FUBA-NET - Fussball unter besonderen Aspekten - Netzwerk

FUBA-NET - FUSSBALL UNTER BESONDEREN ASPEKTEN - NETZWERK
FUBA-NET Cup NRW 2008 - 20. und 21. September 2008



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Essener Behinderteneinrichtung gewinnt zum zweiten Mal den Cup
Heimstatt Engelbert „integrativer NRW-Meister“

Heimstatt Engelbert heißt der Sieger der siebten Auflage des FUBA-NET Cups NRW 2008. Mit 8:7 bezwangen die Essener die Mighty Ducks von der Caritas Oberhausen nach spannendem Siebenmeter-Schießen im Finale (::: alle Ergebnisse). Beim vom Hauptsponsor RWE präsentierten „Zusammenspiel“ in der Mülheimer RWE Rhein-Ruhr Sporthalle untermauerten die Schützlinge von Trainer Telly Kourdouvelis nun auch auf der integrativen Ebene ihre Vormachtstellung im Behindertenfußball, gehören sie doch sowohl in der Fußball-Liga des Behindertensportverbandes als auch in der FUBA-NET Liga zu den dominierenden Mannschaften.
 
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Wie sehr die Truppe aus Essen-Frillendorf ebenso den integrativen Fußballgedanken umsetzt, beweist sie nicht nur mit eigenen Turnieren sondern auch mit dem zweiten Erfolg in der FN-Cup Geschichte. Bei der vierten Auflage des integrativen Kicks hatte die Vertretung der Essener Behinderteneinrichtung im Juli 2005 erstmals das Siegertreppchen als Turniergewinner bestiegen. Kontinuität und Nachhaltigkeit sind somit die herausragenden Attribute in der sportorientierten Freizeitarbeit, die von Stefan Schumacher und Telly Kourdouvelis seit Jahren an der Manderscheidtstraße im Essener Norden koordiniert und gestaltet wird.
 
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Wenngleich die sportliche Leistung beim FUBA-NET Cup nicht die herausragende Rolle spielt, erlebten knapp 400 Zuschauer am vergangenen Sonntag spannende und zum Teil hochklassige Spiele auf den beiden Soccersourts mit Rundum-Bande. In 40 Spielen standen sich die 16 paritätisch besetzen Mannschaften aus ganz NRW in durchweg fairen Partien gegenüber - Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung garantiert, denn darauf kommt es im FUBA-NETzwerk an.
 
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Mitorganisator Hermann Stollen von den Fliedner Werkstätten Mülheim war daher voll des Lobes: „Diese Idee hat sich nicht nur regional etabliert sondern noch eine große Zukunft vor sich, wenn man bedenkt, wie viele Einrichtungen noch nichts von diesem Event wissen. Wir müssen alles daran setzen, aus einem starken Netzwerk heraus, noch mehr Werbung zu betreiben, denn die Begeisterung unter den Aktiven ist nahezu einzigartig. So wird Integration wahrhaftig.“
 
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Auch Martin Sander Marketingreferent des Hauptsponsors RWE Rhein-Ruhr (Foto Mitte), der gemeinsam mit FUBA-NET Botschafter Yves Eigenrauch (Foto links) und Mülheims Bürgermeister Markus Püll (Foto rechts) die Siegerehrung vornahm, ist hiervon überzeugt: „Wenn die Behinderung nebensächlich wird, weil der Spaß am Fußball alle eint, haben die Initiatoren schon das Wesentliche erreicht. Wir werden unser Engagement auch im nächsten Jahr für die FUBA-NET-Sache fortsetzen und hoffen, dass wir mit jedem Jahr mehr Menschen erreichen und von der Qualität des Vorhabens auch hier in Mülheim überzeugen können.“
 
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Rahmenprogramm: Mülheimer Institutionen vereint - Miniturnier mit DBS-Team
Ex-Profis und Nejad Brajic begeistern

Auch im Rahmenprogramm des FUBA-NET Cups war für jede Menge Unterhaltung gesorgt. Mit einem Showturnier bot der Veranstalter in erster Linie dem Kooperationspartner DBS (Deutscher Behindertensportverband) eine öffentliche Plattform.
 
