.). Weitere Chancen waren in der Folge jedoch Mangelware, so dass sich beide konzentriert arbeitenden Abwehrreihen vor wenig Probleme gestellt sahen. Koblenz hatte zwar etwas mehr Ballbesitz, agierte jedoch oft zu durchsichtig. Die Gäste probierten es weiter mit schnellen Kontern - allerdings ohne Erfolg.
Die Partie bewegte sich in dieser Phase auf schwachem Niveau, was sich erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit änderte. Denn auf Seiten der noch einmal Druck aufbauenden Koblenzer traten Spielgestalter Melinho und Murati bei ansehnlichen Schüssen in Erscheinung, die aber nicht das Tor (39., 42.), während Moritz Stoppelkamp nach einem engagierten Sololauf die Chance auf die Führung für RWO vergab (45.).
Nach dem Wiederanpfiff war die Fehlerquote im Spiel beider Mannschaften erneut zu hoch, um den Zuschauern auf dem Oberwerth ein unterhaltsames Spiel bieten zu können. Für Unterhaltung im positiven Sinn, zumindest für die spärlichen Gästefans, sorgten dann jedoch die Oberhausener: So brachte heinrich Schmidtgal eine Ecke nach innen. Dort behauptete sich Angreifer Ronny König im heftigen Luftkampf gegen Mavric und köpfte zu seinem dritten Saisontreffer ein - 1:0 für RWO (52.).
Die Führung gab den Gästen vom Niederrhein nun Sicherheit. Denn die Kleeblätter hatten die Partie gegen zu einfallslose Hausherren in dieser Phase im Griff und zeigten gefällige und schnell vorgetragene Ballpassagen. Doch die TuS wehrte sich nachfolgend, baute noch einmal Druck auf und kam zu einer Reihe von Halbchancen, wie etwa einem Kopfball des eingewechselten Johannes Rahn (70.).
Deutlich gefährlicher vor dem gegnerischen Tor war jedoch Rot-Weiß Oberhausen. Ronny König, dessen Kopfball aus kurzer Distanz der Koblenzer Schlussmann Yelldell reaktionsschnell parierte und eine Minute später Marcel Landers nach einem Lauf über das halbe Spielfeld verpassten es jedoch, die Führung für RWO auszubauen (74.). In der Schlussphase packten die hilflosen Koblenzer zwar noch einmal die Brechstange aus, fanden aber zumeist mit dem Mittel hoher Bälle keinen Weg durch die Oberhausener Abwehr. Dennoch hätte Mavric nach einer Flanke des eingewechselten Maletic noch fast den Ausgleich erzielt, traf jedoch mit einem Kopfball nur die Oberkante der Latte (90.). So blieb es am Ende beim knappen, aber verdienten 1:0-Sieg für RWO bei der TuS Koblenz.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson – Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal – Gordon, Kaya - Heppke, Stoppelkamp, Terranova – König
Auswechslungen: Landers für Heppke (46.), Schüßler für Terranova (76.), Schönfeld für Stoppelkamp (88.)
Tor: König (52., Vorarbeit Schmidtgal)
[25.09.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - MSV Duisburg]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Schmidtgal schießt RWO zum Derbysieg
RWO gewinnt 1:0 gegen den MSV Duisburg
Rot-Weiß Oberhausen hat das Derby gegen den MSV Duisburg dank eines frühen Treffers von Heinrich Schmidtgal knapp mit 1:0 für sich entschieden. In einer spannenden Partie waren die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft. Das Team von Trainer Jürgen Luginger attackierte die "Zebras" früh und legte durch Heinrich Schmidtgal schon in der 6. Minute den Grundstein für den Sieg. Der MSV wirkte besonders in den ersten 45 Minuten konzeptlos und verlor insgesamt zu Recht.
Luginger baute sein Team im Vergleich zur 0:5-Klatsche gegen die Bayern gleich auf drei Positionen um. So erhielt Oliver Petersch den Vorzug vor Daniel Embers und Markus Kaya durfte an Stelle von Marcel Landers von Beginn an ran. Zudem ersetzte Mike Terranova Tim Kruse, der mit Achillessehnenproblemen passen musste.
Auf der Gegenseite sah MSV-TRainer Peter Neururer keinen Grund nach dem: 1:0-Pokalerfolg in Mönchengladbach Veränderungen an seiner Startelf vorzunehmen.
Die Anfangsphase in einem flotten Spiel gehörte den Gastgebern. Schon früh schockte Heinrich Schmidtgal den MSV mit seinem wunderschön getretenen Freistoß aus 17 Metern (6.). Duisburgs Keeper Tom Starke hatte keine Chance, als der Ball rechts oben im Winkel einschlug. Der MSV fand auch nach dem 0:1-Rückstand nicht zu seinem Spiel und verrannte sich zumeist in misslungenen Konterversuchen, die immer wieder am ungenauen Passspiel scheiterten. Die Gäste hatten erst nach 30 Minuten ihre erste Halbchance durch Caiuby. Bei seinem Kopfball nach einer Flanke von Chinedu Ede kam er jedoch nicht richtig hinter den Ball, so dass dieser weit über das Tor von Sören Pirson segelte.
Ganz anders die Kleeblätter, bei denen besonders der spielstarke und ideenreiche Oliver Petersch sowie der emsig arbeitende Mike Terranova zu überzeugen wussten. Das Team von Jürgen Luginger machte trotz der Führung weiterhin ordentlich Druck und erspielte sich gute Tormöglichkeiten. So setzte sich Petersch gut auf der rechten durch. Seine Hereingabe erreichte Ronny König, der jedoch aus kurzer Distanz den Ball verstoplerte und dem MSV-Keeper Tom Starke somit nicht beeindrucken konnte (18.). Wenig später war es Mike Terranova, der nach guter Einzelleistung am Strafraumeck abzog. Dabei war Starke erneut auf dem Posten und klärte mit einer Faustabwehr (25.).
In der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit mühten sich die Gäste redlich, doch zündende Ideen hatte der MSV nicht. Oberhausen verteidigte die undurchdacht vorgetragenen Angriffe der Meidericher weitgehend mühelos und war für die einzig nennenswerte Offensivaktion des MSV auch noch selbst verantwortlich. Da Heinrich Schmidtgal einen hohen Ball mit dem Arm stoppte, bot sich dem MSV aus 18 Metern die Freistoßgelegenheit, doch Änis Ben-Hatira zirkelte das Leder knapp am Tor drüber (40.). Praktisch mit dem Pausenpfiff hatte Sören Larsen noch einmal die Chance zum Ausgleich. Nach einer Ecke von Ben-Hatira verlängerte Adam Bodzek den Ball auf den Dänen, doch dessen Kopfball klatschte an den rechten Pfosten (45.). Somit ging es mit einer knappen aber verdienten Führung für RWO in die Pause.
Prägten in der ersten Halbzeit noch die gute Organisation der Kleeblätter und die ideenlos vorgetragenen Angriffe des MSV das Bild, war noch demSeitenwechsel plötzlich mächtig Feuer in der Begegnung. Mit offenem Visier lieferten sich beide Mannschaften plötzlich einen offenen Schlagabtausch, wobei Oberhausen einmal mehr die gefährlichere Elf stellte. Caiuby prüfte zwar zunächst den RWO-Keeper Sören Pirson (49.), dann aber kamen nacheinander Heinrich Schmidtgal (50.), Mike Terranova (54.) und der gleich zweimal alleine vor Starke auftauchende Ronny König (55., 56.) dem 2:0 immer näher.
MSV-Trainer Peter Neururer reagierte und brachte Pokalheld kristoffer Andersen und Ivica Grlic für Chinedu Ede und Änis Ben-Hatira ins Spiel. Die Bemühungender Zebras waren nun zwar nicht unbedingt cleverer, doch die Gäste packten nun langsam die Brechstange aus und beschäftigten die Gastgeber immerhin in deren Strafraum. Doch der Schuss von Kristoffer Andersen blieb in der vielbeinigen Oberhausener Abwehr hängen (64.). Wenig später kam der Belgier gegen den herausstürzenden Sören Pirson einen Tick zu spät (67.). Doch die höhere Qualität in den Offensivaktionen hatte vorerst weiterhin RWO. Starke war jedoch auf dem Posten, als sich der quirlige Mike Terranova im Strafraum in Schussposition brachte und die Kugel aufs kurze Eck drosch (71.)
Mittlerweile auch noch mit Nicky Adler auf dem Platz, der für Bernd Korzynietz kam, warf der MSV nun alles nach vorne. Doch die Gäste bissen sich an der aufopferungsvoll verteidigenden Oberhausener Defensive, die vom heimischen Anhang frenetisch unterstützten wude, die Zähne aus. Obendrein hatte der MSV auch noch Glück, dass Oberhausen die sich bietenden Räume nicht zu einem vorentscheidenden Kontertor nutzen konnte. So blieb es am Ende beim knappen 1:0, das sich die Gastgeber redlich verdient hatten.
Die Aufstellungen beider Mannschaften:
Oberhausen: Pirson - Pappas, Schlieter, Miletic, Schmidtgal - Gordon, Kaya, Petersch, Stoppelkamp - Terranova, König
Duisburg: Starke - Korzynietz, Branco, Schlicke, Veigneau - Bodzek, Tiffert - Ben-Hatira - Ede, Larsen, Caiuby
Auswechslungen: Heppke für Terranova (77.), Schönfeld für Stoppelkamp (83.), Landers für Petersch (90.+1) - Grlic für Ben-Hatira, Andersen für Ede (beide 58.), Adler für Korzynietz (75.)
Tor: Schmidtgal (6., indirekter Freistoß)
Gelbe Karte: Kaya (3/RWO)
Zuschauer: 12.615
[22.09.2009 _ FC Bayern München - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen an der Isar chancenlos
0:5-Niederlage beim FC Bayern München
Rot-Weiß Oberhausen ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die "Kleeblätter" hatten beim 0:5 beim deutschen Rekordmeister und -pokalsieger FC Bayern München nicht den Hauch einer Chance. In der ersten Halbzeit konnte RWO zwar gut mithalten, geriet aber durch zwei unglückliche Gegentore mit 0:2 in Rückstand. Doch nach der Pause spielten die Münchner die Partie mit drei weiteren Treffern routiniert zu Ende und erreichten damit verdient das Achtelfinale.
Trainer Jürgen Luginger schickte zuletzt dreimal in Folge die gleiche Startelf auf den Rasen. Doch nach der 0:4-Niederlage bei der SpVgg. Greuther Fürth sah er sich veranlasst, auf drei Positionen umzustellen. Daniel Embers, DanielGordon und Marcel Landers ersetzten Markus Kaya, Oliver Petersch und Mike Terranova.