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So standen sich eine Auswahl der DBS-Nationalmannschaft unter Dietmar Schacht, Ex-Profis der RevierSport-Traditionself an, eine FUBA-NET Auswahl und der aktuelle NRW-Meister der Behindertenwerkstätten und Drittplatzierte der Deutschen Meisterschaft, die Recklinghäuser Werkstätten, gegenüber. Die ehemaligen Bochumer Christian Schreier, Thorsten Legat, Olaf Dreßel sowie Alex Pisarek (DSC Wanne-Eickel) und Thorsten Richter (RevierSport) sorgten gegen die Schacht- und Schugall-Truppen der leistungssportorientierten Behindertensportler für so manches Kabinettstückchen und gewannen am Ende das Blitzturnier.
 
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Christian Schreier (Foto rechts mit Hallensprecher Sascha Brattge) brachte es im Anschluss an die Showeinlage auf den Punkt: „Die Leute wollen Tore sehen – die Ergebnisse sind an einem solchen Tag doch zweitrangig. Hier wird völlig unabhängig von unserem Spielchen sehr guter Sport geboten. Es ist schade, dass sich nicht noch mehr Menschen von der Leistungsfähigkeit behinderter Menschen überzeugen wollen“, sagte der Coach des Drittligisten SC Paderborn während Frohnatur Legat schnaufte: „Ich hab doch nur noch Luft für 10 Minuten, geh aber für eine solche Sache ganz an meine Grenzen. Zweimal zwanzig Minuten war ich heute auf dem Platz und würde das morgen schon wieder tun.“
 
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Der aktuelle kroatische Meister im Freestyle-Soccer, Nejad Brajic, zauberte am Nachmittag mit der Lederkugel und sorgte für verwunderte Augen, während nahezu alle Einrichtungen der Mülheimer Behindertenhilfe mit Infoständen für Abwechslung sorgten. So organisierte die Lebenshilfe ein FN-Cup-Tippspiel, die FUBA-NET Tombola der Fliedner Stiftung brachte über 100 wertvolle Sachpreise unter die Leute und die VBGS Mülheim sorgte gemeinsam mit den Fliedner Werkstätten für das leibliche Wohl.
 
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Mülheims Bürgermeister Markus Püll war überrascht von dem Umfang des integrativen Engagements: „Die Stadt Mülheim kann stolz sein, Gastgeber einer solchen Veranstaltung zu sein. Da kann man sich nur auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr freuen.“
 
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Die Idee und das Ziel des „Zusammenspiels“

(Foto links: Vorjahressieger SC Borussia Hohenlind Köln)

Unter dem Titel „Zusammenspiel“ steht auch 2008 die mittlerweile siebte Auflage des wohl integrativsten Fußballturniers in Deutschland. Der erneut vom Essener Energieversorger RWE präsentierte FUBA-NET Cup NRW 2008 richtet sich an Fußballmannschaften vorwiegend aus Institutionen der Behindertenhilfe.

Jedes Team muss beim FUBA-NET Cup die integrative FUBA-NET Regel beachten, die besagt, dass die aktiven Feldspieler einer Mannschaft je zur Hälfte aus Fußballern mit und ohne Behinderung bestehen müssen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob diese Beeinträchtigung körperlicher, geistig-seelischer, psychischer oder organischer Natur ist.

Jede teilnehmende Mannschaft ist aufgerufen, diese Regel nach besten Wissen und Gewissen einzuhalten, denn im Mittelpunkt des Turniers steht die gemeinsame Begeisterung für den Fußballsport. Eine Überprüfung oder gar Einstufung gemessen an Behinderungsformen oder Schadensklassen soll im Sinne der Integration unterbleiben. Unter einem groß geschriebenen „Fair-Play“ wird so Teilhabe aktiv auf dem Platz gelebt und ein integratives Fußballfest in Mülheim gefeiert.