Wie es zu erwarten war, ging Oberhausen von Beginn an aggressiv in die Zweikämpfe, was das Ziel nicht verfehlte. Denn die Bayern hatten in der Anfangsphase Schwierigkeiten, die Partie zu kontrollieren. Und so ging die erste Chance auch aufs Konto der Gäste, als die Münchner in der Defensive allzu sorglos agierte. So drehte sich Ronny König um Breno und schoss aus spitzem Winkel aufs Tor, doch dies war kein Problem für Bayern-Keeper Michael Rensing, der die kurze Ecke dichtmachte (12.).
Die Bayern brauchten 20 Minuten, ehe der Motor dort erstmals ansprang, doch sie wurden dann vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen. Erst spielte Ottl in die Spitze, während Franck Ribery den Ball durchließ und Mario Gomez sich alleine aufmachte. Doch der Abseitspfiff war in diesem Falle falsch. Die Münchner zogen nun deutlich das Tempo an, wobei Mario Gomez nach einer Flanke von Sosa mit einem Kopfball, der nur knapp neben das Tor ging, die beste Chance hatte (25.). In dieser Phase rollte das Bayern-Spiel vor allem über die rechte Seite, wo sich auch Philipp Lahm immer wieder ins Angriffspiel einschaltete.
Dem Rechtsverteidiger wurde auf seiner Seite viel zu viel Platz gegeben. Dies sah auch Miroslav Klose, der von der Mitte nach rechts für Lahm hinauslegte. Sein Schuss wurde von Daniel Embers unglücklich abgefälscht, so dass Sören Pirson, der auf dem falschen Fuß erwischt wurde, geschlagen war - 1:0 für den FCB (32.). Von den Gästen war in der Offensive zwar nicht mehr viel zu sehen, doch einmal hatten sie die ganz große Chance zum Ausgleich. So passte Heinrich Schmidtgal auf Thomas Schlieter, der fünf Meter vor dem Tor völlig freistehend am Ball vorbei schlug. Diese Nachlässigkeit wurde im Gegenzug bestraft. Denn auf Vorlage von Philipp Lahm köpfte Mario Gomez aus zwei Metern zum 2:0 ein (41.).
Auch nach dem Wechsel hatten die Bayern deutlich mehr Ballbesitz, die Chancen ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Zweimal war es zunächst Gomez, der jeweils in bester Position an Pirson scheiterte (54., 56.). Der Keeper war es auch, der einen schönen Freistoß von Braafheid aus 19 Metern entschärfte (58.). Wenig später musste Gomez für Toni Platz machen, der damit sein Pflichtspieldebüt unter van Gaal gab.
Von Oberhausen war überhaupt nichts mehr zu sehen. Einzig die Chancenverwertung der Bayern ließ noch Wünsche offen. Doch nach einer Flanke von Franck Ribery markierte Daniel van Buyten das längst überfällige 3:0 für die Gastgeber (67.). Drei Minuten später nutzte der gerade eingewechselte Thomas Müller den Raum der aufgerückten Elf von Trainer Jürgen Luginger und markierte routiniert den vierten Bayern-Treffer. Der Rekordmeister nahm zwar etwas Tempo aus der Partie, erhöhte aber nach einer Ecke von Sosa noch durch einen weiteren Kopfballtreffer von van Buyten (86.) auf 5:0. Dies war auch der Schlusspunkt in einer letztlich einseitigen Partie.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson – Pappas, Miletic, Schlieter, Embers – Gordon, Kruse – Landers, Stoppelkamp, Schmidtgal – König
Auswechslungen: Kaya für Kruse (46.), Schönfeld für König (64.), Heppke für Schmidtgal (76.)
Gelbe Karten: Gordon, Heppke
[19.09.2009 _ SpVgg. Greuther Fürth - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausener Aufwärtstrend gestoppt
0:4-Niederlage bei der SpVgg. Greuther Fürth
Der Aufwärtstrend von Rot-Weiß Oberhausen ist vorerst beendet. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Luginger verlor das "Kleeblatt-Duell" bei der SpVgg. Greuther Fürth klar mit 0:4 und musste damit erstmals nach zuletzt drei Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen.
Vor 5.000 Zuschauern im Playmobil-Stadion lieferten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Partie mit einem leichten Chancenübergewicht für die Gastgeber, die durch Prib nach 17 Minuten nicht unverdient in Führung gingen.
In der zweiten Halbzeit hatte sich die Elf von Trainer Jürgen Luginger erkennbar einiges vorgenommen, doch ein Doppelschlag des Ex-Oberhauseners Christopher Nöthe (48., 62.) sorgte schnell für die Entscheidung zu Gunsten der Elf von Trainer Benno Möhlmann. Den Schlusspunkt setzte Mauersberger mit einem Kopfball nach einer Ecke (75.).
Luginger sah nach dem 1:0-Heimsieg gegen Alemannia Aachen keinen Grund, etwas an seiner Startelf zu verändern.
Die Fürther gingen von Beginn an engagiert zu Werke, die ein aggressives Pressing spielten und es über das direkte Passspiel versuchten, um zum Erfolg zu kommen. Auf der anderen Seite waren die Oberhauser jedoch gut geordnet und ließen sich zunächst kaum aus der Ruhe bringen. Nach vorne gelang den Gästen allerdings herzlich wenig. Daher sprangen hüben wie drüben lediglich einige Halbchancen heraus, die nicht wirklich für Gefahr sorgen konnten.
Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Fürther Oberwasser, da sie vor allem über die rechte Seite das ein ums andere Mal für Wirbel sorgen konnten. So auch nach 16 Minuten, als Allagui angespielt wurde. Der Tunesier passte von rechts quer und flach auf die linke Seite des Strafraums, wo sich Prib bedankte und aus neun Metern zum 1:0 für die Franken einnetzte. Für das Eigengewächs war es das erste Tor in der 2. Bundesliga. Oberhausen war nun gefordert, und die Schützlinge von Trainer Jürgen Luginger investierten nun auch mehr, doch sie konnten sich gegen die aufmerksame Deckung der Franken nicht entscheidend durchsetzen. Im Großen und Ganzen war es eine ausgewogene erste Halbzeit, in der sich beide Mannschaften keine weiteren klaren Einschussgelegenheiten erspielen konnten.
Ohne personelle Veränderungen ging es in zweiten Halbzeit weiter, dafür mit einem Paukenschlag der Franken: Dabei steckte Prib wunderbar durch zu Christopher Nöthe, der der Oberhausener Abwehr entwischte und aus sieben Metern den RWO-Keeper Sören Pirson mit einem Schuss ins rechte Eck überwand - 2:0 für Fürth (50.). Doch in der Folge schlich sich bei den Franken der Schlendrian ein, da die Gastgeber gerade in der Defensive die nötige Konsequenz plötzlich vermissen ließen. Oberhausen bäumte sich zwar auf, ließ aber die sich bietenden Chancen ungenutzt. So zielte der kurz zuvor eingewechselte Patrick Schönfeld nur knapp rechts am Tor vorbei (58.).
Doch genau in der Sturm- und Drangphase der Gäste schlug Nöthe erneut zu: Diesmal legte Nehrig für den Ex-Oberhauser auf, der einen Schnitzer von Dimitrios Pappas nutzte und zum 3:0 für die Franken einnickte (62.). Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen und das Schicksal nahm seinen Lauf. Nach 73 Minuten zirkelte der zuvor eingewechselte Haas eine Ecke von links an den Fünfer. Dort schraubte sich Mauersberger hoch und traf mit dem Kopf zum 4:0. Danach brachen bei den Gästen zwar alle Dämme, doch den Fürthern ist die zuvor enorme Kaltschnäuzigkeit im Abschluss abhanden gegangen. So scheiterte Schröck mit einer Direktabnahme an RWO-Sören Pirson (76.), während Haas Sekunden später knapp links am Tor vorbeizielte. Doch der Fürther Sieg fiel am Ende um zwei Tore zu hoch aus.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal - Kruse - Petersch, Stoppelkamp - Kaya - Terranova, König
Auswechslungen: Schönfeld für Terranova, Heppke für Stoppelkamp (beide 54.), Gordon für König (79.)
Gelbe Karte: Kruse (2)
[13.09.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - Alemannia Aachen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Terranova lässt RWO im Westderby jubeln
1:0-Heimsieg gegen Alemannia Aachen
Rot-Weiß Oberhausen hat im Westderby gegen Alemannia Aachen dank Mike Terranova einen hochverdienten 1:0-Heimsieg gefeiert. Schon in einer weitgehend ereignisarmen ersten Halbzeit agierte die Elf von Trainer Jürgen Luginger vor allem im schnellen Umschaltspiel zielstrebiger als die uninspirierten Aachenener. In der zweiten Halbzeit belohnte Oberhausens Goalgetter Mike Terranova die Bemühungen der Gastgeber mit seinem dritten Saisontreffer. Aachen fand auch danach kein Mittel, den Defebsivverbund der "Kleeblätter" stärker zu fordern
Luginger sah nach dem 2:0-Auswärtssieg beim FC Hansa Rostock keinen Grund, etwas an seiner Anfangsformation zu verändern.
Bei leicht regnerischem "Malocherwetter" im Oberhausener Niederrheinstadion hatten die Hausherren in einer von beiden Seiten zögerlich geführten Anfangsphase die erste Torgelegenheit. Doch Oberhausens Kapitän Markus Kaya zielte knapp am Tor vorbei, nachdem sein Gegenspieler Christian Fiel mit dem Kopf zu ungenau geklärt hatte (5.). Oberhausen stand defensiv kompakt und schaltete nach Balleroberung schnell um, ohne jedoch zunächst weitere Möglichkeiten zu erarbeiten. Dennoch erspielten sich die Hausherren gegen zu zaghafte und uninspierirte Alemannen zunehmend ein optisches Übergewicht.
In der höhepuntarmen Begegnung hatte Oberhausen folgerichtig die nächste Chance: Nach schöner Vorarbeit von Oliver Petersch kam Ronny König zum Abschluss, doch der Schuss des Angreifers ging am rechten Pfosten vorbei (21.). Vier Minuten später hatten die Gastgeber dann die beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit. Doch Olajengbesi klärte einen Schuss von Markus Kaya für seinen bereits geschlagenen Keeper auf der Linie (25.).
In der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit wurde Aachen etwas aktiver. Der Ausdruck dafür war die beste Möglichkeit der Kaiserstädter durch Gueye kurz vor dem Pausenpfiff. Im zweiten Versuch, nachdem sein erster Schuss abgeblockt wurde, spitzelte der Senegalese das Leder nur knapp am langen Eck vorbei (44.).
Beide Teams kamen in unveränderter Besetzung aus den Kabinen. Unverändert blieb auch, dass Oberhausen zunächst das direktere und druckvollere Offensiv-Spiel zeigte. So prüfte Moritz Stoppelkamp Aachens Keeper Hohs mit einem Drehschuss aus halblinker Position (49.). Vier Minuten später hämmerte der aufgerückte Marinko Miletic das Leder mit einem Drop-Kick an den rechten Pfosten des Aachener Tores (53.).
Oberhausen blieb in der nun deutlich muntereren Partie dran und wurde für seine Bemühungen belohnt: Dabei flankte Oliver Petersch von rechts maßgenau nach innen, wo Torjäger Mike Terranova aus fünf Metern mit dem Kopf zum 1:0 vollendete (59.). Aachen versuchte zu antworten und das eigene Spiel stärker nach vorne zu verlagern, wodurch sich Räume für die "Kleeblätter" zum Kontern ergaben. Die Möglichkeit die Führung auszubauen verhinderte der Pfosten nach einem Freistoß von Markus Kaya, an welchen der von Christian Fiel abgefälschte Ball klatschte (75.).
In der Schlussphase versuchte Aachen mit der Brechstange noch den Ausgleich zu erzielen, fand aber kein Durchkommen durch den gut gestaffelten Oberhausener Abwehrverbund. So blieb es am Ende beim hochverdienten 1:0-Heimsieg für RWO über Alemannia Aachen.
Oberhausen spiele in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter, Schmidtgal - Kruse - Petersch, Stoppelkamp - Kaya - Terranova, König
Auswechslungen: Heppk für Terranova (67.), Landers für Petersch (81.), Gordon für Stoppelkamp (85.)
Tor: Terranova (59., Vorarbeit Petersch)
Gelbe Karte: Terranova
Zuschauer: 7.143
[29.08.2009 _ FC Hansa Rostock - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Terranova schießt RWO zum Sieg
2:0-Auswärtssieg beim FC Hansa Rostock
Was braucht man alles für einen Sieg in Rostock? Ganz einfach: Einen Torhüter wie Sören Pirson, einen Torjäger wie Mike Terranova und die dazugehörige Effektivität. Und Rot-Weiß Oberhausen konnte dies an der Ostsee auch unter Beweis stellen.
Beim 2:0 gegen den FC Hansa Rostock schlug Knipser Terranova gleich zweimal zu, während Pirson hinten sogar die dollsten Dinge parierte. Und wenn der Oberhausener Schlussmann mal nicht eingreifen konnte, dann retteten entweder die Latte oder die Hansa-Profis trafen auch aus vier Metern das Tor nicht. Mit sieben Punkten aus vier Spielen feierten die Kleeblätter einen starken Saisonauftakt und können nun völlig entspannt in die Länderspielpause gehen.
Beide Teams legten los wie die Feuerwehr. Moritz Stoppelkamp (2.) auf der einen Seite, Mario Fillinger (4.) auf der anderen Seite hatten schon früh die ersten Chancen. Rostock versuchte Druck aufzubauen, während Oberhausen sich in der Anfangsphase mit leichten Ballverlusten selbst in Schwierigkeiten brachte. Doch nach gut einer Viertelstunde ging es Schlag auf Schlag. Der in der ersten Halbzeit fehlerlose Sören Pirson rettete bravourös gegen Kai Bülow (14.), Enrico Kern und Tobias Jänicke (18.).
Im direkten Gegenzug gingen die Kleeblätter dann überraschend in Führung. Bei einem Konter wurde Mike Terranova nicht angegriffen und überraschte den Hansa-Keeper Alexander Walke aus 16 Metern mit einem Flachschuss ins kurze Eck - 1:0. Von da an dominierten die defensiv gut gestaffelten Oberhausener das Geschehen, wirkten ballsicherer und kompakter und setzten immer wieder zu gefährlichen Kontern an. Der Rückstand lähmte die Rostocker, die ideenlos mit langen Bällen die Kleeblätter kaum noch in Gefahr brachten. Auf der anderen Seite hatte Tim Kruse (25.) mit einer Direktabnahme nach einer Ecke die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Ball strich knapp am Tor vorbei.
Gefahr für das Oberhausener Tor in Halbzeit eins bestand noch nach einem langen Einwurf von Kevin Schöneberg und einer zu kurzen Kopfballabwehr von Tim Kruse. Doch Oliver Schröder jagte den Ball aus kurzer Distanz weit über das Oberhausener Gehäuse.
Nach dem Seitenwechsel überstanden die Kleeblätter die erste Rostocker Druckphase: Kai Bülow (49.) köpfte knapp daneben, während Finn Bartels (52.) im letzten Moment abgeblockt wurde. Oberhausen verteidigte geschickt die Führung und ließ die Angriffe der Ostseestädter immer wieder wirkungslos verpuffen, versäumte es jedoch dabei, bei einem der wenigen Konter für die Vorentscheidung zu sorgen. So scheiterte der starke Moritz Stoppelkamp an Hansa-Keeper Alexander Walke (63.).
Eine Viertelstunde vor dem Ende begann dann die dramatische Schlussphase, in der die Gastgeber die Schlagzahl erhöhten, aber immer wieder am eigenen Unvermögen, am herausragenden Sören Pirson oder an der Latte scheiterten. So rettete der RWO-Keeper gegen Schöneberg (74.), während der eingewechselte Felix Kroos um Zentimeter am Tor vorbei köpfte (76.) und Hansa-Kapitän Retov zwei Freistöße (80./84.) gegen das Gebälk knallte. Als es nur noch eine Frage der Zeit schien, dass die Ostseestädter zum Ausgleich kommen würden schlug Oberhausen erneut eiskalt zu. So schloss Mike Terranova einen feinen Konter in unnachahmlicher ,,Fußballgott"-Manier zum 2:0-Endstand ab (87.).
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Miletic, Schlieter - Kaya, Kruse - Petersch, Schmidtgal - Stoppelkamp - König, Terranova
Auswechslungen: Schüßler für Petersch (70.), Gordon für Stoppelkamp (79.), Heppke für Terranova (90.+1)
Tore: Terranova (18./87.)
Gelbe Karten: Kaya (2), Papps
[23.08.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - Rot-Weiß Ahlen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Erster Saisonsieg für RWO
2:0-Heimsieg gegen Rot-Weiß Ahlen
Rot-Weiß Oberhausen hat den ersten Dreier in dieser Saison eingefahren. Die Kleeblätter setzten sich dank einer etwas aktiveren Spielanlage mit 2:0 gegen den neuen Tabellenletzten Rot-Weiß Ahlen durch. Die Treffer für RWO erzielten Moritz Stoppelkamp (62.) und Markus Kaya (89.).
Trainer Jürgen Luginger stellte seine Mannschaft nach dem 2:2-Unentschieden in Augsburg auf einer Position um. Für Daniel Embers rutschte Mittelfeldspieler Tim Kruse in die Startelf.
Nach dem Anstoß im Niederrheinstadion tauchten die Gäste schnell gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf. Doch Moosmayer und Bröker vergaben ihre Einschussgelegenheiten (3.). Bis auf weiteres war es das mit Ahlener Offensivaktionen, da nun Oberhausen die Initiative übernahm.
In einer schwungvollen Anfangsphase rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Ahlener Tor. Ronny König mit einer Doppelchance (4.), Mike Terranova aus der Distanz (9.) und erneut Ronny König von der Strafraumgrenze (11.) hatten mit ihren Schussversuchen kein Glück. Die beste Möglichkeit hatte dann Tim Kruse auf dem Fuß: Aus knapp 20 Metern setzte er den Ball jedoch nur an den rechten Pfosten (21.).
Erst Mitte der ersten Halbzeit konnte sich Ahlen aus der Umklammerung der Hausherren etwas befreien und verteidigte nun geschickter, ohne dabei eigene vielversprechende Offensivaktionen aufweisen zu können. Oberhausen setzte mehr und mehr auf lange Bälle in die Spitze, doch dieses Mittel verpuffte wirkungslos. Das Spiel verflachte zusehends, so dass es dann torlos in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel blieb Oberhausen die aktivere Elf, doch Chancen ergaben sich meist nur nach Standardsituationen, die Markus Kaya gefährlich vortrug. Marinko Miletic köpfte zwar zur vermeintlichen Führung ein, hatte aber zuvor ein Foul begangen (55.), während Thomas Schlieter wenig später das Erfolgserlebnis um Haaresbreite versagt blieb (60.). Für den Lohn all der Mühe sorgte dann Moritz Stoppelkamp, der eine Ablage von Mike Terranova aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen drosch (63.).
Ahlen setzte nun auf Angriff, als Kumbela, Blacha und Reichwein die Abteilung Attacke verstärkten. Doch dieses Mittel fruchtete nicht, da Oberhausen die knappe Führung konsequent gegen nun deutlich lebhaftere Gäste verteidigte. Doch Kumbela (80.) und Reichwein (84., 85.) ließen in einer spannenden und temporeichen Schlussphase beste Chancen aus. Besser machte es für die Gastgeber Standardspezialist Markus Kaya, der mit einem Freistoß aus 18 Metern (89.) die letzten Zweifel am ersten Saisonsieg von RWO beseitigte.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Uster, Pappas, Schlieter - Schmidtgal, Petersch, Kaya, Kruse - Stoppelkamp - Terranova, König
Auswechslungen: Miletic für Uster (46.), Landers für Petersch (48.), Heppke für Stoppelkamp (81.)
Tore: Stoppelkamp (62., Vorarbeit Terranova), Kaya (89., direkter Freistoß)
Gelbe Karten: Kaya, Kruse
Zuschauer: 5.045
[16.08.2009 _ FC Augsburg - Rot-Weiß Oberhausen]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
König rettet Oberhausen einen Punkt
2:2-Unentschieden beim FC Augsburg
Ronny König hat Rot-Weiß Oberhausen vor der zweiten Niederlage im zweiten Saisonspiel bewahrt. Dank seines Doppelpacks erreichten die Kleeblätter ein glückliches 2:2-Unentschieden beim FC Augsburg. Durch den ersten Punkt in dieser Saison liegt Oberhausen in der Tabelle nun auf Platz 16.
Auf Oberhausener Seite gab es im Vergleich zur 0:3-Heimniederlage gegen den Aufsteiger Union Berlin zwei personelle Umstellungen: Trainer Jürgen Luginger nahm Markus Heppke und Daniel Gordon aus dem Team und schickte dafür Oliver Petersch und Moritz Stoppelkamp auf den Rasen.
In der neuen schmucken Augsburger Arena legte der FCA bei heißen Temperaturen gut los. Demnach köpfte Uwe Möhrle einen Eckball von Ndjeng nach nur zwei Minuten an die Oberkante der Latte.
Der Wille der Fuggerstädter war deutlich zu spüren, die schlechte Leistung aus dem Auftaktspiel vergessen zu machen. Die Hausherren drückten, doch die Kombinationen liefen noch sehr unrund. Nur ein weiterer Standard, wobei erneut das Duo Ndjeng/Möhrle verantwortlich war, brachte in der Anfangsviertelstunde Gefahr (9.).
Oberhausen hielt das Abwehrnetz engmaschig, so dass sich die Schwaben das ein ums andere Mal darin verfingen. Nach einem Zusammenprall von Sinkala und de Roeck, wobei der Belgier mit einer Platzwunde am Kopf gegen Hegeler ausgetauscht werden musste, tauchten die Gäste in der 17. Minute durch Moritz Stoppelkamp erstmals vielversprechend vor dem gegenerischen Tor auf.
Die hohen Temperaturen lähmten die Aktionen der Augsburger, während die Kleeblätter immer besser ins Spiel kamen. Ronny König, um den sich Hegeler kümmern sollte, verfehlte zwar knapp das Tor (26.), zeigte aber eine Minute später sein Durchsetzungsvermögen: Nach einem langen Pass von Timo Uster setzte sich König am Augsburger Strafraum robust gegen seinen Gegenspieler durch und schoss mit rechts aus 13 Metern zur 1:0-Führung für RWO ein.
Die Gastgeber intensivierten nun ihre Angriffsbemühungen und fuhren wütende Attacken in Richtung Tor von Sören Pirson. Bellinghausen traf den Oberhausener mit einem Schrägschuss voll am Kopf. Die Szene lief weiter, wobei Ndjeng nun ins Zentrum auf Thurk passte, dessen Drehschuss um Zentimeter rechts am Tor vorbeirauschte (34.). Bis zur Pause drängten die Gastgeber, doch auch Mölzl scheiterte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am glänzenden Sören Pirson (45.+2).
Nach der Pause, in der es keine personellen Veränderungen gab, erwischte der FCA einen Start nach Maß. Dabei spielte Traore von halblinks in die Mitte auf Szabics. Der Ungar fintierte klasse gegen Thomas Schlieter und Dimitrios Pappas und jagte das Leder mit links aus 16 Metern flach ins rechte Eck - 1:1 (48.).
Der Ausgleich bescherte den Fuggerstädtern, die immer einen Schritt schneller waren als die Gäste, nun Rückenwind. Denn Oberhausen kam kaum zu Entlastung. So parierte Sören Pirson einen Schrägschuss von Szabics, während Thurk dann den Nachschuss aus elf Metern am leeren Tor vorbei setzte (59.).
Doch wenig später war es soweit. Augsburg ging unter gütiger Mithilfe von Oliver Petersch in Führung. Dabei spielte Mölzl das Leder aus dem Mittelfeld steil. Petersch schlief, so dass Traore aus seinem Rücken startete und sich den Ball schnappte. Aus 13 Metern schloss er dann mit einem trockenen Linksschuss flach zum 2:1 für den FCA ab (64.).
Die Hausherren hatten in in der Folge alles unter Kontrolle, lediglich Ronny König hatte für Oberhausen eine Minichance (71.). Allerdings versäumten es die Hausherren ihre Angriffe auszuspielen. So nutzten die Gäste ihre erste echte Möglichkeit in der zweiten Halbzeit zum Ausgleich: Nach einem Einwurf von links düpierte Ronny König seinen Gegenspieler Hegeler und schirmte den Ball gut ab. Er drehte sich und schoss das Leder durch die Beine seines Gegenspielers aus fünf Metern ins lange Eck - 2:2 (79.).
In der Schlussphase wollten beide Teams den Sieg, doch beide Torhüer waren nicht mehr zu überwinden.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Pappas, Uster, Schlieter - Petersch, Kaya, Stoppelkamp, Schmidtgal, Ember - Terranova, König
Auswechslungen: Heppke für Embers (66.), Schönfeld für Terranova (73.), Schüßler für Petersch (89.)
Tore: König (27., Vorarbeit Uster, 79.)
Gelbe Karten: Schmidtgal, Stoppelkamp
[07.08.2009 _ Rot-Weiß Oberhausen - 1. FC Union Berlin]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Oberhausen verpatzt Heimauftakt
0:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Union Berlin
Rot-Weiß Oberhausen hat den Saisonauftakt in der 2. Bundesliga verpatzt. Die Kleeblätter verloren das erste Heimspiel der neuen Saison klar mit 0:3. Vor 5.895 Zuschauern hatten die Kleeblätter zunächst zwar mehr Spielanteile, erarbeiteten sich jedoch kaum Torchancen. Die Gäste aus der Hauptstadt kamen mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie und gingen kurz vor der Halbzeitpause durch Mosquera in Führung (42.).
In der zweiten Halbzeit versuchten die Rot-Weißen offensiver zu agieren, doch die sich nun bietenden Räume nutzten die Gäste eiskalt aus und sorgte durch einen Doppelschlag von Benyamina (65.) und Mattuschka (67.) für die Entscheidung.
Trainer Jürgen Luginger bot die gleiche Elf wie beim 3:0-Pokalerfolg in der MSV-Arena gegen VfB Speldorf auf: Mit Oliver Petersch, Daniel Gordon, Heinrich Schmidtgal und Ronny König liefen gleich vier Neuzugänge von Beginn an auf.
Die Oberhausener versuchten zunächst, den Berlinern ihr Spiel aufzudrücken. Doch die Hauptstädter hielten gut dagegen und machten die Räume eng. Dementsprechend gab es die erste große Chance für den Liganeuling, als ein Kopfball von Younga-Mouhani gefährlich abgefälscht wurde und forderte daduch das ganze Können von Torhüter Sören Pirson (10.).
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahmen die Gäste immer mehr das Spielgeschehen und ließen kaum noch Offensivaktionen von RWO zu. Im Gegenteil: Sie erspielten sich durch zielgerichtete Flanken immer wieder gefährliche Strafraumaktionen. So traf Mosquera nach einer Flanke von Benyamina in der 31. Minute nur den Pfosten.
Doch vor dem Seitenwechsel wurden die Unioner doch noch für ihre Bemühungen belohnt: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schickte Benyamina Mosquera, der den Ball mit dem linken Fuß an Torhüter Sören Pirson vorbei ins Netz schob - 0:1 (42.).
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Kleeblätter, mehr Tempo in die Partie zu bringen. Doch in der Vorwärtsbewegung scheiterten sie immer wieder am guten Berliner Zusammenspiel. Dies zeigte sich dann auch in der Offensive: Immer wieder durchbrachen Benyamina und Mosquera durch punktgenaue Zuspiele die Abwehrreihen der Gastgeber.
Nach 62 Minuten reagierte Trainer Jürgen Luginger und brachte mit Jamal Gay für Markus Heppke eine zusätzliche Kraft in der Offensive. Doch die Berliner zeigten sich davon unbeeindruckt: Nur zwei Minuten nach dem Wechsel köpfte Benyamina nach einer Flanke von Mattuschka den Ball zum 0:2 ins Tor. Und die "Eisernen" hatten noch nicht genug. Drei Minuten später durfte der Vorbereiter selbst über einen Treffer jubeln. Dieses Mal leistete Benyamina die Vorarbeit und gab im richtigen Moment den Querpass, den Mattuschka zum 0:3 verwandelte (67.).
Nach den beiden Toren blieb ein Aufbäumen der Kleeblätter aus, so dass die Unioner auch weiterhin das Spiel kontrollierten und das Ergebnis bis zur 90. Minute ohne große Probleme halten konnten.
RWO spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Embers, Pappas, Schlieter, Petersch - Schmidtgal, Gordon, Kaya, Heppke - Terranova, König
Auswechselungen: Gay für Heppke (62.), Uster für Gordon (70.)
Gelbe Karte: Gay
Zuschauer: 5.895
[02.08.2009 _ VfB Speldorf - Rot-Weiß Oberhausen (in Duisburg)]
für FN-Aktuell: C. Pennekamp
Duisburg gewinnt Pokalderby in der MSV-Arena
3:0-Sieg beim NRW-Ligisten VfB Speldorf
Rot-Weiß Oberhausen ist locker in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Zweitligist ließ in der MSV-Arena beim 3:0-Sieg im Derby gegen den NRW-Ligisten VfB Speldorf nichts anbrennen. Nach dem frühen Tor durch Neuzugang Ronny König kontrollierte Oberhausen das Geschehen, machte aber nicht mehr als nötig. Der VfB wehrte sich nach Kräften und hatte auch einige Szenen in der Offensive, konnte aber dem Favoriten letztlich auf dem Weg in die nächste Runde kein Bein stellen.
Trainer Jürgen Luginger schickte vier Neuzugänge auf den Platz: Heinrich Schmidtgal kam über die links Seite, Petersch sollte über rechts antreiben und Daniel Gordon spielte auf der Sechserposition. Vorne war Ronny König gefragt, der seinen Einstand für Oberhausen im Angriff neben Mike Terranova gab. Im Tor erhielt Sören Pirson den Vorzug vor Christoph Semmler.
Oberhausen diktierte von Beginn an das Geschehen und ging nach einem Patzer von VfB-Keepr Grote früh in Führung. Dabei war Ronny König der Nutznießer und sorgte für seinen ersten Pflichtspieltreffer für seinen neuen Klub (5.). Nur wenig später hätte der Zweitligist nachlegen können, doch Mike Terranova setzte den Ball nach einem Rückpass von Ronny König rechts am Tor vorbei. In der Folge kontrollierten die Kleeblätter zwar die Partie, doch das Spiel in die Spitze ließ zu wünschen übrig.
Da Oberhausen nicht mit dem letzten Biss agierte, kam der VfB Speldorf nun besser ins Spiel. Kampfstark und mitunter auch mit durchaus gelungenen spielerischen Mitteln setzte der NRW-Ligist kleine Nadelstiche. So hatten die Gäste nach einer guten halben Stunde Glück, als ein Drehschuss von Yilmaz aus elf Metern gerade noch abgeblockt werden konnte. Erst zum Ende der ersten Halbzeit hatte Oberhausen wieder eine Chance, doch Daniel Gordon fand in Grote seinen Meister.
Nach zögerlichem Beginn in der zweiten Halbzeit und zwei Speldorfer Distanzschüssen gelang Mike Terranova die Vorentscheidung für RWO. Demnach jagte der Torjäger den Ball volley nach beherzter Vorarbeit von Petersch zum 2:0 in die Maschen (51.). Mit der klaren Führung im Rücken tat das Team von Trainer Jürgen Luginger nur noch das Nötigste und legte durch einen sehenswerten Treffer von Daniel Embers nach einem Doppelpass mit Ronny König zum3:0-Endstand nach (67.). Danach ließ Oberhausen nichts mehr anbrennen und zog verdient in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.
Oberhausen spielte in folgender Aufstellung: Pirson - Schmidtgal, Pappas, Schlieter, Embers - Heppke, Gordon, Kaya, Petersch - König, Terranova
Auswechslungen: Landers für Heppke (63.), Schönfeld für Terranova (80.), Stoppelkamp für Schmidtgal (84.)
Tore: König (6., Vorarbeit Terranova), Terranova (51., Petersch), Embers (67., König)
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